2018 Tag | 13 Fragen zu meinem Lesejahr

Es ist schon ein paar Tage her, dass Rika von Schwarzbuntgestreift mich getaggt hat, doch besser spät als nie, oder? Da ich dieses Jahr keinen Jahresrückblick geschrieben habe, ist es auch eine tolle Möglichkeit, das Jahr 2018 Revue passieren zu lassen und mir noch einmal einige Bücher vor Augen zu führen, die ich in den letzten zwölf Monaten gelesen habe.
Habt ihr auch einen Jahresrückblick geschrieben? Was waren eure Highlights?

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Typisch Buchnerd! | 5 Sätze, die ich als Leseratte ständig sage (oder denke)

In den letzten Wochen und Monaten musste ich das ein oder andere Mal ein bisschen über mich selbst lachen, da mir ein paar Angewohnheiten aufgefallen sind, die ich vor meinem Vielleser- und Bloggerleben gar nicht hatte – zumindest möchte ich das glauben. Und da ich mir ziemlich sicher bin, dass ich damit nicht alleine stehe, wollte ich meine Gedanken einfach mal mit euch teilen.
Schmunzeln ist durchaus erlaubt. Wiedererkennung übrigens auch. 😛

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Buch & Blog 2019 | Meine Vorsätze

Habt ihr euch schon einmal etwas für das neue Jahr vorgenommen?
Ich auf jeden Fall.
Zwar nicht Dinge wie abnehmen (dann existiere ich vermutlich nicht mehr), mehr Sport (ich geh schon regelmäßig ins Fitnessstudio) oder gesünder essen (es gibt solche und solche Wochen), sondern, beispielsweise während meines Studiums, endlich mal zeitnah meine Hausarbeiten schreiben oder für die Prüfungen lernen. Hab ich es durchgezogen? Nein. Spätestens kurz vor den Prüfungen ist eine super geniale Buchreihe aufgetaucht oder ich habe mich in irgendeiner Serie verloren – und damals gab es Netflix noch nicht mal!

Ich habe lange überlegt, ob ich mir überhaupt irgendetwas vornehme und bin zu dem Schluss gekommen, dass es einiges in meinem Leben als Leseratte und Buchbloggerin gibt, das ich ändern oder verbessern möchte.

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Ich liebe es, auf anderen Blogs zu stöbern, Herzen zu verteilen, Kommentare zu schreiben und doch tue ich es viel zu selten. Ich könnte jetzt schreiben, dass ich keine Zeit habe. Wenn ich jedoch ganz ehrlich bin, stimmt das gar nicht. Nicht mal annähernd. Ich verdaddel meine Zeit nur meist. Und am Ende ärgere ich mich und dann hab ich den Salat. Außerdem bin ich immer noch der Meinung, dass die Interaktion auf dem eigenen Blog darunter leidet, wenn man selbst nichts tut. Von nichts kommt nichts. Und mal ganz ehrlich: Es gibt so viele großartige Blogs und Social Media Accounts da draußen, die verdienen es einfach, gelesen und gelobt zu werden!

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Wenn ich mir den Stapel auf meinem Schreibtisch so anschaue, würde ich am liebsten schreiend aus der Wohnung laufen (übrigens sah das Monster auf dem Schreibtisch nicht annähernd so schlimm aus – da waren es nämlich noch zwei Stapel 😛 ). Ich bin Meisterin im Dinge aufschieben. „Mach ich später.“ „Das hat noch Zeit.“ Ich möchte gar nicht wissen, wie oft diese Sätze in meinem Kopf Gestalt annehmen und sich dann verwirklichen. Und statt Rezensionen zu schreiben – für deren Rohfassung ich eigentlich gar nicht so viel Zeit brauche – oder Blogbeiträge zu verfassen, die ich schon ewig schreiben möchte, setze ich mich hin, daddel auf dem Handy, schaue eine Serie oder trödel sonst wie in der Gegend rum. Und was passiert dann? Genau. Ich ärgere mich über mich selbst.
Daher habe ich mir vorgenommen, meine Rezensionen wirklich zeitnah zu schreiben. Am besten schon kurz nachdem ich das Buch beendet habe. Klar, es gibt Dinge, die brauchen eine Weile bis sie sich setzen. Aber zumindest eine Rohfassung darf entstehen. So entsteht nämlich kein Stapel ungeschriebener Rezensionen und kein Drama, wenn ich denn mal versuche ein Buch zu rezensieren, das ich vor einem halben Jahr gelesen habe.

img_0529Englische Bücher.
Wie lange bestelle ich schon die FairyLoot? Ich vermute mal Frühjahr 2017. Und wie viele Bücher habe ich aus den Boxen gelesen? Kein einziges.
Wer hat jetzt grad laut nach Luft geschnappt? Ich hab’s gehört. 😛
Manchmal frage ich mich, warum ich die Box überhaupt noch kaufe, wenn ich die Bücher am Ende doch nicht lese. Dann kommt das kleine Engelchen und flüstert: „Doooooooooch. Ganz bald lese ich die.“ Jo. Nicht.
Es ist nicht so, als könnte ich kein Englisch. Keineswegs. Immerhin habe ich die Sprache jahrelang unterrichtet. Ich bin nur einfach zu faul. Weil es eben doch nicht so von der Hand geht, wie ein deutsches oder ein spanisches Buch. Weil es keine Muttersprache ist. Würde ich jedoch mehr englische Bücher lesen, desto einfacher würde es werden. Ihr merkt’s, oder? Ich auch.
Mindestens ein englisches Buch im Vierteljahr – das ist der Plan!

img_0531.pngManchmal funktioniert es einfach nicht. Wie das eben so ist. Und das macht rein gar nichts. Ich habe Klappentexte von Rezensionsexemplaren gelesen und mich gefreut wie ein Quarkbällchen. Und dann war das Buch überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte (nicht falsch verstehen, das passiert mir auch bei selbst gekauften Büchern, aber um die geht es grad nicht). Oder ich kam einfach nicht in die Geschichte rein. Statt das Buch jedoch wegzupacken und ehrlich zu sein, habe ich mich durch die Geschichte gequält. Damit ist jedoch, das habe ich selbst gelernt, niemandem geholfen. Weder mir, noch dem Autor, dem Verlag oder dem Buch. Vielleicht ist es auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Ich bin sonst auch nicht auf den Mund gefallen und habe mir vorgenommen, so ehrlich zu sein und zuzugeben, wenn es einfach nicht funktioniert. Alles andere ist einfach nur unfair. Allen gegenüber.

img_0532Es gibt Tage, da frage ich mich, ob ich das richtige studiert habe. Für alle, die es noch nicht wissen: Ich bin Journalistin. Auf dem Papier. Doch auch, wenn ich nicht bei der Zeitung schreibe, im Radio zu hören oder im Fernsehen zu sehen bin, liebe ich meine Profession. Und ich liebe es zu schreiben.
Mal ganz vom beruflichen abgesehen, habe ich privat Millionen Chancen zu schreiben – immerhin habe ich einen Blog. Und was ist? Ich tue es selten. Ich habe im letzten Jahr ein paar Ideen für Blogbeiträge gehabt. Und keinen einzigen davon geschrieben. Und während ich diese Zeilen tippe, fällt mir auf, dass dies der erste Beitrag ist, den ich schreiben wollte und nun auch schreibe. Und genau das will ich weiterhin tun. Schreiben. Denn es tut mir gut. Und es macht mir unglaublich viel Spaß!

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Ziemlich sicher würden mir noch ganz viele andere Kleinigkeiten einfallen, die ich – was Blog und Buch betrifft – verbessern oder verändern könnte. Doch es sind diese fünf Dinge, die mir besonders am Herzen liegen.
Ich bin dann mal schreiben! 😉

Zeit für gute Geschichten – immer und überall [Werbung]

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„Ich habe keine Zeit zum Lesen.“
Diesen Satz haben wir alle bestimmt schon (mindestens) einmal gehört. Und vielleicht auch selbst gesagt? Ich auf jeden Fall. Wenn auch mit dem kleinen Zusatz „aktuell“. Es gibt wirklich Tage und Wochen, da komme ich partout nicht dazu, mich wenigstens für ein paar Minuten hinzusetzen und ein Buch aufzuschlagen. Oder ich nehme mir diese Zeit nicht. Soll es auch schon gegeben haben. Manchmal sind andere Dinge einfach wichtiger. Prioritäten und so. „Zeit für gute Geschichten – immer und überall [Werbung]“ weiterlesen

[Rezension] Das tiefe Blau der Worte von Cath Crowley |5 Gründe, das Buch zu lesen

Als Rachel vor Jahren aus der Stadt weggezogen ist, hat sie Henry einen Liebesbrief hinterlassen, in seinem Lieblingsbuch in der Buchhandlung seiner Familie. Henry, ihrem besten Freund, ihrem Seelenverwandten. Und trotzdem hat er den Abend mit Amy verbracht und ist nicht gekommen, um sich zu verabschieden.
Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sich eigentlich nie wiedersehen wollte. Trotz allem verstehen sich die beiden immer noch, nähern sich wieder an, erneuern ihre Freundschaft.
Und während um sie herum in der Buchhandlung das Leben tobt, sich Dramen ereignen und Liebespaare finden, erobern sie sich einen Platz in einer Welt, in der es zum Glück Worte gibt.

Wer meine letzten Beiträge ein bisschen verfolgt hat weiß, dass ich letzte Woche Donnerstag das neue Werk von Cath Crowley Das tiefe Blau der Worte begonnen habe. Und beendet. Innerhalb eines Abends.
Wer mich schon etwas länger kennt weiß, dass so etwas bei mir absolut nicht normal ist. Der weiß, dass das letzte Buch, dass ich mehr oder weniger an einem Tag gelesen habe, Das Reich der sieben Höfe #2 Flammen und Finsternis war.
Um so etwas zu tun muss das Buch mehr als nur sehr gut sein. Es muss berühren. Unter die Haut gehen.
Und genau so ein Buch ist Das tiefe Blau der Worte.

Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Titel im Januar bei Nicci von Trallafittibooks und habe dann sofort in der Buchhandlung meines Vertrauens vorbestellt. Kurz nach der Leipziger Buchmesse konnte ich das Buch sogar schon abholen, nur mit dem Lesen hat es nicht direkt geklappt.
Doch was lange währt …

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1. Bücher!

Mal ganz ehrlich. Es geht in diesem Buch um eine Buchhandlung. Und zwar nicht irgendeine Buchhandlung, sondern eine, in der es ausschließlich gebrauchte Bücher gibt. Es ist eine reine Hommage an all die geschriebenen Zeilen auf dieser Welt. An das geschriebene Wort. Allein deswegen lohnt es sich schon, dieses Buch zu lesen.

Worte sind wichtig. Sie sind nicht sinnlos. […] Wenn sie einfach nur Worte wären, hätten sie keine Bedeutung und dann würde es nicht schon seit der Zeit bevor die Menschen schreiben konnten, Geschichten geben. […] Wenn sie einfach nur Worte wäre, würden die Leute sich nicht ihretwegen verlieben, ihretwegen glücklich oder unglücklich sein […]

(S. 373 f.)

Ich habe zwischendrin immer mal wieder zum Handy gegriffen, um die Bücher zu googlen, die erwähnt werden. Große Erwartungen von Dickens kenne ich zwar – es steht sogar seit Jahren in meinem Regal und ich habe es geliebt – doch die meisten Werke kenne ich gar nicht. Es lohnt sich, kurz innezuhalten und sich zumindest mal die Cover anzuschauen … vor allem bei einem bestimmten Buch über die Meeresbewohner …

2. Die Briefbibliothek

Wie genial ist das denn?! Eine Abteilung in einem Buchladen, in der man in den Büchern Notizen machen kann, seine Lieblingszeilen unterstreichen darf und mit anderen Lesern kommuniziert. Ich finde diese Idee so romantisch. Stellt euch einfach mal vor, wie das wäre? Ich weiß, es gibt Wanderbücher, in denen jeder, der es gelesen hat, etwas reinschreibt. Aber stellt euch einfach mal einen Bereich in einer Buchhandlung vor. Bücher, in denen Briefe liegen. Bücher, die schon so viele Menschen in der Hand hatten, weil sie ihre absoluten Lieblingsbücher sind. Ich bin immer noch total begeistert davon.

3. Die Emotionen

Ihr werdet in diesem Buch keine actionreiche Geschichte finden, bei der ein Plot-Twist den anderen jagt. Was ihr in diese Seiten jedoch finden werdet, sind Gefühle. Beim Lesen mancher Zeilen war ich mir gar nicht mal so sicher, was ich genau empfinde, weil eine Emotion die andere jagt. Es geht um Liebe. Trauer. Schmerz. Glück. Wut. Verzweiflung. Euphorie. Jedes Gefühl, das ihr euch vorstellen könnt, werdet ihr in diesem Buch finden.

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4. Die Charaktere

Henry, der Dichter und Rachel, die Realistin. George, die Unnahbare und Martin, der Bezwinger. Und Cal, der Naturwissenschaftler.
Die Geschichte selbst wir abwechselnd von Rachel und Henry erzählt und zwischen den Kapiteln hat man einen Einblick in die Briefe, die sich die Protagonisten und Nebencharaktere schreiben und geschrieben haben. So erfährt man immer noch ein bisschen mehr über die Hintergründe, was auch eine gewisse Tiefe bei den Nebencharakteren mit sich bringt.  Ich habe selten einen Einteiler gelesen, in dem nicht nur die Protagonisten super ausgearbeitet sind. Und hier am Rande werde ich noch etwas erwähnen, das ich persönlich toll fand:

Hinter dem Baum sehe ich [Rachel] zwei Frauen auf der Veranda sitzen. »Meine Mums«, sagt er [Martin] und ich winke ihnen zu, als er aus dem Auto steigt. Ich vermisse es, meine Eltern so zusammen zu sehen.

(S. 186)

Versteht ihr, was ich sagen will?

5. Der Schreibstil

Wie ich schon zu Anfang erwähnt habe, muss dieses Buch etwas ganz besonderes sein, dass ich es an einem einzigen Abend lese. Noch dazu unter der Woche – mein Schönheitsschlaf ist mehr als heilig!
Cath Crowley hat einen so unglaublich poetischen Schreibstil, jedes Wort ist perfekt gewählt und platziert … Und genau das ist es, was dem Leser tausendundeine Emotionen übermittelt. Es harmoniert einfach alles perfekt miteinander.


Es ist mir wirklich schwer gefallen, in Worte zu fassen, warum mich dieses Buch so sehr berührt hat. So sehr, dass ich 394 Seiten in fünf Stunden gelesen habe. So sehr, dass ich geschmunzelt, gegrinst, gelacht und geweint habe. So sehr, dass mir dieses Buch noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. So sehr, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass ich diese Geschichte gelesen habe. So sehr, dass es mehr als „nur“ ein Herzensbuch ist.

Zum krönenden Abschluss, hier noch eine absolute Wahrheit für euch:

Ich habe mein Handy den ganzen Tag auf stumm gelassen und absichtlich nicht nachgesehen, denn ein beobachtetes Handy klingt nie, das ist eine allgemein anerkannte Wahrheit.

(S. 82)

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Infos zum Buch:

Titel: Träume wie Sand und Meer
Autor: Cath Crowley
Seiten: 400
ISBN: 978-3-551-58372-7
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 21. März 2018


Mit anderen Worten

„Dieses Buch ist pure Liebe zum geschriebenen Wort. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, aber nach dieser Geschichte habe ich das Gefühl, Bücher noch mehr zu lieben als vorher.“ – Fantasieweltenwandlerin

„Du hast mich gelehrt, dass es okay ist, traurig zu sein und dass man manchmal etwas aufgeben muss, damit etwas Neues entsteht, an dem man selbst wachsen kann.“ – Miss Foxy reads