[Rezension] Das steinerne Schloss von Anna Weydt

Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss.
Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen?
Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt.

Vorab noch ein ganz großes Dankeschön an die Autorin für den Brief und das Rezensionsexemplar.


Schon vor einer ganzen Weile erreichte mich mysteriöse Post. Ein versiegelter Brief. Ein Schlüssel. Was das wohl alles zu bedeuten hatte?


Ich muss gestehen, dass die Autorin sich wahnsinnig viel Mühe gegeben hat! Das hat mich direkt begeistert. Der Brief klang spannend, der Klappentext vom Buch sowieso. Dann sollte man sich für das bevorstehende Abenteuer noch einen Begleiter raussuchen. Meiner ist der Greif. Ein besseres magisches Geschöpf kann ich mir im Nachgang auch gar nicht vorstellen. 🙂

Gemeinsam mit Ella und Rika habe ich mich in die Geschichte gestürzt.
Die ersten Seiten und Kapitel haben mich total gefesselt. Es war unfassbar spannend, der Aufbau der Charaktere war mysteriös und und aufschlussreich zugleich. Vor allem das zweite Kapitel hatte es uns echt „angetan“. Wir haben uns mega gegruselt … 😀

Trotzdem muss ich sagen, dass mir einer direkt zu Beginn sauer aufgeschlagen ist: Erik. Der Typ. Echt. Fuuuuuuuuurchtbar! Das Problem mit ihm ist, dass es nicht besser wurde. Eher schlimmer. Das hat es teilweise richtig anstrengend gemacht, weil er mir unglaublich auf den Keks gegangen ist. Leider. Es war ein einziges hin und her. Und das machte ihn Seite um Seite einfach unsympathischer.

Zu meiner großen Enttäuschung blieb es jedoch nicht bei diesem einen negativen Ereignis. So gut und fesselnd wie das Buch anfing, so rapide nahm dies auch wieder ab. Ich bin ein Fan von kurzen, knackigen Kapiteln. Selbstverständlich ist das Geschmackssache. Auf jeden Fall wurden die Kapitel immer länger, die Grundhandlung wiederholte sich, Erik nervte und die Spannung riss ab. Selbstverständlich wollte ich trotz allem unbedingt wissen, wie es weiterging und was Protagonistin Charlie für eine Bestimmung hat.

Es gab so einige Momente, da wusste ich wirklich nicht, was ich von der ganzen Sache halten sollte. Charlie hat keine Ahnung, was auf sie zukommt, geschweige denn, warum das alles passiert. Dass Erik keine Hilfe ist, das könnt ihr euch bestimmt schon vorstellen, nachdem ihr meine Meinung über ihn schon gelesen habt. Ich bin mir nicht sicher, ob sie sich einfach zu leicht hat abspeisen lassen von ihm oder ob ich vielleicht genauso gehandelt hätte. Doch ich habe einfach das Gefühl gehabt, dass die Geheimniskrämerei von Kapitel zu Kapitel größer und mehr wurde. Und das macht irgendwann keinen Spaß mehr.

Von wem ich ein gaaaanz ganz großer Fan bin: Katrei. Der Greif. Nicht nur, weil der Greif mein Begleiter ist, sondern weil sie einfach richtig klasse ist. Klar, dieses magische Geschöpf redet nicht und kommuniziert sonst auch eigentlich gar nicht … aber ich mag sie.

Alles in allem bin ich trotzdem der Meinung, dass man eins auf keinen Fall aus den Augen verlieren darf: Es ist ein Debütroman. Ich bewundere einfach jede Autorin und jeden Autor, die diesen Schritt gewagt haben.

Fazit

Der Beginn des Romans war wirklich der Hammer! Spannend, etwas völlig anderes, einfach nur genial. Zu meinem Bedauern wurden dann die Kapitel länger – zu lang für meinen Geschmack –, die Spannung flaute ab … Ich fand es wirklich super schade, dass das Niveau vom Beginn nicht gehalten werden konnte, denn dann wäre das Buch der absolute Kracher geworden. Da bin ich mir sicher.

Leider ist das Buch nur ein Zwischending.


Infos zum Buch:

Titel: Das steinerne Schloss

Autor: Anna Weydt

Seiten: 322

ISBN:

Verlag: books2read (Harper Collins)

Erstausgabe: 15. September 2018


„Eine Geschichte, die unglaublich vielversprechend begann, der am Ende aber leider die Luft ausging. Situationen wiederholten sich und Erik bescherte mir mit seinem ständigen Verschwinden eher Frust, als Spannung und das trotz seines coolen Auftretens zu Beginn.“ – Ella Woodwater

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