[Rezension] Show me the stars von Kira Mohn

Ein Muss für jeden New Adult Liebhaber! Kira Mohn erzählt eine unglaublich gefühlvolle Geschichte über die Suche nach den wichtigen Dingen des Lebens – mitten auf einer einsamen Insel in einem Leuchtturm.


Immer wieder habe ich Show me the stars auf Instagram gesehen, so vielen haben so sehr davon geschwärmt. Und irgendwann kam ich selbst nicht mehr daran vorbei … wie immer eben.

Protagonisten-Liebe

Allein schon durch die Tatsache, dass die Protagonistin Liv Journalistin ist, war sie mir sympathisch. Ich übe meinen gelernten Beruf zwar nur im weitesten Sinne aus, aber ich kann nachvollziehen, was sie beschäftigt. Und die Idee, auf eine einsame Insel auszuwandern, nachdem alles den Bach runter gegangen ist, finde ich gar nicht mal verkehrt. Ich habe damals früher die Reißleine gezogen und bin zurück nach Deutschland. Die Insel war mir dann doch too much. 😀

Liv begibt sich auf die Suche nach sich selbst, nach dem Sinn ihres Lebens und nach ihrer wahren Berufung. Was ich richtig toll finde, ist die Umsetzung der Autorin. Liv stürzt sich nicht in die Arbeit und hängt nur vor ihrem Computer, sondern sie trödelt. „Verplempert“ Zeit. Träumt vor sich hin, geht spazieren und lernt neue Leute kennen. Das ist für mich absolut authentisch und auch ein großer Punkt, warum mir das Buch so unglaublich gut gefallen hat!
Es gibt sicherlich Menschen, die sich nur auf ihre Arbeit konzentrieren würden, doch um zu wissen, was man tun will, sollte man erstmal sich selbst kennenlernen und rausfinden, was man mag und wo die Prioritäten wirklich liegen.

Kjer fand ich von Beginn an sehr interessant. Unnahbar. Düster. Geheimnisvoll. Und doch so sanft und gutmütig. So manches Mal hätte ich ihn sehr gerne an die Wand geklatscht. Doch nur, um ihn drei Seiten später wieder anzuhimmeln. Furchtbar sowas! 😀
Er bleibt seeeeeeehr lange der mysteriöse Mann, der Liv fast schon zu nahe kommt und über den sie dennoch absolut nichts weiß. Zu erleben, wie die beiden sich Stück für Stück näher kommen, war wirklich schön zu lesen.

Wen ich so gar nicht leiden konnte, war Livs Mum. Meine Güte, was für eine ekelhafte Person. Puh. Es kann vermutlich nicht in allen Familien Friede, Freude, Eierkuchen sein, oder?
Dafür mochte ich die restlichen Charaktere fast allesamt. Besonders Airin ist mir ans Herz gewachsen. Wie gut, dass sie ein eigenes Buch bekommen hat! ❤

Die wirklich wichtigen Dinge

Was mir im Laufe des Buches – und vor allem nach Beenden – aufgefallen ist: Man erfährt alles und nichts über die Protagonisten. Durch die Gespräche zwischen Liv und Kjer lernt man die beiden näher kennen, erfährt ein wenig über ihre Ängste und Wünsche, doch so tief wie man es aus anderen Büchern gewohnt ist, mit der kompletten Kindheitsgeschichte und Traumata und so weiter und so fort … das ist hier nicht gegeben. Und das ist keinen Falls negativ gemeint. Ich habe das Buch mit einem Glücksgefühl beendet und dann festgestellt, dass es doch einiges gibt, das ich nicht weiß. Doch es war zu keinem Zeitpunkt ein Manko. Ich habe nie das Gefühl gehabt, dass mir etwas fehlt. Und das muss man erstmal schaffen.

Genauso verhält es sich mit unbeantworteten Fragen. Ich habe noch viele Fragen und hätte mindestens noch einmal 300 Seiten über Liv und Kjer lesen können. Doch im Nachhinein habe ich eins verstanden: All die Fragen, die ich noch habe, sind einfach nicht wichtig. Sie dienen dazu, meine Neugier zu stillen. Doch sie tun im Grunde einfach nichts zur Sache. Und genau das zu verstehen, ist der Hammer! Hut ab, liebe Kira Mohn!

Eine einsame Insel

Das Setting ist absolut atemberaubend! Ich war zwar noch nie in Irland, bin allerdings am Meer geboren. Zwar nur die Ostsee, doch Meer ist Meer. 🙂 Mein letzter Sturm ist schon eine Ewigkeit her und so genau kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern. Was ich allerdings noch weiß: Man fühlt sich plötzlich ganz klein. Alles tritt in den Hintergrund. Da bleiben nur noch das Meer, der Wind und du. Auf einer Insel mit steilen Klippen wird dieses Gefühl sicherlich noch verstärkt.

Zwischen den Zeilen

Ich mag Botschaften in Büchern. Ich mag es, wenn ich nicht nur eine tolle Geschichte lesen darf, sondern mir auch zwischen den Zeilen etwas mitgegeben wird. Dass Liv auf der Suche nach sich selbst ist, steht schwarz auf weiß auf vielen Seiten. Dass sie dafür allerdings auch mit Dingen abschließen muss, akzeptieren muss, dass nicht alle Menschen diesen Weg mit ihr gehen werden, steht auf einem anderen Blatt. Nicht jeder, der einem begegnet, wird immer bleiben. Es gibt Personen, die auftauchen, damit man etwas lernt. Auch Liv muss auf schmerzliche Art und Weise mehrere Dinge lernen. Zum Beispiel, dass nicht alle Menschen gut sind … Letzte Woche habe ich aus einem Meeting eine Botschaft mitgenommen, die mich sehr beeindruckt hat: Es gibt zwei Arten von Situationen – Geschenke und Lehrer. Ich denke, genau dies trifft auf Show me the stars absolut zu.

Show me the stars ist ein Buch, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Geschichte hat mich wirklich beeindruckt und beschäftigt mich immer noch ein wenig. Livs Suche nach sich selbst hat auch in mir etwas bewegt, das mich suchen lässt. Wonach werde ich wissen, sobald ich es gefunden habe. 🙂
Die Lovestory zwischen Liv und Kjer war nicht gerade leicht, dennoch war sie schön. Es hatte ein wenig etwas von einer Fernbeziehung, muss ich sagen.


Darum geht‘s:

Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet. Nach dem Journalismusstudium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein verpatztes Interview hat sie gerade den ersten Job gekostet. Da hört sich die Anzeige, in der für sechs Monate ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, wie ein Traum an. Eine Auszeit ist genau das, was sie jetzt braucht. Sie bewirbt sich, und nur wenige Wochen später steht Liv vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz erst zum Klopfen, dann zum Überlaufen und schließlich zum Zerbrechen bringt …


Infos zum Buch:

Titel: Show me the stars
Autor: Kira Mohn
Seiten: 416
ISBN: 978-3499275999
Verlag: Kyss
Erstausgabe: 23. Juli 2019


Mit anderen Worten

Eine schöne Liebesbeziehung in einem wundervollen Setting mit einigen kleinen Schwächen. Schaut man über die Schwächen hinweg und träumt sich einfach nur an die Küste von Irland, kann man mit “Show me the Stars” einige schöne Lesestunden verbringen – die hatte ich auf jeden Fall. Isas Bücherblog

Ich habe mit Liv und Kjer mitgefiebert und gefühlt und freue mich generell auf die beiden nächsten Teile der Leuchtturm-Trilogie. Absolute Leseempfehlung! ♥ Nickis Bücherwelt

Ich kann euch dieses Buch wirklich nur empfehlen und hoffe, dass es euch genauso gut gefallen wird, wie es mir gefallen hat. Der Schreibstil ist wirklich toll, sehr schön zu lesen und man kommt nicht in stocken […] The Book Dynasty

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.