[Rezension] Irgendwann, vielleicht für immer von Michelle Schrenk

Egal, was morgen ist, dieses Wochenende hatten wir unser kleines „Für immer“ …
Zwei Menschen, zwei Herzen, zweiundsiebzig Stunden, zwei unterschiedliche Leben und eine Entscheidung.

Bevor Elena auf Jannis traf, hätte sie niemals geglaubt, dass sich ihr Lebendadurch in zwei winzigen Sekunden für immer verändern würde. Zusammen erleben die beiden innerhalb von zweiundsiebzig Stundendas absolute Gefühlschaos: Leidenschaft, tiefe Gefühle und Dramatik. Das kann kein Zufall sein – oder doch? Aber was bleibt, wenn die Zeitvorbei ist und man weiß, dass die Liebe, die man gerade fühlt, keine Chance hat …Eine berührende Geschichte über Zufälle, die keine sind. Über Veränderungen im Leben und die Liebe, die keine Grenzen kennt – nicht mal die Zeit.


Vorneweg: Es handelt sich hierbei um ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an die Agentur MainWunder für die Bereitstellung.


Einfach nur raus! Das haben vermutlich die meisten von uns schon mindestens einmal gedacht. Ich nehme mich dabei gar nicht erst raus. Es gibt Zeiten, da denkt man so etwas öfter, manchmal nicht ganz so oft. Doch die wenigsten werden diesen Gedanken einfach mal eben so in die Tat umsetzen, oder? Ich zumindest nicht …

Protagonistin Elena jedoch packt ihre Sachen und fährt zu ihrer besten Freundin Sandra. Einfach so. Oder? Eigentlich steht sie kurz vor einer wichtigen Abgabe – der ihres nächsten Buches. Doch statt zu schreiben, ignoriert sie die Anrufe ihres Agenten und nimmt sich eine Auszeit. Schreiben kann sie eh nicht. Die Ideen wollen einfach nicht sprudeln.259a06aa-2711-4a62-99a6-d74f93e57465

Elena und Sandra haben sich seit Jahren nicht gesehen und endlich schafft es Elena zu Besuch zu kommen. Direkt am ersten Abend gehen die beiden in einen Club, um ein wenig zu feiern. Dort begegnet unsere Protagonistin Jannis. Es funkt, es knistert und plötzlich geht alles wahnsinnig schnell. Nicht, dass ich das schlecht finde. Auf keinen Fall. Soll ja vorkommen – Liebe auf den ersten Blick und so. 😉
Ich muss zugeben, dass ich kurzzeitig ein wenig irritiert war. Elena fährt nach Österreich, um ihre beste Freundin endlich mal wieder zu sehen … und dann lernt sie diesen Typ kennen, den sie definitiv wiedersehen will. Da muss ich sagen, Hut ab, dass ihre beste Freundin da so viel Verständnis dafür hat und dass sie selbst wirklich einfach genau das tut, worauf sie wirklich Lust hat.
Nach diesem kurzen Moment der Verwirrung habe ich mich allerdings schnell wieder gefangen – oder ich wurde gefangen, von der Geschichte.

Michelle Schrenk hat eine wunderbare Art zu schreiben. Außerdem erzählt sie nicht nur eine schöne Liebesgeschichte, sondern sie spricht auch ein sehr wichtiges – und topaktuelles Thema an: Zeit. Geht es uns nicht oft genug so, dass wir nicht genug Zeit haben? Uns nicht genug Zeit nehmen? Gerade für die Dinge, die uns eigentlich so wichtig sind? Vor allem in den letzten Wochen habe ich selbst gemerkt, dass ich mich mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftige, kaum aber noch mit dem, was mir wirklich am Herzen liegt. Und ständig sage ich zu mir selbst: „Ich habe keine Zeit“. Doch. Die habe ich. Ich verschwende sie jedoch viel zu sehr mit anderen Sachen …

Keine Zeit. Wir haben nie Zeit. Oder wir nutzen sie einfach nicht.

Pos. 132

Und genau darum geht es eben in dieser Geschichte – die Zeit, die einem zur Verfügung steht, zu nutzen. Diese Botschaft ist in einer wirklich emotionalen und rasanten Lovestory verpackt, die mich sehr berührt hat.

Auch wenn die Geschichte an sich recht kurz ist (das Buch hat gerade mal 228 Seiten), hatten die Charaktere dennoch eine gewisse Tiefe und hauptsächlich Elena – um die es ja letztendlich geht – auch eine Entwicklung vorzuweisen. Eigentlich lebt sie ihren Traum und ist Autorin geworden – und doch wächst ihr alles über den Kopf. Aber braucht sie nur deswegen eine Auszeit vom eigenen Leben oder steckt mehr dahinter? Wenn eine Geschichte zu perfekt klingt, werde ich meist recht schnell skeptisch und fange im Kopf an, verschiedene Theorien zu basteln. Dieser Plottwist jedoch befand sich nicht unter meinen Hypothesen. 😉

Fazit

Eine kurze, sehr emotionale – und vielleicht auch zum Nachdenken anregende – Geschichte über zwei Menschen, die das Schicksal zusammenführt. Michelle Schrenk hat es geschafft, mich über die gesamte Story hin an mein Kindle zu fesseln, so dass ich die Seiten beinahe inhaliert habe. Ein wundervolles, sehr berührendes Buch!

Hallo, Herzensbuch! ❤


Infos zum Buch:

Titel: Irgendwann, vielleicht für immer
Autor: Michelle Schrenk
Seiten: 228
ISBN: 978-1-729-33950-3
Verlag: Canim
Erstausgabe: 27. Oktober 2018


Mit anderen Worten

„Sehr gut ausgearbeitete, vorstellbare Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als gefühlvoll, emotional, spannend und zum Ende hin richtig berührend empfunden habe, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.“ – Manjas Buchregal

„Michelle Schrenk hat mich mit Elenas und Jannis Story rundum begeistert. Schweben lassen und ertrinken lassen, in der Fülle der Emotionen.“ – Magische Momente

3 Kommentare zu „[Rezension] Irgendwann, vielleicht für immer von Michelle Schrenk

  1. Hallo Wiebi,

    du hast irgendwie ein Talent dafür Rezis zu schreiben, die mich neugierig machen. Ist mal wieder nicht unbedingt ein Buch was ich normalerweise lesen würde, aber nun ist es auf der Wunschliste.

    So, Kompliment beendet. 😉 Danke für die Rezi.

    LG

    Torsten

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