Shakespeare & Atticus, Poesie – eine wiederentdeckte Liebe

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Bei diesem Post handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit Viking. Es wurden keine inhaltlichen Vorgaben gemacht.

Es gab eine Zeit, da habe ich Poesie geliebt.
Während meines Abiturs. Während des Studiums.

Es gab eine Zeit, da habe ich Poesie gehasst.
Während meines Abiturs. Während des Studiums.

Die Poesie und ich

Und dann verschwand sie komplett aus meinem Leben. Ich veränderte mich. Verbannte sie. Wollte sie nicht an mich ran lassen.

Und dann kam Julia. Mit ihrem Book Slam über das Bloggen fing es auf der Leiziger Buchmesse wieder an.

Und dann kam Atticus. Bestimmt fünf Mal bin ich an ihm vorbeigelaufen. Jedes Mal mit diesem einen Gedanken: „Poesie ist nichts mehr für mich“.

Und wie Poesie etwas für mich ist. Denn … ich habe mich verliebt. In die Poesie. In die Gedichte der Menschen. In die Geschichte, die in diesen Worten steckt. Es ist erstaunlich, wie so wenig Worte einen so tief berühren können. Letztendlich waren es sechs Worte, die mich dermaßen mitgerissen haben, dass ich es immer noch nicht glauben kann.

Love her, but leave her wild.

Atticus

Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mich dieser Satz berührt. Und so begann meine Liebe zur Poesie wieder aufzublühen.


Welttag der Poesie

Am 23. März war der Welttag der Poesie. Wusstet ihr das? Ich nicht. Und dann kam diese eine Mail. Jetzt kenne ich das Datum und werde es vermutlich so schnell nicht mehr vergessen.

Kurz vor der Buchmesse habe ich ein wundervolles Paket von Viking bekommen. Filzstifte, Papier, Tee und – mein absolutes Highlight – eine Schreibfeder mit mehreren Aufsätzen.
„Viele professionelle Schriftsteller schwören immer noch auf Stift und Papier“, schreibt das Team von Viking auf deren Blog. Ich bin zwar keine professionelle Schriftstellerin, jedoch zähle ich selbst im digitalen Zeitalter zu den Menschen, die erst zum Füller oder Kugelschreiber greifen und dann beginnen zu tippseln. Dafür ernte ich zwar immer wieder skeptische Blicke, aber ich bin eben ein Kind von Stift und Papier. ❤

Ich muss gestehen, in meinem Kopf bin ich zwar wahnsinnig kreativ und habe die tollsten Vorstellungen, wie etwas werden könnte, allerdings möchte meine Hand dann nicht so wie mein Kopf. 😛
Kennt ihr vielleicht? Ich wünsche es euch nicht. 😀

Der Plan war, ein Gedicht auszusuchen und dieses mit Hilfe der tollen Sachen von Viking in Szene zu setzen. Nun, all meine bisherigen Versuche sind gnadenlos gescheitert und bevor ich das schöne Papier verschandel, werde ich noch ein wenig weiterüben. Aber ich gebe nicht auf.

Was ich euch allerdings sagen kann, ist, dass es diese sechs Worte von Atticus sein werden, die am Ende meine Wand zieren. Und meine Haut.


Welttag des Buches

Wenn ich etwas kenne, dann ist es das Datum des Welttag des Buches. 23. April. Der Todestag von Shakespeare und Cervantes. Auch wenn sich hier die Geister streiten, da Spanien und England zu dem Zeitpunkt nicht den gleichen Kalender genutzt haben. Heute ist zwar nicht der 23. April, sondern der 26., doch ist auch dieser relevant – es ist Shakespeares Tag der Taufe. Der Geburtstag ist nicht überliefert.

In der Schule war ich zu Beginn begeistert von ihm. Um relativ schnell todesgenervt zu sein. Wie konnte man nur so geschwollen daher reden? Maria Stuart hat mich zur Verzweiflung gebracht. Und dennoch ist es mir derart im Gedächtnis geblieben, dass ich nicht leugnen kann, dass Shakespeare etwas in mir geweckt hat. Und ja, ich weiß, dass es ein Theaterspiel ist und keine Poesie. Und um ehrlich zu sein … ich kenne keines seiner Gedichte. Aber das tut nichts zur Sache, finde ich. Ich persönlich verbinde Poesie mit Liebe. Und Shakespeare – durch Romeo und Julia – auch.

Der Zauber der Poesie besteht darin, dass er gefunden wird, wenn er dringend gebraucht wird.

Atticus: Love. Her. Wild, S. 187

Was verbindet ihr mit Poesie? Habt ihr ein Lieblingsgedicht? Oder habt ihr einfach gar nichts mit Poesie am Hut?

10 Kommentare zu „Shakespeare & Atticus, Poesie – eine wiederentdeckte Liebe

  1. Huhu 🙂
    ich finde diesen Beitrag irgendwie wunderschön. Ich habe immer wieder Phasen, in denen ich sehr gerne Poesie lese und mich damit auseinandersetze, aber es sind eben immer Phasen. Trotzdem komme ich in ihnen jedes Mal zu William Wordsworth und John Keats zurück. Ich liebe die Gedichte von beiden. Wobei ich neben Wordworth auch die anderen Lake Poets sehr gerne mag. Mit moderner Poesie kann ich nicht immer etwas anfangen, aber sie berührt mich manchmal auf eine ganz andere Art und Weise als die der vergangenen Jahrhunderte ♥
    Liebe Grüße
    Kat

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    1. Hi!
      Danke! ❤ Das bedeutet mir sehr viel.
      Ich habe schon lange keine "alten" Poeten mehr zur Hand genommen. Vermutlich seit dem Abi nicht mehr. Vielleicht sollte ich das nachholen. Ich hatte damals einen wirklich wundervollen Dozenten, der uns unglaublich viel Poesie gezeigt hat und uns viel darüber beigebracht hat.
      Im Studium habe ich die Gedichte einer spanischen Poetin gelesen – und geliebt.

      Liebste Grüße
      Wiebi

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  2. Es stimmt, die Gedichtinterpretationem in der Schule waren immer furchtbar, und Shakespeare finde ich nach wie vor überbewertet, aber Gedichte habe ich immer gerne gelesen, früher auch hin und wieder geschrieben. Vor Kurzem bin ich über eines von Edgar Ellen Poe gestoßen, dessentwegen ich mir jetzt unbedingt sein restliches Werk ansehen muss, so gut hat es mir gefallen ^^
    Und ich gebe zu, anfangs hat es ziemlich genervt, auf Buchblogs überall auf Atticus zu stoßen, je mehr ich allerdings über seine Poesie lese, desto reizvoller erscheint sie mir …

    Gefällt 1 Person

    1. Huhu!

      Poe haben wir auch in der Schule gehabt und irgendwie mochte ich ihn ganz und gar nicht. Shakespeare hingegen schon, doch nicht wegen seiner Poesie sondern eher wegen seiner Theaterstücke.
      Zwei oder drei Gedichtchen habe ich damals auch geschrieben, mich würde mal interessieren, wo ich die hingepackt habe. Wäre bestimmt mal interessant die nochmal zu lesen.
      Ich mochte den Band von Atticus wirklich sehr und folge ihm auch unfassbar gerne auf Instagram und Twitter.

      Liebste Grüße
      Wiebi

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  3. Hallo!
    Ich mochte Poesie früher sehr gerne. Mittlerweile nehme ich mir leider nur mehr sehr selten Zeit dafür. Denn normalerweise sind die Texte ja doch etwas schwerer geschrieben und man sollte intensiver darüber nachdenken. Poesie ist nichts, das man einfach so „wegliest“.
    Bezüglich der Kreativität geht es mir leider ganz ähnlich. Bei schönen Stiften und Co entstehen relativ rasch wunderschöne Bilder in meinem Kopf. Diese dann aufs Papier zu bringen gelingt mir nicht mal ansatzweise. Auch bei Geschichten geht es mir ähnlich. Ich habe zig Bestseller im Kopf 😀 Doch spätestens nach 1-2 Seiten ist es vorbei und die Gedanken und großartigen Geschichten bleiben in meinem Kopf stecken.

    Liebe Grüße
    Sabrina
    #litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Sabrina!

      Du hast recht, das liest man nicht einfach mal so nebenbei. Da muss man sich schon drauf einlassen und dazu muss man irgendwie den Kopf frei haben. Obwohl es auch Gedichte gibt, die mich völlig unvorbereitet und im totalen Stress erwischt haben und mich dann emotional aufgewühlt zurückgelassen haben.
      Oh ja, das mit den Geschichten kenne ich. Ich habe auch die ein oder andere Geschichte in meinem Kopf, aber da bleiben die auch irgendwie. Auf dem Papier entstehen immer zwei Seiten und dann weiß ich nicht weiter.

      Liebste Grüße
      Wiebi

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  4. Ich habe den Bezug zur Poesie in den letzten Jahren verloren. Hin und wieder kommt es zwar auch durch, aber ich hab seit einiger Zeit eher ein Faible für Zitate aus Musiktiteln.

    Das Paket von Viking habe ich auch erhalten und vor allem der Federhalter ist einfach klasse, ich liebe das Set 🙂

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  5. Hallo 🙂

    Zunächst einmal: Was für ein wunderschöner Blogpost! Nicht nur, dass Du einfach zauberhafte Bilder zeigst (ich bin ja fast ein klein wenig neidisch auf die Schreibfeder ^^), nein, die neuentfachte Liebe zur Poesie kommt auch aus den Worten rüber. Danke dafür!

    Ich selbst habe immer wieder mal Lyrikphasen, in denen ich alte und neue Dichter*innen entdecke und ihre Worte erkunde. Aktuell hat es mir moderne Dichtkunst angetan und ich sitze an ein paar Rezensionen dazu – wobei ich aber merke, dass mir durchaus ml die Worte für diese besonderen Worte in den Texten fehlen… wenn Du also einen Tipp hast, immer her damit 😉

    Früher habe ich auch selbst Gedichte geschrieben… vielleicht sollte ich damit einfach mal wieder anfangen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls noch viele weitere wunderbare Gedichtentdeckungen und auf dass Deine Poesieliebe nie weder einschläft!

    Liebe Grüße
    Sarah

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