[Rezension] Als die schwarzen Wolken kamen – Julia „Frau R.“ Riegler

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Titel: Als die schwarzen Wolken kamen
Autor: Julia „Frau R.“ Riegler
Seiten: 500
ISBN: 978-3-74311603-0
Verlag: Books on Demand
Erstausgabe: 1. Dezember 2016

 

 

Vorab: Vielen Dank, liebe Julia, für die Zusendung des Rezensionsexemplars und viiiiiielen Dank für deine Geduld. Wie sagt man so schön? Was lange währt … mit drei Monaten Lesezeit habe ich mich dann doch selbst übertroffen …

 

„Ich bin Jamal Memedi. Ich bin nur eine einzelne Träne in einem Meer aus Wehmut … Öffne deine Augen! Öffne dein Herz! Lass dich berühren und bleib nicht blind für das, was um dich herm geschieht! Ich bin nur eine einzelne Träne … ich bin Jamal Memedi.“

Meinung

Wie schreibt man über ein Buch, dass das Leben einer Person widerspiegelt?
Wie schreibt man über ein Buch, dass das Leben vieler Personen widerspiegelt?
Wie bewertet man das Buch?

Genau diese Fragen haben mich in den letzten Tagen beschäftigt. Denn: ich habe das Buch beendet. Ich habe teilweise wirklich daran gezweifelt, ob ich es überhaupt schaffen würde, es war nicht einfach. Und das hat rein gar nichts mit dem Schreibstil zu tun, sondern mit der Geschichte. Es ist die Geschichte tausender Menschen.
Momentan zweifle ich natürlich daran, ob ich es jemals schaffen werde eine, dem Buch gerechte, Rezension zu schreiben. Kann man spoilern? Ja? Nein? Ich weiß es nicht.

Ich denke, dies wird eine andere Rezension, als ich sie bisher geschrieben habe. Ich, die kleine, chaotische Fantasy-Liebhaberin. Ich, die kleine, bunte, verrückte Frau. Und doch habe ich mich an dieses Buch gewagt. Wenn ich jetzt zurückdenke, war es vermutlich aus purem jugendlichem Leichtsinn. Wer weiß.

Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt und diese Abschnitte wiederrum in recht kurze Kapitel, was das ganze sehr angenehm zum Lesen gemacht hat. Wie schon gesagt, das Thema war alles andere als einfach und da ich das Buch des Öfteren weglegen musste, um mich vom gelesenen zu erholen war es sehr praktisch, dass die Kapitel so kurz waren. Hätte ich mich durch Seiten über Seiten kämpfen müssen, wäre ich vermutlich nie fertig geworden.

Ich habe viel durch dieses Buch gelernt. Viel über arabische Bräuche, Eckpunkte zum Ramadán, die mir vorher keineswegs bewusst waren. Was ich sehr interessant und auch krass fand, ist der Kulturunterschied was die Geschlechter angeht. Männer dürfen sich nicht mit einer Frau alleine treffen, solange beide nicht verheiratet sind. Das wäre in unseren Breitengraden vermutlich undenkbar.

Jemal ist ein sehr leidenschaftlicher, intelligenter Charakter. Seine Beschreibungen von Damaskus, die Schilderung seiner Kultur, sein Tagesablauf, sein Leben – alles wurde sehr plastisch, bildlich, lebhaft beschrieben. Familie wird für ihn sehr groß geschrieben.

Mit wem ich überhaupt nicht klar kam, war mit Siham. Erst Freundin, dann Verlobte, dann wieder nicht, dann wieder doch, letztendlich verheiratet. Himmel, ging diese Frau mir auf die Nerven. Vielleicht kennt ihr das, wenn euch ein Charakter unglaublich auf den Keks geht. So war Siham für mich.

Viel mehr möchte ich eigentlich gar nicht „verraten“. Was ich jedoch noch sagen kann: Es gibt ein Happy End. Zumindest für Jemal.

Fazit

Schwierig, aber dennoch interessant. So würde ich das Buch in wenigen Worten zusammenfassen. Natürlich gab es Momente, in denen ich nicht weiterlesen wollte und zugleich wissen musste, wie es weitergeht. Mir war klar, dass gewisse Ereignisse, wie die Flucht über das Mittelmeer, zwangsläufig irgendwann thematisiert werden würden. Selbstverständlich habe ich diese Stellen im Buch nicht übersprungen, sowas mache ich grundsätzlich nicht. Aber auf so mancher Seite habe ich mir innig gewünscht, dass doch jetzt endlich mal gut ist und dass die Brüder doch endlich mal etwas mehr Glück haben sollten … Alles in allem bereue ich die Entscheidung, dieses Buch als Rezensionsexemplar angenommen zu haben, nicht. Vielleicht sehe ich nun gewisse Dinge mit anderen Augen. Wer weiß …

 

Das Buch gehört für mich in die Kategorie Leseempfehlung.

Meine Bücher im Juni

Halli hallo 😉

Etwas verspätet melde ich mich nun auch noch zu meinem Lesemonat Juni. Ich musste gerade – mal wieder – angestrengt nachdenken, was ich denn alles gelesen habe und, noch viel angestrengter, was so Neues da ist.

Fazit: Vier gelesen – vier Neuzugänge. Ganz ordentlich.

Angefangen hatte der Juni mit Trust Again. Ich war ja schon hin und weg von Begin Again. Aber der zweite Teil war noch besser. Kaum zu glauben. Dawn und Spencer sind einfach klasse. Und das Allie und Kaden auch noch mit von der Partie sind, macht das Buch nur noch lustiger.

Danach kam Paper Princess. Ich hatte euch schon erzählt, dass ich lange nicht wusste, ob ich mir das Buch denn kaufen soll oder nicht. Und dann noch länger nicht wusste, ob ich eine Rezension schreiben sollte oder nicht. Letztendlich habe ich beides gemacht. Ich fand Paper Princess ganz ok, Reid ist ein Bad Ass und Ella lässt sich eigentlich nicht unterkriegen. Eigentlich.

Da ich ungerne Reihen unterbreche oder abbreche, kam Paper Prince direkt hinterher. Wie schon der erste Teil war das Buch ok. Reid ist immer noch ein Arsch. Und Ella manchmal echt doof. Wie es eben so ist manchmal.

Zu guter Letzt habe ich noch The Social Netlove – Liebe ist niemals offline von Jenna Strack gelesen. Das Buch war total klasse. Erstens ist es pink. Zweitens ist ’ne Katze drauf. Und es geht um Liebe. Was will man mehr? Ach ja, eine Frau die träumt, aber den Hintern nicht hochbekommt. Kommt euch bekannt vor? Mir nicht. Niemals. 😉

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Ins Bücherregal (jaaaaaaa, ich habe endlich ein Bücherregal) einziehen, durften auch vier Bücher. Zum einen, mein allererstes Taschenbuch-Rezensionsexemplar. Als die schwarzen Wolken kamen von Julia „Frau R.“ Riegler. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank dafür, liebe Julia. Ich lese dieses Buch momentan und hoffe doch sehr, dass es im Lesemonat Juli enthalten sein wird. Damit will ich nicht sagen, dass ich so lange brauche, weil ich das Buch nicht mag. Auf keinen Fall. Aber es ist komplettes Neuland für mich. Ein topaktuelles Thema. Die Lebensgeschichte eines syrischen Flüchtlings. Und man hat einfach so unglaublich viel Input in nur einem einzigen Kapitel, dass ich das Buch gar nicht in einem Stück lesen könnte, selbst wenn ich es wollte, denn man muss gewisse Stellen erst einmal verdauen und wirken lassen. Aber ich bleibe dran und werde euch bald möglichst davon berichten.
Außerdem neu im Regal: Roar von Cora Carmack. Dieses Buch war in meiner allerersten FairyLoot enthalten. Das Unboxing hierzu kommt auch noch die Tage. Ich komm einfach nicht hinterher, zumal ich ja im Urlaub war.
Und wo wir bei Urlaub wären, dort durfte ich mir auch noch zwei Bücher mitnehmen: The One von Maria Realf und Brausepulverherz von Leonie Lastella. Ich bin sehr gespannt.

Wie immer wünsche ich euch einen lesereichen Monat Juli.