[Buchvorstellung] Proud to be me

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Bist du stolz darauf du zu sein? Ohne eine einzige Einschränkung?

2005. Der Beginn.

Alles begann mit einem Gutschein für eine Sprachreise, den ich von meinem Dad bekam. Ich war in der 8. Klasse und überlegt fieberhaft, wo meine Reise hingehen könnte.
Englisch hatte ich seit der 3. Klasse, die Sprache wurde in Gedanken direkt aussortiert. Französisch kam in der 7. dazu und der Schüleraustausch lag schon hinter mir – weg damit. Doch im nächsten Schuljahr sollte Spanisch meinen Stundenplan vervollständigen und mit der Sprache war ich noch kein einziges Mal in Berührung gekommen.
Die Entscheidung fiel also ziemlich schnell auf einen Spanischkurs – nach der 9. Klasse.

2006. Die Entscheidung.

Kaum hatte die 9. Klasse begonnen, da war sie auch schon wieder vorbei und ich bewegte mich in unglaublicher Geschwindigkeit auf die Oberstufe und das damit verbundene Abitur zu. Das ging mir schon fast zu schnell. Wieso also nicht noch ein Auslandsjahr zwischen reinlegen? Das war an meiner Schule in der 11. Klasse mehr oder weniger gang und gäbe. Ich wollte unbedingt nach Amerika – warum auch immer. Also besorgte ich mir den nötigen Papierkram, besprach die Sache mit meinen Eltern und gab meiner Mum die fertigen Umschlag bereit zum Abschicken – wenige Tage vor meiner Abreise zum Sprachkurs nach Spanien.

Der Sprachkurs.

Drei Wochen Spanien. Es war eine wahnsinnig tolle Zeit. Wirklich ein Traum. Je mehr Tage ins Land zogen, desto begeisterter war ich – und desto panischer wurde ich. Ich wollte gar nicht mehr nach Amerika! Ich wollte nicht in eine Familie „gestopft“ werden, die ich nicht kannte. Vielleicht würden wir uns nicht verstehen? Spanien war mir plötzlich lieber. Immerhin hatte ich hier schon so viele Menschen kennen und mögen gelernt. Doch mit einer Organisation über eine Austauschorganisation war ich nicht einverstanden. Am Ende schickten sie mich mitten in die Pampa, wo die Menschen im schlimmsten Fall irgendeinen abgefahrenen spanischen Dialekt sprachen. Und auch hier in eine Familie, die ich nicht kannte. Nicht mit mir.
Und so begann das Abenteuer.

Abenteuer: Organisation

Zurück in Deutschland erzählte ich meiner Mum von meinem Vorhaben. Ihre Reaktion? „Mach. Wenn du das willst, dann tu es.“ Und ich tat. Ich setzte alle mir zur Verfügung stehenden Mittel ein und plante mein Auslandsjahr. Ich erzählte einem Mädchen, das ich während der drei Wochen kennengelernt hatte, von meiner Idee, sie sprach mit ihren Eltern, ich mit meinen … Zwischendrin sprachen wir alle mit der Leitung der Sprachschule, an der ich gewesen war, denn mein Spanisch reichte dann doch nicht für alles aus. Und irgendwann, Monate später, stand ich am Flughafen, verabschiedete mich von meiner Familie und flog nach Spanien.

Acht Jahre später …

Am 20. Juli 2015 stand ich heulend am Flughafen in Madrid. Nicht, weil ich dieses wundervolle Land nach meinem Auslandsjahr wieder besuchte. Sondern weil ich es nach acht Jahren wieder verließ.
Aus zehn geplanten Monaten wurden acht ungeplante Jahre. Wundervolle Jahre. Voller Erfahrungen.
Und genau darauf bin ich stolz.


Auf sich stolz sein. Genau das ist die Botschaft, die die Autorin Natalie Elin in ihrem neuen Buch Catching Hope ihren Lesern mitgeben möchte. Was ihr, meiner Meinung nach, auch absolut gelungen ist.
Stolz darauf zu sein, was man erreicht hat. Wie weit man es gebracht hat. Ob mit oder ohne Hilfe. Denn die hat man nicht immer.

Und darum geht’s in Catching Hope – Leighton und Kaleb:

Sie ist eine aufstrebende Journalismusstudentin, die hart für ihren großen Traum arbeitet. Er steht nach einem schweren Unfall im Schatten seines älteren Bruders und will zurück auf den Basketballplatz – eine Sports Romance um zwei ganz unterschiedliche Menschen…
Für Leighton geht es nach einer schwierigen Kindheit endlich bergauf: Sie studiert in Chicago Journalismus und hat noch dazu einen begehrten Aushilfsjob bei der Chicago Tribune ergattert. Welch Ironie des Schicksals, dass sie ausgerechnet in der Sportredaktion landet und das Nachwuchstalent der Windy City Bulls interviewen soll. Ob das gut geht? Schließlich hat Leighton keine Ahnung von Sport und schon gar nicht von Basketball.

Übrigens. Das Buch erscheint schon morgen, am 2. März 2020! 🙂

2 Kommentare zu „[Buchvorstellung] Proud to be me

  1. Das ist eine sehr schöne Botschaft, ohne Zweifel. Aber mich würde ja brennend interessieren, wie aus einem zehnmonatigen Auslandsjahr acht Jahre werden? Vor allem, da du anfangs offenbar noch zu Schule gegangen bist. Wie genau ist das passiert? ^^

    Gefällt 1 Person

    1. 🙂 Danke!

      Das hatte in erster Linie etwas mit meinem sehr unausgeprägten Verständnis für Mathe und Naturwissenschaften zu tun. Ich war immer froh, mit ach und krach ne 3 in den Fächern zu haben – im Abitur schien mir das ein Ding des Unmöglichen. Da spanische Abitur gleicht hier einem Fachabitur, wird aber als normales Abi anerkannt. Und so habe ich mich für ein Sprach-Abitur entschieden. War dann auch gut für den Numerus Clausus fürs Studium. Das hab ich dann direkt noch hintendran gehängt. 🙂

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