[Reseña] – „Harry Potter y el legado maldito“ de J.K. Rowling

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Título: Harry Potter y el legado maldito

Autora: J.K. Rowling

Páginas: 320

ISBN: 978-8498387568

Editorial: Salamandra

Fecha de publicación: 28. September 2016

 

Diecinueve años después …

La octava historia …

 

Opinión

La verdad es que tenía muchísimas ganas de leer este libro, aunque, viendo la fecha de publicación, vengo con un poco de retraso. Pero: nunca es tarde, verdad?
Cuando lo abrí, volví a estar en 6° de primaria – entonces leímos una obra de teatro en el cole. Dado que es el texto original de la obra de teatro, viví la historia de forma diferente a un libro de prosa. Era como estar dentro de la historia. Mucho más vivo, más real. Quizá por la forma, quizá porque Harry Potter forma parte de mi vida desde hace casi dieciséis años, quién sabe …
La cuestión es que cada vez que Albus Severus Potter, el hijo de Harry y Ginny, se quejaba en el andén 9 ¾ de que todo el mundo los estaba mirando, podía escuchar su voz, el tono que empleaba. Era como tenerlo delante de mí. Por eso me gusta tanto la idea de publicar la obra de teatro como libro.

Sin embargo, ahí termina un poco mi entusiasmo por el libro, el desarrollo de la historia es un poco resbuscado. Obviamente no quiero contar de más, porque a mí misma no me gustan las reseñas que cuentan demasiado.

Solo os cuento lo siguiente:
Albus deja, a lo largo de todo el libro, muy claro lo que piensa de su legado.
Los hijos son capaces de convertir enemigos de por vida en (casi) amigos – o algo así.
La desaparición de la fama puede, más que simplificar, dificultar la vida.
Ron sigue siendo el caos en persona.
Hermione … es Hermione.

Conclusión

Como ya he dicho, la forma del libro me gusta más que su contenido. Aun así, sabía que tenía que leerlo, era como una pequeña necesidad. Harry Potter me ha acompañado desde que tenia 11 años, así que la curiosidad podía conmigo. Creo que si Harry Potter forma parte de vuestra vida, de alguna manera, tenéis que leerlo. Aunque solo sea para poder decir: „Lo he leído, por supuesto“.
Algunas cosas no me cuadraban, me parecían demasiado rebuscadas, quizá tenéis la misma impresión, quizá no. Para gustos … ya sabéis.
Al final, he de decir … la historia de Harry Potter, del „niño que sobrevivió“, terminó, para mi, hace seis años, con la última película.

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Bin ich eine schlechte Journalistin, weil ich keinen Bock mehr auf „Mord und Totschlag“ habe?

Seit Jahren (genau genommen seit zwei Jahren) habe ich dieses eine Interview hier auf meinem Blog, das fast täglich angeklickt wird.
2015 habe ich die spanische Auslandskorrespondentin Aurora Mínguez interviewt. Sie hat jahrelang in Berlin gelebt und für das spanische Radio Radio Nacional de España berichtet. Seit nunmehr drei Jahren lebt sie in Paris und berichtet von dort aus über die französische Welt.

Nun scheinen alle, die diese Journalistin googlen, bei mir zu landen – ob die das Interview lesen, keine Ahnung. Auch nach über tausend Klicks war das beste Feedback bisher die Note meines Profs an der Uni (danke für 9 Punkte).

Zurück zum Thema: Jeden Tag landen also die Google-Suchenden auf meinem Blog. Mal mehr, mal weniger. Am letzten Donnerstag, 20. April 2017, gingen die Besucherzahlen dann jedoch durch die Decke. Ich mich natürlich gefreut wie Bolle – aber ohne jeglichen Schimmer oder Ahnung, warum es plötzlich so viele waren.
Ich habe das ganze sogar noch per Screenshot an meinen Lieblingsmenschen geschickt, halb wundernd, halb freuend.

Nun, die die aufmerksam (aufmerksamer als ich am Donnerstag?) waren … Paris, Donnerstagabend, da war doch was…? Genau! „Mord und Totschlag“. Einzelheiten könnt ihr der Presse entnehmen, falls ihr doch keine Ahnung habt wovon ich rede.
Nun ging Paris so völlig an mir vorbei. Wann ich das bemerkt habe? Freitag, 8.30 Uhr im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Da lief nämlich das Radio.

Mein erster Gedanke? „Ach du Kacke.“
Mein zweiter Gedanke? „Wieso kam keine Push-Nachricht?“

Donnerstagabend hatte ich zum ersten Mal seit Monaten wieder ein bisschen am Layout meines Blogs gebastelt (schick, ge?). Ich habe sogar noch mit mir selbst gehadert, denn es stand immer noch Journalismus-Studentin unter meinem Namen – bin ich ja seit geraumer Zeit nicht mehr.
Also, schreibe ich Journalistin? Uff … wann war genau mein letzter Artikel? Bin ich denn eine? Nur Buchbloggerin? Damit habe ich gerade erst angefangen. Was bin ich also? Meine eigene kleine Existenzkrise am Rande.
Am Ende nahm ich beides, wie ihr sehen könnt. Bin ich ja irgendwie auch.

Zurück zu Freitag im Auto. Ich hatte also null mitbekommen und habe mich einfach nur gewundert über all diese Besuche. Nachdem ich im Radio gehört hatte, was genau vorgefallen war, war mir natürlich klar, warum auf meinem Blog plötzlich so viel los war.

Nun stellte ich mir also eben diese Frage: Bin ich eine schlechte Journalistin? Weil „Mord und Totschlag“ (mal wieder) an mir vorbeigegangen waren? Vielleicht gab es ja eine Push-Nachricht von einer der Presse-Apps auf meinem Handy, vielleicht ist die unter den ganzen anderen Benachrichtigungen untergegangen?
Vielleicht, vielleicht … vielleicht auch nicht.

Und dann bemerkte ich: Es ist mir egal. Nicht das was geschehen ist, nein. Es ist mir egal, dass ich es nicht mitbekommen habe.
Ich habe mich recht am Anfang meines Studiums entschieden, nicht über Tragödien, etc. zu schreiben. Das gibt es, meiner Meinung nach, schon viel zu viel. Ich möchte über schöne und positive Dinge schreiben. Macht mich das alles also zu einer schlechten Journalistin?

Nein.

[Rezension] „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von J.K. Rowling

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Titel: Harry Potter und das verwunschene Kind
Autor: J.K. Rowling
Seiten: 300
ISBN: 978-3-551-55915-9
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 24. September 2016

 

 

Die achte Geschichte.
Neunzehn Jahre später.

Meinung

Ich hatte mich so richtig auf dieses Buch gefreut, auch wenn ich es irgendwie erst recht spät in die Hände bekommen habe. Als ich es aufschlug, wurde ich sofort in die 6. Klasse zurückbefördert – damals haben wir „Kleider machen Leute“ von Gottfried Keller gelesen. Kennt ihr noch diese kleinen gelben Reclam-Hefte aus der Schule? Für einen klitzekleinen Moment dachte ich, ich wäre wieder in der 6. Klasse.

Dadurch, dass das Buch das Theaterskript ist, liest es sich, meiner Meinung nach, viel lebendiger. Jedes Mal, wenn Albus sich darüber beschwert, dass die Leute am Bahngleis 9 3/4 schon anfangen zu starren, konnte ich mir die Situation – und vor allem den Ton, in dem Albus es wohl sagen würde – bildlich vorstellen. Daher finde ich die Idee, das Buch als Skript zu belassen, wirklich spitze.

Der Verlauf der Geschichte ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt … zumindest hatte ich an manchen Stellen des Buches das Gefühl.
Dass Albus mit dem Vermächtnis seines Vaters überhaupt nicht klarkommt und damit eigentlich auch gar nicht klarkommen will, macht er das Buch über sehr klar. Und dass alte „Feinde“ letztendlich zu (fast) „Freunden“ durch ihre Kinder werden, zeigt, dass nichts im Leben konstant ist – nicht einmal eine so tiefe Feindseligkeit. Es zeigt auch, dass der Ruhm, den Harry einst erlebte, neunzehn Jahre später mehr oder weniger passé ist und ihm das mehr zu schaffen macht, als ihm das Leben zu vereinfachen. Ron ist immer noch so chaotisch wie vor neunzehn Jahren und Hermine … ist eben Hermine.

Fazit

Wie erwähnt, hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, es ist einfach und, vor allem, schnell zu lesen, eben dadurch, dass es ein Skript ist. „Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist sehr bildlich geschrieben, man wird an bekannte und nicht so bekannte Orte wie Godric’s Hollow geführt. Trotzdem finde ich einige Teile des Buches ein bisschen weit hergeholt und weiß nicht, was ich davon halten soll. Es ist keine klassische Harry Potter Geschichte, diese Ära endete (für mich) mit dem letzten Film vor sechs Jahren. Trotzdem ist es für Fans toll, immer mal wieder etwas über „den Jungen, der überlebte“ zu lesen.

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[Rezension] „Diabolic – Vom Zorn geküsst“ von S.J. Kincaid

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Titel: Diabolic
Autor: S. J. Kincaid
Seiten: 488
ISBN: 978-3-401-60259-2
Verlag: Arena
Erstausgabe: 03. Januar 2017

 

 

Eine DIABOLIC ist stark.
Eine DIABOLIC kennt kein Mitleid.
Eine DIABOLIC hat eine einzige Aufgabe: Töte, um den einen Menschen zu schützen, für den du erschaffen wurdest.

Als Nemesis und Tyrus sich am Imperialen Kaiserhof begegnen, prallen Welten aufeinander. Sie – eine Diabolic, die tödlichste Waffe des gesamten Universums. Liebe ist ihr völlig fremd. Er – der Thronfolger des Imperiums, der von allen für wahnsinnig gehalten wird. Liebe ist etwas, das ihn nur schwächen würde. Dass ausgerechnet diese beiden zusammenfinden, darf nicht sein. Denn an einem Ort voller Intrigen und Machtspiele ist ein Funke Menschlichkeit eine gefährliche Schwachstelle.

Meine Meinung & Fazit

Nemesis und Sidonia. Nemesis und Tyrus. Was wie eine Dreiecksgeschichte klingt, wird gegen Ende auch eine – nur nicht wie ihr es euch vorstellt.

Sidonia, Erbin der Impyreaner, wird an den Kaiserhof zitiert. Nemesis, die für Sidonia geschaffen wurde, wird aufgetragen ihren Platz am Hof einzunehmen um sie zu beschützten. Geschaffen um nur eine einzige Person auf der Welt zu lieben, verliebt sie sich – in den scheinbar geisteskranken Thronfolger Tyrus.

Die Intrigen und Machtspiele, die der Klappentext schon erwähnt, ziehen sich durch das ganze Buch und sind, meines Erachtens nach auch gut durchdacht. So gut, dass sie manchmal nicht leicht nachvollziehbar waren (ich musste einige Passagen zweimal lesen xD).

Was ich ganz interessant und auch gut an dem Buch finde, ist der Versuch von Sidonia Klassen zu überwinden, zu übersehen, diese nicht wahrzunehmen. Sie behandelt Nemesis wie eine Gleichgestellte, obwohl diese das gar nicht lustig findet.

Dass Nemesis nun doch noch Gefühle entwickelt, bzw. im Stande ist welche zu haben, war einem im Verlauf des Buches irgendwie klar. Wie sie aber mit sich kämpft, da sie nicht einordnen kann, was genau mit ihr passiert, sind diese Passagen und Kapitel besonders interessant und spannend – vor allem im Hinblick auf Tyrus‘ Reaktionen.

Der Schreibstil ist recht einfach, die Ideen in einigen Kapitel hingegen etwas komplexer, wie gesagt… Alles ist allem ist das Buch angenehm zu lesen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, zu Anfang hat mich das Buch überhaupt nicht fasziniert. Aber da ich selten ein Buch liege lasse, meiner angeborenen Neugier sei Dank, habe ich weitergelesen und das Buch wurde immer besser. Wie ich in den letzten Wochen auch lernen durfte: „Beurteile eine Serie nicht nach der ersten Episode“. Die Neugier hat gesiegt und das Buch war am Ende doch noch recht spannend.

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“Einmal aufstehen bitte” – Drogensuche am Flughafen

Foto: Britta Peters-Scheu
Foto: Britta Peters-Scheu

Ich saß, mehr oder weniger, gemütlich auf einem dieser schwarzen Hartplastiksitze auf dem Frankfurter Flughafen, als auf einmal ein Polizist, ein Fahnder des Drogendezernats plus Drogenspürhund auf die einzige Sitzreihe in der Halle zukamen. Meiner Sitzreihe. Mir stand dummerweise der Colaautomat im Weg, weswegen ich anfangs nicht richtig mitbekam, worum es ging. Außerdem war ich ernsthaft dabei zu versuchen, das verbleibende Buch für mein Infographikseminar zu lesen. Die Neugier packte mich dann doch und ich beugte mich vor, um zu gucken, was da denn nun im Gange war. Und sah, dass nach und nach alle aufstanden und der Polizist auf mich zu kam. „Sprechen Sie Deutsch?“, fragte er mich. „Ja, klar“, war meine Antwort. „Dann stehen Sie bitte auf, dass der Hund einmal durchlaufen kann.“ Das Buch in der Hand stand ich also auf, meine Sitznachbarin bekam derweil alles noch auf Englisch erklärt. Angestrengtes Lachen ging durch unsere kleine Gruppe, wir standen ganz brav zwei Meter vor unseren Plätzen und begutachteten das Geschehen. Der Hund, lief, an der Leine ziehend und eilig schnuppernd, unter den Sitzen durch, hielt brav an den Koffern und Taschen und weiter ging‘s. Noch versuchte ich mich wieder meinem Buch zuzuwenden, im Stehen. Ein paar Sekunden später gab ich kläglich auf. Es war doch viel interessanter dem Ganzen zuzuschauen. Dennoch musste nun auch ich nervös lachen. In meiner Tasche befanden sich zwar nur eine Menge Oster-Süßigkeiten und ein Käsebrötchen, trotzdem muss ich ehrlich zugeben, ich war sichtlich angespannt. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht, weil es das erste Mal war, dass ich mich in so einer Situation wiederfand. Als der Spürhund dann bei meinem Gepäck ankam, ging er schnurstracks an meinen Koffern vorbei, auf meine Handtasche zu. War ja klar. Da gab‘s was zu Essen. „Ey, das ist meins“, schoss es mir direkt durch den Kopf. Weiter ging’s noch vorbei an den Koffern meiner Sitznachbarn, dann war das Spektakel auch schon vorbei. Zwei Minuten hatte es höchstens gedauert. Irgendwie kam es mir länger vor. Beim Umgucken sah ich mehrere hochgezogene Augenbrauen und schüttelnde Köpfe.

Hund und Herrchen liefen dann noch zwischen den einzelnen Gepäckaufnahmeschaltern durch, während der Polizist in der Halle stehen blieb, als ob er auf irgendetwas warten würde. Wir hingegen saßen alle wieder auf unseren Sitzen und wandten uns dem zu, was wir vorher getan hatten. Ich versuchte mich wiederholt an meinem Buch. Aber, nix da. Denn plötzlich gesellten sich zum wartenden Polizisten noch zwei weitere hinzu. Und dann nochmal zwei. Was war hier los?! Jetzt wurden gründlich alle Schalter per Hand durchsucht. Monitore und Tastaturen wurden hochgehoben, Schubladen aufgezogen, Stühle durch die Gegend geschoben und unter Tische geguckt. Da schossen mir dann doch sehr merkwürdige Gedanken durch den Kopf: Hatte es vielleicht damit zu tun, dass mein Flieger bis nach Südamerika flog? Ganz schön voreingenommen, muss ich zugeben…

Für mich war das jedenfalls die aufregendste Wartezeit in sieben Jahren Fliegen. Was habt Ihr auf Euren Reisen so erlebt?