[Rezension] Clans von Cavallon – Der Fluch des Ozeans von Kim Forester

Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung.

Kim Forester nimmt uns mit auf eine weitere spannende Reise durch ganz Cavallon, die vor Intrigen, Lügen und Abenteuern nur so strotzt.
Dieser zweite Band steht seinem Vorgänger in nichts nach.


Achtung: Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil. Diese Rezension kann daher Spoiler zum ersten Band enthalten. Hier kommst du zur Rezension des ersten Teils.

Auch wenn ich sehr begeistert vom diesem Buch bin, muss ich eins loswerden: Zwar handelt es sich hierbei offiziell um ein Kinderbuch, allerdings bin ich da ganz anderer Meinung. An vielen Stellen ist es, wie ich finde, viel zu brutal, blutrünstig und kampflustig für Kinder ab 10. Aber das ist meine Meinung, ich bin auf dem Gebiet definitiv kein Experte.

Wie passt alles zusammen?

Es hat mich ehrlich gesagt ein wenig Zeit gekostet, um wieder ins Geschehen reinzukommen und mich an alle Protagonisten und Namen zu erinnern – es ist eben schon fast ein ganzes Jahr her, seit ich den ersten Band gelesen habe. In den ersten Kapiteln der jeweiligen Protagonisten wird leider nur kurz und oberflächlich angerissen, was zuvor geschah. Daher waren die ersten Seiten eher anstrengend.
Doch dann nahm die Geschichte so richtig an Fahrt auf.

Wie schon im vorherigen Teil wird alles aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt. Unsere Protagonisten sind in ganz Cavallon verteilt und versuchen des Rätsels Lösung zu finden: Was genau geht wirklich vor? Wer zettelt all die Kämpfe und Überfälle an? Wer ist wirklich Schuld an dem ganzen Schlamassel?

Schon im ersten Band kristalisiert sich raus, dass die Pegasus gar nichts mit dem Angriff auf die Freie Stadt zu tun hatten. Allerdings wurden sie dafür verantwortlich gemacht. Und auch in diesem Teil gibt es einen Clan, der fälschlicherweise für Unruhen zur Rechenschaft gezogen werden soll. Dabei sind sie doch so friedlich …
Wieder sind es die Zentauren, die ihre Machtposition ausnutzen und versuchen, andere zur Verantwortung ziehen wollen. Ob es voreilige Schlüsse oder pure Absicht ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich vermute jedoch, letzteres. Ich muss sagen, dass mir dieser Clan höchst unsympathisch ist. Der Inbegriff von Diktatoren, sag ich dir. Furchtbar!

Eine etwas unsympathische Protagonistin

Bis auf Nixi, um die es in diesem Buch hauptsächlich geht, sind mir alle wirklich total sympathisch. Du siehst also, wo das kleine Problem in dieser Geschichte lag … Es ist nicht nur, dass Nixi rotzfrech ist – was an sich kein Problem darstellen würde –, sondern sie ist einfach nervig und ungemein egoistisch. Zumindest teilweise. Auch wenn sie es immer anders auslegt. Das hat mich wahnsinnig gestört, gehört jedoch einfach zur Ausarbeitung ihres Charakters dazu. Ich kann verstehen, warum sie so gestaltet ist, dennoch nervt sie einfach. 😛

Lysander, Aquilla und Sam lernt man im Verlauf der Geschichte immer besser kennen, darauf hatte ich mich ja schon im ersten Band sehr gefreut. Da hatte es mir ein wenig an Tiefe der Charaktere gefehlt. Jetzt verstehe ich den ein oder anderen Beweggrund ein wenig mehr und dennoch reicht es nicht, um die Charaktere gut kennen- und einschätzen zu lernen.

Spannung in jedem Kapitel

Kim Forester hat wieder mächtig Spannung aufgebaut. Zwar habe ich nur auf ein paar wenige Fragen Antworten erhalten, allerdings gibt es ja auch noch drei weitere Bände. Ich muss mich daher wohl etwas in Geduld üben und abwarten.
Es ist sogar eher so, dass ich nun noch mehr Fragen habe, als gegen Ende vom ersten Teil. Wie schon gesagt, ich komme einfach nicht drauf, wie alles zusammenhängt oder hängen könnte, wer eigentlich genau der Böse ist und wer der Gute. Das hat die Autorin definitiv hervorragend gemeistert.

Zwar hatte ich zu Beginn ein wenig Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen, da seit dem Lesen des ersten Bandes schon einige Monate ins Land gezogen sind, doch irgendwann war ich voll dabei. Kim Forester schickt ihre Leser auf eine Schnitzeljagd durch ganz Cavallon, bei der die Lügen immer größer zu werden scheinen. Die Spannungskurve steigt und steigt und ich für meinen Teil will unbedingt wissen, wie es weiter geht. Auch wenn eine mir unsympathische Protagonistin in diesem Band mehr Aufmerksamkeit bekommen hat.

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Darum geht‘s:

Alte Feindschaften und gefährliche Bündnisse entzweien die Clans von Cavallon mehr denn je – und das, obwohl Menschen, Einhörner, Pegasus, Kelpies und Zentauren eins in Frieden miteinander lebten. Die Konflikte in Cavallon interessieren Meermädchen Nixi herzlich wenig. Doch plötzlich ist ihr Zuhause, die Kalte See, nicht mehr sicher.

Grausame Kreaturen – halb Monster, halb Kelpie – strömen aus den Untiefen des Ozeans und verbreiten Angst und Schrecken! Gerüchten zufolge stecken die Zentauren hinter dem Angriff. Nixi ist fasziniert: Verfügen die Zentauren über die dunkle Verwandlungsmagie? Sie will nur eines – wieder ein Mensch werden. Und dafür ist Nixi sogar bereit, ihre Retter zu verraten …


Infos zum Buch:

Titel: Clans von Cavallon – Der Fluch des Ozeans
Autor: Kim Forester
Seiten: 336
ISBN: 978-3-401-60468-8
Verlag: Arena
Erstausgabe: 18. Juni 2019


Mit anderen Worten

Das Setting ist fantastisch, die Atmosphäre rätselhaft, überall liegen Probleme und Intrigen in der Luft. Durch die vier Perspektiven bietet auch der zweite Band einen einigermaßen allumfassenden Eindruck und jedes Puzzleteil rückt langsam an seinen Platz. Aus dem Leben einer Büchersüchtigen

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