[Rezension] Paradies der Verlorenen von Alexis Snow & Beatrice Jacoby

Vielen Dank an die Netzwerk Agentur Bookmark und den Papierverzierer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Manchmal sind Cover echt Blickfänger. Manchmal sind auch Klappentexte der Hit. Dann gibt es Bücher, bei denen beides richtig klasse ist. Das war für mich bei Paradies der Verlorenen von Alexis Snow und Beatrice Jacoby der Fall.
Und dennoch sind diese beiden Elemente keine Sicherheit für ein tolles Buch. Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Warum? Lest selbst.

 

Eine tolle Grundidee

„Eine Geschichte über Magie, Engel, Liebe, innere Zerrissenheit und eine tiefe Freundschaft“ – so wird das Buch beschrieben. Und ihr wisst vielleicht, dass das genau meine Welt ist. Daher ist die Idee, die hinter Paradies der Verlorenen steckt, wirklich gut. Jedoch die Ausarbeitung selbst hat mir nicht so gefallen. Was allerdings nicht am Schreibstil des Autorinnen Duos steckt. Der ist nämlich wirklich gut.

Paradies der Verlorenen hat zwei Welten zu bieten. Unsere eigene, die in München spielt und den Garten Eden, das Paradies. Doch nicht etwa so, wie wir es aus den Erzählungen der Bibel gewohnt sind. Eden ist dunkel. Und gefährlich. Denn dort lauert etwas, dass das Gleichgewicht der Welt aus den Angeln zu heben droht. Falls euch der Unterschied zwischen dem biblischen Paradies und diesem hier interessiert, könnt ihr hier mehr erfahren.

Gwen ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie studiert, ist ehrenamtlich tätig, wohnt in München, hat Freunde und Bekannte. Und plötzlich passieren komische Dinge. Ihr Schatten spricht zu ihr, macht sich selbstständig und bittet sie um Hilfe. Da wäre ich auch erstmal panisch, keine Frage. Und obwohl sie erstmal alles leugnet, was ihr geschieht und sie nichts damit zu tun haben will, siegt ihr Sinn für Gerechtigkeit – und vielleicht ein wenig ihre Neugier – und sie willigt ein, Aurora, „ihrem Schatten“ zu helfen.

Hilfe! – Ich sehe die Story vor lauter Plottwists nicht mehr

Ich fand die Idee richtig klasse. Zwei Welten, ein Gleichgewicht, das es zu halten gilt – ich war Feuer und Flamme.
Doch je mehr Fragen aufkamen, desto mehr Plottwists erschienen aus dem Nichts. Zwar wurde so alles geklärt, doch es war – für meinen Geschmack – teilweise viel zu weit hergeholt. Versteht mich nicht falsch, ich mag Plottwists wirklich. Vor allem, wenn sie gut geschrieben und durchdacht sind. Doch hier war es mir eindeutig zu viel. Und irgendwann wusste ich auch gar nicht mehr so genau, wie was nun zusammenhängt und was eigentlich Sache ist. Und das ist dann echt schade …

Etwas, das mich auch immer wieder fürchterlich aufgeregt hat, waren die Dialoge zwischen Fyl und Aurora. Sie spricht immer wieder davon, dass sie das Gespräch mit ihm suchen will oder ihn zur Rede stellen muss. Dann steht sie vor ihm, die beiden wechseln nicht einmal drei Wörter und alles ist geklärt. Moment mal! Bitte?! Selbstverständlich bedarf es nicht immer seitenlangen Monologen und endlosen Gesprächen, aber … das war eindeutig zu wenig und mehr als unglaubwürdig. Denn es hat Aurora als Mäuschen dargestellt, was so überhaupt nicht zum Charakterbuilding gepasst hat.
Ansonsten haben mir sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere recht gut gefallen. Bis auf das Konversationsdetail.

Am Ende des Buches gibt es einen recht fiesen Cliffhanger, vermutlich werde ich jedoch nicht weiterlesen, sollte es jemals einen weiteren Teil geben.

Fazit
Trotz einer wahnsinnig tollen Grundidee, bin ich der Meinung, dass die Umsetzung nicht ganz so genial war. Es waren zu viele Plottwists in zu kurzer Zeit, was mir das Gefühl gab, dass jegliche losen Fäden rasch und zackig erklärt werden sollten. Charakter- und Worldbuilding hingegen haben mir sehr gut gefallen und der Schreibstil der beiden Autorinnen ist auch angenehm zu lesen.


Darum geht’s

Gwendolyn liebt ihr Leben mit Freunden, Familie, Ehrenamt und Studium in München genau so, wie es ist. Alles scheint perfekt, bis sich die Schatten um sie herum erheben und ein Eigenleben entwickeln. Eine mysteriöse Stimme, die nicht von dieser Welt zu sein scheint, bittet sie um Hilfe, um die ewige Dunkelheit aus dem Garten Eden zu bannen, die sich ebenfalls nach der Erde ausstreckt.
Um ihre Heimat und alle, die sie liebt, zu retten, muss Gwendolyn auf die Worte der Schatten vertrauen. Doch was, wenn das bedeutet, sich selbst verraten zu müssen? Ist sie dieser Aufgabe gewachsen, auch wenn sie sich dafür selbst aufgeben muss?


Infos zum Buch:

Titel: Paradies der Verlorenen
Autor: Alexis Snow & Beatrice Jacoby
Seiten: 279
ISBN:
Verlag: Papierverzierer
Erstausgabe: 29. März 2019


Mit anderen Worten

„Mit “Paradies der Verlorenen” haben Alexis Snow und Beatrice Jakoby einen Einstieg in eine vielversprechende Welt geschaffen, der in meinen Augen zwar ein wenig an Potenzial verschenkt hat, aber definitiv Lust auf mehr macht. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich auf ein Wiedersehen mit Gwendolyn und all den anderen.“ – Sunny’s Bücherschloss

Ein Kommentar zu „[Rezension] Paradies der Verlorenen von Alexis Snow & Beatrice Jacoby

  1. Hallo,
    Also ich hatte das Buch bis jetzt gar nicht auf dem Schirm, aber deine Rezension hat es mir dann doch nicht schmackhaft gemacht. Es hört sich ja toll an, aber wenn der Rest einfach nicht passt…
    Es gibt leider immer wieder solche Bücher, aber trotzdem hast du eine tolle Rezension geschrieben!
    Liebe Grüße,
    Jessi

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