[Blogtour] Irgendwann, vielleicht für immer von Michelle Schrenk | Der falsche Zeitpunkt ist einfach nicht richtig | Werbung

[Werbung]

Seit Tagen schon schiebe ich diesen Post vor mir her. Das erinnert mich übrigens ein klitzekleines bisschen an meine Hausarbeiten in der Uni. Die wurden meist auch kurz vor knapp geschrieben. So wie nun diese Zeilen …

Letzte Woche habe ich Irgendwann, vielleicht für immer von Michelle Schrenk gelesen. Eine wunderschöne Geschichte über zwei Menschen, die sich zum falschen Zeitpunkt begegnen. Alles scheint perfekt, doch der Moment ist es nicht.
Aber … gibt es überhaupt einen falschen Zeitpunkt?
Bevor ich loslege, zeig ich euch noch rasch den Klappentext von diesem berührenden Buch. 😉

Egal, was morgen ist, dieses Wochenende hatten wir
unser kleines „Für immer“ … 

Zwei Menschen, zwei Herzen, zweiundsiebzig Stunden,
zwei unterschiedliche Leben und eine Entscheidung. 

Bevor Elena auf Jannis traf, hätte sie niemals geglaubt, dass sich ihr Leben
dadurch in zwei winzigen Sekunden für immer verändern würde.
Zusammen erleben die beiden innerhalb von zweiundsiebzig Stunden
das absolute Gefühlschaos: Leidenschaft, tiefe Gefühle und Dramatik.
Das kann kein Zufall sein – oder doch? Aber was bleibt, wenn die Zeit
vorbei ist und man weiß, dass die Liebe, die man gerade fühlt,
keine Chance hat …
Eine berührende Geschichte über Zufälle, die keine sind.
Über Veränderungen im Leben und die Liebe, die keine Grenzen
kennt – nicht mal die Zeit.


Zurück zum falschen Zeitpunkt.
Ich vermute, dass ich an Zufälle geglaubt habe, als ich noch jünger war. Im Laufe der Zeit wurde mir jedoch beigebracht, dass alles einen guten Grund hat – auch wenn man diesen erst sehr spät oder sogar nie versteht. Glaubt mir, ich habe deswegen schon bittere Tränen vergossen. Stellen wir uns folgende Situation vor (nicht, dass das jemals passiert wäre :P): Ich stecke so ziemlich am Ende der Pubertät, die Hormone spielen irgendwie noch ein bisschen verrückt, ich will unbedingt etwas haben/machen und es klappt nicht. Und ich habe nicht die leiseste Ahnung warum. Ich bin wütend. Ich bin enttäuscht. Und dann kommt ein: „Alles hat seinen Grund.“ Tja. Die Explosion könnt ihr euch sicher vorstellen. Und das nicht nur einmal. Und nicht nur am Ende der Pubertät. Sondern auch davor. Und danach. Sogar heute noch. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es mittlerweile (hoffentlich) verstanden habe.

Manchmal widerfahren uns Dinge, die uns völlig aus der Bahn werfen. Eine Beziehung geht zu Bruch, eine Freundschaft endet, man verliert den Job oder bekommt eine Absage auf die heißbegehrte Stellenanzeige. Vor lauter Emotionen sieht man erstmal gar nichts. Von wegen „kühlen Kopf bewahren“. Das schaffen – vermute ich mal – die wenigsten. Ich auf jeden Fall nicht. Ich stehe dann jedes Mal vor meinem persönlichen Weltuntergang und denke, dass nichts nie mehr wieder gut sein wird. Ihr seht, an mir ist die absolute Drama-Queen verloren gegangen.
Wenn der erste Schock, der Schreck, die Wut und die Trauer wieder ein bisschen Licht ins Dunkel lassen, kann man anfangen mit – und an – der Situation zu arbeiten. Veränderungen stehen an. Man muss sich (völlig) neu orientieren – je nachdem was man gerade durchmacht. Und das kann dauern. Ob Stunden (das wage ich an dieser Stelle mal zu bezweifeln), Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre. Kommt immer darauf an, ob man sich querstellt oder nicht. Weglaufen bringt rein gar nichts. Egal welches Thema einen „verfolgt“, es holt einen immer ein. Immer!

Es gibt jedoch, meiner Meinung nach, keinen falschen Zeitpunkt. Jede Situation, die uns begegnet, ist dazu da, dass wir daraus etwas lernen. Je mehr ich das akzeptiert hatte, desto schneller kam mir so manches Mal die Erkenntnis, warum X oder Y passiert war.
Doch auch nach so langer Zeit, habe ich trotzdem noch Momente, in denen ich wütend bin und nicht verstehe, warum gewisser Müll gerade mir passieren muss. Obwohl ich es doch so sehr wollte.

Vor einiger Zeit habe ich viele Wochen und Monate um etwas gekämpft, das mir unfassbar wichtig war. Mir sehr am Herzen lag. Manchmal ging es einen Schritt vorwärts und plötzlich wieder drei Schritte zurück. Doch ich gab nicht auf. Irgendwann ging es in einem großen Satz vorwärts, nur um mich Wochen später wieder kilometerweit zurückzukatapultieren. Monatelang ging das so. Bis ich aufgab. Ich war am Ende meiner Kräfte, sah den Sinn nicht mehr, wollte einfach nur weg. Und – selbstverständlich – habe ich nicht verstanden, warum ich das, was ich doch so sehr wollte, nicht bekommen habe. Es ging hier nicht um einen Schokoriegel an der Ladenkasse – also um eine Laune –, sondern um die ganze Schokoladenfabrik! Und dennoch sollte es nicht sein.

In der Zwischenzeit weiß ich, warum es nicht sein sollte: weil Veränderungen nötig waren. Weil Zeit ins Land ziehen musste. Man könnte jetzt sagen, dass der Zeitpunkt falsch war. Doch, falsch klingt einfach nicht richtig. 😉 Der Zeitpunkt war perfekt, denn er hat mir gezeigt, dass ich noch nicht da bin, wo ich hin sollte. Dass ich noch nicht angekommen bin, um das, was ich so sehr wollte, auch zu schätzen wüsste.
Außerdem bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, dass es nicht sein sollte, da ich meine persönlichen Erwartungen an die Schokoladenfabrik hatte. Doch nichts und niemand ist dafür da, meine Erwartungen zu erfüllen. Dafür bin ich schon selbst verantwortlich … 😉

Glaube ich also an Schicksal? Ja, das tue ich definitiv. Und ihr?


Dieser Post ist in Kooperation mit der Agentur MainWunder entstanden. Lediglich das Thema ist vorgegeben worden, der Inhalt ist ausschließlich meiner.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.