[Rezension] Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni

Denn Bücher duften nach Träumen …
Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar für die Hello Sunshine-Aktion – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung.


Ein Buch über Bücher mit wundervollen Zitaten großer Autoren am Anfang jedes Kapitels. Was kann man sich als Bücherwurm besseres vorstellen?
Schon auf der ersten Seite lernt man Clarice kennen, doch viel mehr als ihren Namen erfährt man erstmal nicht. Das Mystische rund um ihre Person wird sofort aufgebaut.
In den folgenden Kapiteln begleitet man Sofia durch ihr Leben und begegnet so einer jungen Frau, die alles andere als zufrieden und glücklich ist. Bis Clarice in Form von Briefen auftaucht. So wechselt man alle paar Kapitel zwischen Sofias und Clarices Perspektive zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Sofia selbst erlebt eine Wandlung im Laufe der Geschichte, die selbst dem Leser mehr als gut tut. So manche Situation zwischen ihr und ihrem Ehemann haben mich nicht nur den Kopf schütteln lassen, sondern auch das Bedürfnis gestärkt ins Buch zu springen und sie einmal kräftig zu schütteln.
Bei ihrer Recherche über Clarice trifft sie auf Tomaso Leoni, einem Grafologen, der mir beim ersten Eindruck auch alles andere als sympathisch ist, Seite pro Seite aber mehr an Sympathie gewinnt. Zwar konnte ich ihn nicht voll in mein Herz schließen, aber das macht nichts.

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Clarice hingegen war ein sehr interessanter Charakter! Ich will selbstverständlich nicht zu viel verraten, aber so einer starken Frau Mitte des 19. Jahrhunderts zu begegnen … das hat bestimmt niemand jemals vergessen.

Wie schon zu Anfang kurz angerissen, haben mir die Zitate am Anfang eines jeden Kapitels sehr gefallen. Ich traf dort auf alte Bekannte wie Dickens, Melville, Jane Austen oder Mary Shelley. Die Zitate selbst kannte ich zwar aus dem Stehgreif nicht, dafür aber einige der aufgeführten Werke.

Sofias Reise durch Europa ist durchaus spannend und ich war total neugierig und wollte Clarice’s ganze Geschichte kennen, jedoch gab es, aus meiner Sicht, ein paar Zufälle zu viel. Gerade im letzten Teil des Buches wäre die Geschichte sehr gut ohne ein oder zwei Details ausgekommen, es kam mir etwas weit hergeholt vor.

Was mir trotz diesem einen Kritikpunkt unglaublich gefallen hat, waren die Beschreibungen der Städte, in denen Sofia sich wiederfindet. Allen voran selbstverständlich Rom, denn da spielt sich ein Großteil der Geschichte ab. Selbst war ich noch nie dort, aber ich konnte mir Coppedè, das Viertel in dem ihre Großeltern leben oder auch die Spanische Treppe hervorragend vorstellen. Das hat die Autorin mehr als großartig gestaltet. Generell ist der Schreibstil von Cristina Caboni sehr angenehm zu lesen, ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch, ohne dass es je anstrengend wurde.

Fazit

Auf der Jagd quer durch Europa nach einer Geschichte, die einen nicht loslässt. Abgesehen von den paar Zufällen zu viel am Ende des Buches, konnte mich die Autorin wirklich begeistern. Auch wenn ich bei Sofias anfänglichem Verhalten mehr als einmal die Augen verdreht habe, hat sie eine Entwicklung an den Tag gelegt, die mich am Ende doch von ihr überzeugen konnte.

Eine klare Leseempfehlung von mir!


Infos zum Buch:

Titel: Der Zauber zwischen den Seiten
Autor: Cristina Caboni
Seiten: 352
ISBN: 978-3-641-22113-3
Verlag: blancvalet
Erstausgabe: 20. August 2018

2 Gedanken zu “[Rezension] Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni

  1. Barfuß unterm Regenbogen schreibt:

    Bekommt Fiona Gesellschaft? 😃

    Hallo Schätzelein,
    das klingt mal sehr gut. 🔜to me.🤩 Und eine schöne Rezension obendrein.

    Zufälle … jaaa – Du weißt ja, wie ich dazu stehe. Es gibt keine Zufälle in dem Sinne, was wir drunter verstehen. Zufälle kommt von zufallen. ‚Es fällt mir zu‘ – nämlich immer zum richtigen Zeitpunkt UND wenn ich es so gewollt habe. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Und wenn die Energie richtig gut fließt, dann folgen die ‚Zufälle‘. Sogar so häufig, dass es scheint, wie zu weit hergeholt. 😉 Einfach mal ausprobieren. Das rockt. Nämlich. So richtig. 💃

    Schönes Wochenende. Küssi 😘
    die Mum

    Gefällt 1 Person

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