[Rezension] Wenn du dich traust – Kira Gembri

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Titel: Wenn du dich traust
Autor: Kira Gembri
Seiten: 336
ISBN: 978-3-401-60149-6
Verlag: Arena
Erstausgabe: 1. Juni 2015

 

 

Liebe ist keine gerade Zahl
Lea zählt – ihre Schritte, die Erbsen auf ihrem Teller, die Blätter des Gummibaums. Sie ist zwanghaft ordentlich und meistert ihren Alltag mit Hilfe von Listen und Zahlen. Jay dagegen lebt das Chaos, tanzt auf jeder Party und hat mit festen Beziehungen absolut nichts am Hut. Niemals würde er freiwillig mit einem Mädchen zusammenziehen, schon gar nicht mit einem, das ihn so auf die Palme bringt wie Lea. Und Lea käme nie auf die Idee, mit Jungs zusammen zwischen Pizzakartons und Schmutzwäsche zu hausen. Sonnenklar, dass es zwischen den beiden heftig kracht, als sie aus der Not heraus eine WG gründen …

Meinung

Ein neues Buch in meiner „bookstagram-Sammlung“. Auf dieses Buch bin ich nämlich durch eine Story von Kati aufmerksam geworden, sie wollte dieser grünen Schönheit ein neues Zuhause geben. Gesehen, Klappentext gelesen, für interessant befunden und dann war es auch schon da. Danke nochmal, liebe Kati, für die schnelle Zusendung.

Ich muss gestehen, Lea war mir am Anfang wirklich suspekt. Weil sie eben anders war. Ich weiß – hallo Klischee (darüber hat Anna die Tage wieder in ihren Stories geredet – und sie hat wie immer sooooooo recht). Auf jeden Fall fand ich Lea zum einen sehr interessant, da ich mir nicht im Geringsten vorstellen kann, wie es sein muss zählen zu müssen! Beim besten Willen nicht. Und so zu leben muss für die Betroffenen wirklich schwierig sein, sie werden bestimmt, wie unsere Protagonistin, auch ganz schön komisch von der Seite angeschaut.

Jay hingegen ist der Lover und Bad Boy schlechthin. Lea selbst nennt ihn im Buch manchmal auch „Jay Bad-Boy-Klischee Levin“. Passt wie die Faust auf’s Auge 😉 Wie sollte es auch anders sein. Aber auch Bad Boys haben – des Öfteren – einen weichen Kern und sind auf der ersten Seite gar nicht so drauf, wie man vielleicht denkt. Und so nimmt die Geschichte zwischen Lea und Jay ihren Lauf. Mit Höhen und Tiefen und ganz, ganz vielen Zahlen.

Und es ist teilweise einfach zu komisch, wie die beiden damit umgehen oder wie Lea sich manchmal selbst auf die Schippe nimmt, weil sie weiß wie absurd ihre Zählerei im Grunde genommen ist. Ich konnte wirklich viel Lachen – sehr zur Verwirrung des Lieblingsmenschen, der mich manchmal recht schief und skeptisch von der Seite angeschaut hat, wenn ich mal wieder vor Lachen durchs Bett gekugelt bin 😉

Ob jedoch Jays „Therapieversuche“ im wahren Leben so funktionieren würden – da bin ich überfragt. Ich kann mir vorstellen, dass der Weg in ein Leben ohne Zählen seeeeeeehr lang und kraftraubend ist. Doch mit den richtigen Menschen an der Seite schafft man alles, oder?

Fazit

Ich habe mit diesem Buch wirklich viel gelacht, aber auch nachgedacht. Doch, wie schon gesagt, vorstellen kann ich mir ein Leben, das durch Zahlen bestimmt wird, wirklich nicht. Der Schreibstil ist total angenehm, ich kam sehr schnell in die Geschichte rein und konnte recht gut nachvollziehen, wie skeptisch und argwöhnisch Jay und seine Kumpels Lea des Öfteren gegenübertreten.
Kira Gembri hat ein wirklich tolles Buch geschrieben. Es war zwar mein erstes Buch von ihr, aber bestimmt nicht das letzte 😉

Das Buch ordne ich in die Kategorie Leseempfehlung.

 

Übrigens: Hier noch der Blogbeitrag von Anna von Fuchsias Weltenecho zum Thema Klischees in Büchern.

 

8 Gedanken zu “[Rezension] Wenn du dich traust – Kira Gembri

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