[Blogtour] Auf den Spuren der Natalie Elin | Ein Autoreninterview

Nur noch sechs Tage bis zum Release von Holding on to you – Mavis & Henry von Natalie Elin!
Schon die ganze Woche habt ihr die Möglichkeit ein bisschen was über die Protagonisten zu erfahren. 
Heute dürft ihr mal was über die Autorin selbst lesen. Natalie durfte ein paar kurze Fragen mit ein paar längeren Antworten versehen und erzählt ein bisschen über sich selbst, wie es ist ein Buch zu veröffentlichen und was sie so für Angewohnheiten beim Schreiben hat. Eins sei gesagt: Ich seh euch jetzt schon grinsen!

Ich habe den goldblonden Wirbelwind namens Natalie letztes Jahr in Berlin kennengelernt, während ich bei Elly von Zwischen Bücherliebe und Bücherwahnsinn zu Besuch war. Es hat geregnet, war kalt und windig – was jedoch unserer Stimmung in keinster Weise zugesetzt hat. Bücher shoppen bei Dussmann, Speisen bei Peter Pane – daher die Süßkartoffeln! Sie hat gefühlt alle Süßkartoffelpommes auf dem Tisch vernichtet! 😀 – und zum Schluss haben wir uns noch alle drei gemeinsam Qualityland von Marc-Uwe Kling gegönnt. Manchmal lernt man Leute kennen, die auf eine verrückte Art sympathisch sind, die in dein Leben rauschen, ohne dass du darauf vorbereitet bist, die sich sofort einen Platz in deinem Herzen suchen. Sie hat schon damals erzählt, dass sie schreibt, ich habe von ihr Texte auf Sweek gelesen und nun steht ihr Debütroman in den Startlöchern.

Liebste Natalie, von Berlin nach Bad Mergentheim und zurück! Danke! ❤

Und jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen! 😉 Los geht’s!


Das erste eigene Buch – wie fühlt sich das an?
Oh, das ist einfach: Unwirklich! Als am Sonntag offiziell mein Cover gezeigt wurde, sind meine Postfächer nahezu explodiert. Ich bin kaum hinterhergekommen, alle Kommentare zu beantworten, doch hab ich es irgendwie geschafft. Mein Körper war und ist vollgepumpt mit Adrenalin, ich verdrücke ab und zu ein Tränchen vor lauter Rührung und renne durch die Gegend wie ein übergeladenes Duracellhäschen. Es waren bereits am ersten Tag mehr Vorbestellungen, als ich mir erträumt hatte. Ich hatte auf 10 gehofft und bin auch schon bei den ersten 3 völlig aufgewühlt, nervös zitternd und aufgeregt durch die Wohnung gelaufen.

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Wie kam es überhaupt dazu, dass du begonnen hast zu schreiben?
Ich habe mal irgendwo gelesen, wer viel liest, beginnt irgendwann zwangsläufig mit dem Schreiben. Ob dem nun wirklich so ist, weiß ich nicht. Ich hatte Ende 2016 einen Geistesblitz und Fernweh, noch dazu erinnerte ich mich an meine Zeit als Aupair in Irland. Also begann ich, über ein junges Mädchen zu schreiben, das von zuhause weggeht. Dieses Mädchen hat nichts mit mir als Person zu tun, doch überbrückte es dieses Fernweh in mir, da ich mich an reale Schauplätze erinnerte. Fast gleichzeitig erfuhr ich vom anstehenden NaNoWriMo und haute in die Tasten. Holding on to you – Mavis & Henry ist zwar mein Debütroman, doch habe ich die Irland-Geschichte noch davor zu Ende getippt.

Viele behalten es anfangs für sich, dass sie den Schritt gewagt haben. Wie war es bei dir? Hast du deiner Familie und deinen Freunden direkt davon erzählt?
Nein, ich habe es sehr lang für mich behalten. Ich habe auf Instagram eine liebe Person kennengelernt, der ich meine Texte zum Lesen gegeben habe und sie hat mich enorm gepusht, weiterzumachen. Erst bei meinem zweiten Manuskript Holding on to you habe ich irgendwann meinen Freunden und meiner Familie erzählt, dass ich schreibe. Ich hatte mit der Geschichte beim Wettbewerb von Sweek & Ravensburger teilgenommen und mich erst dann getraut, meine Freunde anzusprechen. Anders als erwartet waren alle ausnahmslos Feuer & Flamme, sogar die, die sonst nicht lesen. Sie haben mich immer wieder gefragt, wann denn das nächste Kapitel hochgeladen wird und das hat mich immer mehr motiviert. Sowieso war Sweek eine große Hilfe, da mich dort so viele Menschen unterstützt haben.

Wie läuft dein Schreibprozess im Normalfall ab?
Hui. Ja. Also. Ähm. Immer anders. Bei meinem ersten Manuskript hatte ich genau 2 Anhaltspunkte: Den Anfang und ein Geschehnis mittendrin. Kein Ende. Dieses und der Rest haben sich beim Schreiben ergeben. Ich hatte eine Idee und habe die komplette Geschichte drumherum gesponnen. Ob ich es nochmal so machen würde, bezweifele ich allerdings, da dieses Verfahren bedeutet, dass man arg viel überarbeiten muss. Bei Holding on to you war das anders. Da habe ich geplottet und mir vorher schon überlegt, wie lang meine Kapitel ca. werden sollen und wie viele ich schließlich schreiben möchte. Ich hatte es an Sweek angepasst und kürzere Kapitel verfasst, da so die Spannung bleibt und es den Lesern nicht langweilig wird. Daher hat mein Debüt nun exakt 50 Kapitel. Dann schreibe ich noch an einer Dystopie, dort stehen für mich von Anfang an die Charaktere im Vordergrund. Jeder einzelne Charakter hat einen Charakterbogen und wandert durch meinen groben Plot. Was ich allerdings nie mache: Während des Schreibens überarbeiten. Denn dann würde ich niemals zum Ende kommen. Ich schreibe komplett einmal meine Rohfassung herunter und mache mich erst im Anschluss ans Überarbeiten. Was ich gar nicht gut kann: Etwas Streichen. Wirklich, ich habe einfach jede Szene lieb.

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Wie schaffst du es, alles unter einen Hut zu bringen? Job, Familie, Lesen, Bloggen und dann noch Bücher schreiben? Gib’s zu, dein Tag hat doch mehr als 24 Stunden!
Das frage ich mich auch. Natürlich bekomme ich nicht immer alles unter einen Hut. Ich stehe um 6 auf, verlasse schlaftrunken das Haus und bin frühestens 17:00 Uhr wieder zuhause und gönne mir erstmal einen Kaffee (zur Zeit einen Eiskaffee). Neben Haushalt läuft da nicht mehr viel, zumal ich abends immer sehr erledigt bin. Was leider am kürzesten kommt, ist mein Blog. Seit es mit Holding on to you in die heiße Phase gegangen ist, musste ich meinen Blog leider hintenanstellen. Gerade in den letzten Wochen hätte ich mehr Zeit gebraucht, da ich so unheimlich viel für mein Release vorbereiten musste und immer noch muss. Gott sei Dank unterstützt mich mein Freund so gut es geht. Er kocht in letzter Zeit öfter und wäscht ab, damit ich weiter Goodies basteln, Postkarten unterschreiben, Lektorat einarbeiten, Blogtour planen, (…) kann. Sobald mein Buch draußen ist, brauche ich erst einmal Urlaub, damit ich neue Kraft für das nächste tanken kann 😀

Du hast bei Sweek schon einige Kurzgeschichten geschrieben, nun dein Debütroman bei Hawkify, was erwartet uns als nächstes von dir?
Stimmt, ich kann die Kurzgeschichten-Wettbewerbe von Sweek nur wärmstens empfehlen! Man darf nur höchstens 200 Wörter schreiben, das war für mich eine enorme Herausforderung, da ich ja doch gern mehr schreibe.
Als nächstes erwartet euch eben die Geschichte, die ich schon erwähnt habe. Ein junges Mädchen flüchtet sich nach Irland. Ein komplett anderes Setting, eine andere Erzählperspektive, ich tobe mich sehr gern aus. Die Geschichte erscheint nächstes Jahr ebenfalls im Hawkify Verlag. Ansonsten habe ich ein fast beendetes New-Adult-Manuskript (ich beende nicht sehr gern. Es ist, als müsste ich meine Charaktere ziehen lassen und das macht mich traurig) sowie eine halbfertige Dystopie. Die New Adult Geschichte spielt in Delaware USA, die Dystopie in Schottland. Ob und wo diese Geschichten ebenfalls veröffentlicht werden, steht allerdings noch in den Sternen. One step at a time.

Gibt es zum Abschluss noch einen Funfact, den du uns erzählen magst?
Ich fasse immer, wenn ich ein Kapitel beendet habe, dieses handschriftlich in einem Notizbuch zusammen. Habe für jedes Buch eins, damit ich die Zusammenfassung lesen kann, wenn ich weiterschreibe. Wenn ich nämlich das letzte Kapitel nochmal komplett lese, bessere ich nur aus und komme dann gar nicht mehr zum neu schreiben. Und ich trinke immer Kaffee zum Schreiben. Manchmal belohne ich mich selbst mit einem Keks oder so noch 500 Wörter, erst dann darf ich mir diesen Keks nehmen‘.. Klappt ganz gut, ich liebe Kekse 😀 Und ich habe keinen festen Schreibplatz … Wenn ich zu lange an einer Stelle sitze, gehen mir die Wörter aus. Ich wandere manchmal von der Couch zum Esstisch, auf die Terrasse, ins Schlafzimmer, wieder zum Sofa … Schreiben wird zum Sport xD


Holding on to you – Mavis & Henry erscheint am 16. August bei Hawkify Books als eBook und Taschenbuch. (Über diesen Link könnt ihr vorbestellen).
Als Vorbesteller habt ihr aktuell noch die Möglichkeit in den Genuss von exklusiven, selbstgebastelten Goodies von Natalie höchstpersönlich zu kommen! Worauf wartet ihr noch? 😉

So ihr Lieben, das war es auch schon wieder. 😉
Morgen geht es bei Eli von Eli’s Bücherecke direkt weiter!
Ihr habt die anderen Beiträge verpasst? Keine Sorge! Ich verlinke sie euch hier direkt nochmal.

Anika’s Bücherwelt (traumfabrik_)
Awkward Dangos (awkward_dangos)
Zwischen Bücherliebe und Bücherwahnsinn (buchelly_)
Alues Bücherparadies (alues_buecherparadies)

3 Kommentare zu „[Blogtour] Auf den Spuren der Natalie Elin | Ein Autoreninterview

  1. Moin Karla Kolumna,
    nachdem wir Zwei Sonntagfrüh für die Covervorstellung meine Küche auf den Kopf gestellt haben, war ich wohl etwas neugierig auf den heutigen Tag. Und was soll ich sagen?:
    DAS ist ja mal ein fabelhaftes Interview ❣ Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Sind Dir die Fragen ausgegangen? 🤪 Sehr gute Fragen übrigens. Aber ein gutes Interview lebt auch von ebenso guten Antworten. (Und viele scheitern genau daran …) Das habt Ihr Beide wirklich prima hinbekommen. 🤗✨
    Und nachdem ich jetzt die Geschichte hinter der Geschichte kenne, bin ich ziemlich neugierig, was im Buch steht. 👀
    Uuhuund … ich mach jetzt mal was völlig Verrücktes. Ich bestelle mir dieses TASCHENbuch. YAY. 😁 Dann darf ich nämlich Leserillen reinmachen. 😋🤣

    Hab einen wundervollen Freitag. Und herzliche Grüße an Natalie.
    Küssi 😘
    die Mum

    Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Wiebi,
    das ist wirklich ein tolles, interessantes Interview. 🙂
    Natalie wirkt einfach super sympathisch und ich freue mich schon sehr auf den Roman.
    Am coolsten fand ich die Tatsache, dass sie beim Schreiben wandert 😀
    Und ich LIEBE Süßkartoffelpommes.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

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