[Rezension] „Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz

»Halte dich fern von Dingen, die du nicht verstehst«, flüsterte er. »Halte dich fern vom Zirkus der Schatten!«
Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag für die Bereitstellung.

Meinung

Düster, verwunschen, magisch, fantastisch. Diese Wörter fallen mir spontan ein, wenn ich an Scherben der Dunkelheit denke. Gesa Schwartz hat eine kleine, mystische, dunkle Welt erschaffen, aus der man so schnell nicht wieder hinauskommt …

img_2365Das Buch war durch und durch spannend, obwohl ich erwähnen muss, dass ich einige Stellen mehrmals lesen musste, der rote Faden war einfach verschwunden. Frechheit, würde ich sagen 😉

Nachdem der Faden und ich wieder gemeinsame Wege gegangen sind, wurde das Buch auch wieder verständlich und ich konnte weiter in die faszinierende Welt von Anouk und den Zirkusbewohnern abtauchen.

Die Autorin nutzt sehr viele Metaphern, besonders wenn es um die Vergangenheit der Zirkusbewohner geht. Aufmerksames, konzentriertes Lesen ist also gefordert, sonst ist der rote Faden weg (und das ist mehr als ärgerlich). Aber nicht nur Konzentration und Aufmerksamkeit müssen da sein, sondern auch Kreativität und Fantasie. Das gesamte Buch ist eine Aneinanderreihung von Farben und Bildern, durch die die Autorin die Welt der Zirkus darstellt. Abstrakte Kunst in Schriftform, würde ich sagen.

Dennoch: das Buch war fabelhaft. Es gab mehrere Wendungen und Ereignisse, die ich niemals erwartet oder vorausgesehen hätte. Anouk vereint sehr viele Dinge in ihrer Person. Sie hat helle und dunkle Seiten. Die Verspieltheit und Naivität eines Teenagers; die Tapferkeit und den Mut eines Erwachsenen. Sie ist durch ihre Vergangenheit geprägt – wie alle im Zirkus – daher passt sie auch perfekt dazu. Rhasgar ist ihr ständiger Begleiter, dass es zwischen den beiden zu knistern beginnt, war vorprogrammiert. Auch die restlichen Charaktere fand ich gut ausgearbeitet. Wenn Masrador auf der Bildfläche erschien, wurde es mir schnell zu gruselig, sobald Levin auftauchte, wollte ich ihn am liebsten durchknuddeln …

Fazit

Ich denke, am besten beschreibt man das Buch mit einem Satz aus dem Buch selbst. „Ein Kaleidoskop der Dunkelheit“. Besser könnte ich es nie beschreiben. Abstrakt, bunt, düster, magisch.

Für mich wandert das Buch ganz klar in die Kategorie Leseempfehlung.

Weitere Rezensionen zum Buch:

Ella Woodwater –  Scherben der Dunkelheit von Gesa Schwarz

Lovelyceska – Scherben der Dunkelheit von Gesa Schwartz


Infos zum Buch:

Titel: Scherben der Dunkelheit
Autor: Gesa Schwartz
Seiten: 592
ISBN: 978-3-570-16485-3
Verlag: cbt
Erstausgabe: 25. September 2017

 

6 Gedanken zu “[Rezension] „Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz

  1. Nicci Trallafitti schreibt:

    Hey!
    Ich habe nur das Fazit gelesen, das mache ich meistens, wenn ich das Buch noch vor mir habe.
    Ich freue mich total auf das Buch und freue mich, dass du eine Empfehlung aussprechen kannst 🙂
    „Düster, verwunschen, magisch, fantastisch“ klingt super!
    Bisher kenne ich von ihr nur „Herz aus Nacht und Scherben“, was mir auch gut gefallen hat, auch wenn es sehr abstrakt war.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    • Wiebi Peters schreibt:

      Hi Nicci!

      „Fazit lesen“ ist eine gute Idee, wenn man das Buch noch nicht gelesen hat – sollte ich vielleicht auch machen. Ich lese meist keine Rezensionen zu Büchern, die ich noch nicht gelesen habe und noch lesen möchte, denn ich habe viel zu große Angst vor Spoilern 😀

      Ich habe vor diesem Buch noch nie was von ihr gelesen, aber in Zukunft sollte ich das wohl ändern.
      Ich bin gespannt auf deine Meinung.

      Liebste Grüße,
      Wiebi

      Gefällt 1 Person

  2. Ella W. schreibt:

    Liebe Wiebi,

    schöne Rezension. 😀 Ich wusste ja schon das dir das Buch gefallen hat und düster ist es allemal, da hast du recht. Masrador hat mich auch ziemlich in Schrecken versetzt. Den konnte ich mir aber auch verdammt gut vor Augen halten. 😁
    Danke auch fürs Verlinken. ❤

    Liebe Grüße
    Ella

    Gefällt 1 Person

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