[Rezension] Windborn – Erbin von Asche und Sturm von Jennifer Alice Jager

Vorweg: Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Auf Windborn von Jennifer Alice Jager habe ich mich schon seit der Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr gefreut. Ich finde magische Kräfte total spannend und auch das Setting klang richtig cool – sogar ein bisschen futuristisch.
In die Geschichte reinzukommen war gar nicht schwer, der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen und macht es einem leicht, sich alles bildlich vorzustellen.

Wasser. Etwas das in unseren Breitengraden mehr oder weniger selbstverständlich ist, wird auf der Erde in Zeiten von Skar und Elementarkräften verzweifelt gesucht. Eine rare Kost. Ashara ist die letzte Wolkenstürmerin ihrer Sippe. Sie nutzt ihre Kräfte, um Oasen zu finden und somit für ein paar weitere Tage das Überleben der ihren in der Wüste zu sichern. Kein leichtes Leben wenn man bedenkt, dass sie eigentlich erst siebzehn ist.

Die Autorin macht den Leser kurz mit der Wüste und Asharas Leuten bekannt, um dann alles über den Haufen zu werfen. Die Nomaden werden von Häschern – Anhängern der Skar – angegriffen und unsere Protagonistin flieht in die Berge, um die Häscher abzulenken und so ihre Leute zu retten. Allerdings ist der Herr der Berge, Kiyan, nicht ganz so begeistert über den Neuankömmling und gehen lassen wird er sie schon gleich zweimal nicht.

Egal wie viel Macht mir meine Gabe auch verlieh, ich fühlte mich umzingelt und hilflos. Als hätte ich mit dem Verlust meiner Freiheit und der Einsamkeit der Wüste auch einen Teil meiner Stärke verloren.

S.54

Ich liebe die Magie. Ich fand es total spannend, wie die einzelnen Elementarkräfte gegeneinander eingesetzt werden oder wie sie auch zusammen wirken können.
Was mich direkt zur Protagonistin selbst bringt. Als sie auf Kiyan trifft und sieht, wozu er imstande ist, gibt sie zu, dass sie ihre Kräfte nicht so gut beherrscht wie er. Allerdings habe ich auch keinen wirklichen Fortschritt im Laufe der Geschichte bemerkt. Jedes Mal, wenn sie jemanden angreift oder angegriffen wird, läuft der Kampf am Ende darauf hinaus, dass sie am Boden liegt und verloren hat. Das war in gewisser Weise ein wenig nervig. Es wäre wirklich mal cool gewesen, wenn sie auch das ein oder andere Mal einen Triumph gehabt hätte.

Kiyan hat es mir total angetan, ich mochte ihn von Anfang an. In dieser Geschichte hat jeder sein Päckchen zu tragen und genau wie Ashara versucht Kiyan, seine Leute zu retten. Auch wenn er anfangs unnahbar wirkt, hat dieser Charakter unglaubliche Tiefe und überrascht ein ums andere Mal.

Sand in deinen Adern. Wasser in deinen Gedanken.

S.87

Doch nicht nur die beiden Protagonisten sind klasse, sondern auch die Nebencharaktere und die Bösewichte der Story. Sie waren richtig lebendig gestaltet und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Geschichte mit ihnen zu durchleben. Wer mir allerdings ziemlich auf den Keks gegangen ist, war Tuan, ein Kämpfer aus Asharas Sippe. So ein aufgeplusteter, arroganter Schnösel. Wüstenschnösel. Puh. Ich konnte ihn wirklich nicht ausstehen.

Wie schon erwähnt fand ich das Setting auch richtig toll. Stellt euch vor, die Erde wäre so gut wie nur noch Wüste. Es gäbe kaum noch Wasser. So abwegig ist das gar nicht, oder? Man entdeckt einige total spannende Dinge im Laufe der Geschichte, die ich ziemlich genial fand und euch gar nicht weiter erläutern möchte, ihr sollt das ja selbst herausfinden. 🙂

Fazit

Abgesehen davon, dass mir Asharas Kampfabläufe ein wenig gegen den Strich gegangen sind, fand ich das Buch wahnsinnig toll. Eine spannende Geschichte in die man aufgrund des wundervollen Schreibstils der Autorin perfekt eintauchen kann. Die wüstenbedeckte Erde ist ein geniales Setting, das so manche Überraschung parat hält. Gepaart mit den Elementarkräften und tollen Charakteren erhält man eine fesselnde Story, die den ein oder anderen Plottwist platzen lässt.


Darum geht’s:

Als die Skar kamen, nahmen sie den Menschen alles. Seither ist die Erde von Sand bedeckt und Wasser schwer zu finden. Ashara, Wolkenstürmerin und somit Gebieterin über den Wind, kämpft jeden Tag ums Überleben. Auf der Flucht vor den Skar, die es auf Elementwandler wie sie abgesehen haben, läuft Ashara dem unnahbaren Kiyan in die Arme. Trotz anfänglichen Misstrauens kommen sich die beiden näher und Ashara erkennt, dass Kiyan der Retter der Menschheit sein könnte. Denn die Tyrannen haben einen Fehler begangen. Einen Fehler, durch den sie sich ihren größten Feind selbst schufen. Als Kiyan in die Fänge der Skar gerät, muss Ashara handeln. Ist sie bereit, die zerstörerische Kraft des Sturms in sich zu entfesseln, um Kiyan zu befreien und die Skar zu besiegen?


Infos zum Buch:

Titel: Windborn – Erbin von Asche und Sturm
Autor: Jennifer Alice Jager
Seiten: 376
ISBN: 978-3-401-80823-9
Verlag: Arena
Erstausgabe: 4. März 2019


Mit anderen Worten

Folgt

9 Kommentare zu „[Rezension] Windborn – Erbin von Asche und Sturm von Jennifer Alice Jager

  1. Hey ^^
    Okay, deine Rezension hat einen positiven Effekt auf meine Unentschlossenheit gehabt, auch wenn mich Asharas Kämpfe, so wie du sie beschreibst, wahrscheinlich auch ziemlich frustrieren würden. Dass es ein Einzelband ist, spricht ebenfalls dafür. Was mich allerdings noch interessieren würde … im Klappenext steht „Trotz anfänglichen Misstrauens kommen sich die beiden näher“, darüber hast du kein Wort verloren, weil …?

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu!

      Nun ja … das fiel meiner Meinung nach unter „Ich will auf keinen Fall zu viel erzählen.“ Und daher, dass es im Klappentext schon raus ist, dass da eine Story ist. Hab ich doch zu wenig erzählt? 😀

      Gefällt mir

      1. Definitv! Du müsstest doch wissen, dass man sich auf Klappentexte kaum verlassen kann, daher sind die Ansichten einer Person, die das Buch bereits gelesen hat, von größtem Wert, um zu wissen, was genau zutrifft ;P
        Also? Es ist schließlich auch ein Teil der Geschichte und somit kommentierbar, oder?

        Gefällt 1 Person

  2. Hallo Wiebi,

    die Storyline und das Setting klingen wirklich gut. Klar sind gewisse Aspekte nicht neu, aber es ist immer eine andere Umsetzung. Ich glaube, dass mir die Geschichte echt gefallen würde.

    Viele Grüße

    Gefällt 1 Person

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