[Rezension] H.O.M.E. – Die Mission von Eva Siegmund

Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbj Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Ich war schon fast froh, dass ich den ersten Band erst so spät gekauft hatte, so musste ich nicht so lange auf die Fortsetzung – und zeitgleich das Finale – warten. 😀
Gar keine so schlechte Idee, oder?
Schon der erste Teil von H.O.M.E. von Eva Siegmund hat mich absolut vom Hocker gerissen. Die Autorin baut quasi von der ersten Seite an Spannung auf und hält diese das gesamte Buch über. Ein Plottwist löst den nächsten ab und keinen davon habe ich kommen sehen. Zwar fehlte mir ein wenig die Tiefe der Nebencharaktere, doch das war nur eine winzige Kleinigkeit.

Dieser Post kann Spoiler zum ersten Band enthalten.

Der zweite Band setzt genau da an, wo der erste aufhört. Zoë ist wieder zurück an der Akademie – doch sie ist nicht allein. Da die Welt, oder zumindest Deutschland, so ziemlich am Ende ist, steht die Mission, auf die unsere Protagonistin ihr Leben lang vorbereitet wurde, kurz bevor. Dass jedoch alles so schnell geschehen würde, hat auch Zoë nicht geahnt.
Durch ihre Führungsposition wird sie in Tatsachen eingeweiht, die den anderen verschlossen bleiben. Was den Kapitän in eine äußerst prekäre Situation bringt. Ich meine, wie geht man mit so viel Wissen um? Was teilt man seinen Freunden mit? Was möchte man ihnen am besten ersparen? Hat man überhaupt ein Recht darauf, anderen Informationen vorzuenthalten, obwohl man nur das beste will?
All diesen Fragen muss sich Zoë ziemlich schnell stellen.

Neben ihrer Perspektive dürfen wir die Geschichte auch immer wieder durch Jonahs Augen erleben. Er führt ein Logbuch, in dem er niederschreibt, was ihm so passiert und durch den Kopf geht. Ich fand es recht erfrischend, eine völlig andere Sichtweise vor die Nase gesetzt zu bekommen. Dadurch gewinnt Jonah auch spürbar an Tiefe, was mir sehr gefallen hat, da er im ersten Teil kaum vorkommt, immer nur von ihm gesprochen wird, man aber als Leser sehr wenig über ihn erfährt.
Außerdem ist es unglaublich interessant mitzuerleben, wie verschieden die beiden ein und dieselben Dinge sehen oder Situationen durchleben. Das regt schon ein wenig zum Nachdenken an.

Wie ihr durch den ersten Band (hoffentlich) schon wisst, bedeutet die Mission, einen anderen Planeten sicher und bewohnbar zu machen. Kaum angekommen entdecken Zoë und ihre Crew allerlei unverhoffte Dinge, die sie nie im Leben erwartet oder erträumt hätten. Spannung pur, sag ich euch. Und wie heißt es immer so schön? Nichts ist wie es scheint.

Der Schreibstil hat mir auch in diesem Buch wieder unglaublich gut gefallen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir im Laufe der Zeit weitere Bücher der Autorin zulegen werde. Es ist beeindruckend, wie Eva Siegmund die Spannungskurve eigentlich schon zu Beginn leicht ansteigen lässt, diese kontinuierlich aufbaut und einen dann einfach nur noch umhaut. Sowas habe ich selten erlebt, sag ich euch!
Doch nicht nur der Spannungsaufbau war toll, auch die Beschreibung des Settings hat mir sehr gut gefallen. Man könnte ja fast behaupten, dass es eine absolute Traumlandschaft ist. Aber nur fast. 😉

Fazit
Ein grandioser Abschluss zweier genialer Bücher! Eva Siegmund hat es auch im Finale geschafft, mich zu begeistern, zu überraschen und vor Spannung zu fesseln. Neben wahnsinnig guten Plottwists, neuen und bekannten Charakteren, darf man sich auf ein atemberaubendes Setting gefasst machen, das es wirklich in sich hat.


Mit anderen Worten

„Ich hätte nicht gedacht, dass das Dilogiefinale seinen Vorgängerband nochmals übertreffen könnte. Das Worldbuilding, das Setting und die Charaktere haben mich wieder sehr begeistert und die große Auflösung am Schluss hat mich komplett aus den Socken gehauen.“ – Pineapples Booknook

„Das Buch regt zum Nachdenken an. Ein unglaublich wichtiges Thema, was in ein großartiges Jugendbuch verpackt wurde.“ Angeltearz liest

„Mich konnte dieser Dilogieabschluss sehr gut unterhalten. Ich liebe das Setting und auch die Figuren und den Schreibstil mochte ich sehr. Nur das Ende und die Dreiecksgeschichte war einfach nicht ganz nach meinem Geschmack. Dennoch kann ich diese Dilogie definitiv empfehlen.“ – Mandys Bücherecke

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