Bücher shoppen im Oktober

Die Frankfurter Buchmesse fiel für mich dieses Jahr zwar aus – griechischer Strand ist keine schlechte Alternative 😉 –, doch das bedeutet nicht, dass ich mich nicht hier in der Buchhandlung ausgetobt hätte. 😀
Zwölf neue Mitbewohner haben die Regale bekommen, eins habe ich sogar schon gelesen. 🙂 „Bücher shoppen im Oktober“ weiterlesen

Wenn die eigene Stille dich zu ersticken droht

Manch einer mag es vielleicht gemerkt haben – ich schweige. Ich habe geschwiegen. Tage-, wochen-, monatelang. Und das, obwohl es so viel zu erzählen gibt.
Neue Filme, neue Bücher, tolle Erlebnisse. Und dennoch blieb es still.

Einige werden jetzt denken: Ist doch gar nicht so schlimm. Manchmal ist das eben so. Und dann kommt man mit sehr viel Energie und vielen neuen Idee wieder.
Das dachte ich zuerst auch. Und plötzlich wurde diese Stille schwer. So schwer, dass ich dachte, ich würde erdrückt werden. Das Verlangen zu schreiben, zu kommunizieren, Bilder zu machen und zu lesen wurde immer größer. Aber es ging einfach nicht. Kein Buch konnte mich fesseln – den Part übernimmt jetzt hoffentlich Dry von Neal und Jarrod Shusterman. Kein Wort wollte aus meinen Fingern auf den Bildschirm oder das Papier fließen. Und kein Motiv war gut genug, um fotografiert zu werden.

Zwischendurch habe ich vor lauter Frust die Kamera ausgepackt, ein klein wenig was arrangiert und ein Foto geschossen. Und damit war es dann auch schon wieder vorbei. Einen Text für das Bild? Oh je. Dann bräuchte ich aber die Kraft dazu, mich hinzusetzen und zu schreiben. Und schon war die Sache wieder vorbei.

Der Druck wurde immer größer. Du verlierst den Anschluss. Keiner erinnert sich mehr an dich. Keiner wird dich mehr lesen, wenn du nicht bald etwas schreibst. Die Welt ist so schnell, du musst mithalten.
Solche und ähnliche Gedanken sind mir durch den Kopf geschossen. Und dann? Habe ich mir zwei Euro in die Hosentasche gesteckt, mir meine Hausschlüssel geschnappt und bin Eis essen gegangen. Abend für Abend. Ich habe auch meine Freunde so häufig gesehen wie noch nie. Ich habe jede Minute genossen. Doch sobald ich wieder zu Hause war, kamen auch die stillen Vorwürfe wieder.

Ich liebe meinen Blog – keine Frage. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe es, zu lesen. Mich wieder und wieder zu verlieben. Mich emotional zerstören zu lassen – selbstverständlich nur von Geschichten. In ein Buch abzutauchen, mich darin zu verlieren und zu merken, dass es viel zu schnell wieder vorbei ist. Mich darauf zu freuen, endlich nach Hause zu kommen, um weiter lesen zu können. Ein neues Buch zu beginnen. Ein schon gelesenes Buch neu kennenzulernen. Die Augen zu verdrehen, weil die Protagonisten wieder Murks machen. Den Bösewicht hassen. Den Bad Boy lieben. Fremde Welten zu erkunden.
All das ist ein Teil von mir. Das bin ich. Und das wird sich nicht ändern. Ich werde weiterhin zur Kamera greifen. Rezensionen und Beiträge schreiben. An Aktionen teilnehmen.

Doch ich werde bewusster mit meiner Zeit umgehen. Werde ich etwa erwachsen? Keine Sorge, nein.
Aber ich habe endlich begriffen, dass ich meinen eigenen Rhythmus finden muss. Ich bin mein eigener Maßstab. Nicht der von mir geliebte andere Blogger mit Tausenden von Followern. Nicht die Bookfluencer auf Instagram. Sondern ich und nur ich allein. Und wenn mir mal zwei Wochen nicht nach lesen ist – was ich echt nicht hoffe –, dann ist das eben so. Wenn ich nicht schreiben möchte, dann tue ich es nicht. Dann geh ich eben Eis essen. Oder spaziere durch den Kurpark meiner Stadt. Oder fotografiere Sonnenblumen und Bienen wie heute Mittag. Der einzige Druck, den ich habe, mache ich mir selbst. Und wir sind doch alle hier, um Spaß zu haben, oder?

LBM 2019 – Wo Büchermenschen aufeinandertreffen | Messerückblick

Es ist soweit! Vier Messen waren es nun schon und seit der Leipziger Buchmesse sind auch schon wieder zwei Wochen vergangen. Aber ich habe es endlich geschafft! Hier kommt mein erster Messerückblick ever! 😛

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Typisch Buchnerd! | 5 Sätze, die ich als Leseratte ständig sage (oder denke)

In den letzten Wochen und Monaten musste ich das ein oder andere Mal ein bisschen über mich selbst lachen, da mir ein paar Angewohnheiten aufgefallen sind, die ich vor meinem Vielleser- und Bloggerleben gar nicht hatte – zumindest möchte ich das glauben. Und da ich mir ziemlich sicher bin, dass ich damit nicht alleine stehe, wollte ich meine Gedanken einfach mal mit euch teilen.
Schmunzeln ist durchaus erlaubt. Wiedererkennung übrigens auch. 😛

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Danke, 2017!

365 Tage sind vorbei und ich bin jedes Jahr aufs Neue erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht. Doch egal wie kurz oder lang uns das Jahr vorgekommen sein mag, was zählt sind die Dinge, die wir erlebt haben, die Menschen, die wir kennengelernt haben und auch die, die gegangen sind.

Dies wird kein zahlenreicher Jahresrückblick, sondern einer voller Emotionen. Zumindest ist das der Plan 😉

Zahlen und Mathematik waren schon immer mein Endgegner, daher kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, wie viele Bücher ich gelesen habe, wie viele auf meinem SuB liegen (obwohl mir schon ans Herz gelegt wurde, wenigstens hier eine Liste zu führen) oder wie viele Bücher ich dieses Jahr gekauft habe. Ich kann euch jedoch definitiv eins sagen: Es waren mehr als 2015, viel mehr.
Es ist mir ehrlich gesagt auch egal, wie viele es waren. Wichtig ist nur, es hat Spaß gemacht! Es war grandios!

2017, ich möchte dir danken. Dafür, dass ich den Mut hatte, an diesem Gewinnspiel des Arena Verlags und Hugendubel Würzburg teilzunehmen. Dafür, dass ich auch hingegangen bin! Dieses Meet & Greet mit der Autorin von Diabolic, S.J. Kincaid, war wohl der Startschuss meines Lebens als Buchbloggerin.

Was als „Ich mach mal ein paar Bilder für Instagram“ begann, wurde innerhalb weniger Monate einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens. Und wenn man in dieser Branche unterwegs ist, was darf da nicht fehlen? Die Frankfurter Buchmesse!
2017, danke, dass ich mich getraut habe, alleine nach Frankfurt zu fahren. Mit meinen 26 Jahren fahre ich erst seit anderthalb Jahren Auto und der Start war mehr als nur ein bisschen holprig. Daher habe ich viel Respekt und ein wenig Angst vor dem Autofahren. Es war also ein riesengroßer Schritt für mich ganz alleine zu fahren. Danke!

2017, danke, dass ich so viele wunderbare Menschen kennengelernt habe. Euch alle aufzuzählen würde vermutlich Stunden dauern … daher danke ich euch allen gemeinsam. Ich danke euch, denn ihr glaubt an mich, ihr lest meine Texte, ihr kommentiert, ihr liked, ihr seid da. Es war ein Jahr voller Höhen und Tiefen und die Menschen, die mir – neben meiner Familie und meinen hier ansässigen Freunden versteht sich – beigestanden haben, wart ihr. Die Menschen in meinem Telefon 😀

Doch eine Person möchte ich wirklich namentlich erwähnen. Ich glaube an vieles, doch dass ich hier, in dieser Buchcommunity meine beste Freundin finden würde, das wäre mir im Traum nicht eingefallen. Rika … was wäre die FBM nur ohne dich geworden. Ich kann es wirklich nicht in Worte fassen, denn was ein Kissen, die FBM und stundenlange Whatsapp- und Telefongespräche vereint haben, das können 350 Kilometer auf keinen Fall wieder trennen. Und du weißt ja – LBM, wir kommen! ❤

Wie gesagt, es war auch ein Jahr voller Tiefen. So manches Mal hätte ich sehr gerne den Kopf in den Sand gesteckt. Ich habe mit dem Gedanken gespielt (keine Panik, der war von sehr kurzer Dauer), wieder nach Spanien auszuwandern. Oder nach England. Oder nach Oregon. Es gab Tage, an denen ich nicht mehr wusste, wo ich beginnen sollte das Chaos, das mein Leben beherrscht hatte, zu organisieren. Es gab Wochen, die bestanden nur aus Autofahren, arbeiten, essen und schlafen. Und dem Satz „Alles hat seinen Grund“. Und jedes Mal wenn mir dieser Satz durch den Kopf schoss, hätte ich am liebsten meinen halben Hausstand durch die Wohnung gepfeffert. Und doch ist dieser Satz wahr. Alles, was dieses Jahr geschehen ist – beziehungsweise, nicht geschehen ist – hatte einen guten Grund. Auch wenn wir diesen nicht direkt oder vielleicht sogar nie erkennen. Es geht im Leben nicht darum alles zu verstehen, sondern darum es zu akzeptieren und weiterzumachen (danke, Mama, dass du mich dies gelehrt hast). Nicht umsonst habe ich eine Tasse auf Arbeit, die mich jeden Tag daran erinnert, wieder aufzustehen.

2017, danke, dass ich nun noch geduldiger bin, als ich es schon war. Danke, dass ich immer wieder aufgestanden bin. Danke, dass es so viele verständnisvolle Menschen in meinem Leben gibt, die mich auch einfach kommentarlos in den Arm nehmen. Danke für die vielen, unendlich wertvollen Freundschaften.
Ich danke dir auch für die Menschen, die sich entschieden haben nicht bei mir zu bleiben. Denn auch diese Menschen haben mir etwas gezeigt, mich gelehrt. Und als diese Lektion vorüber war, waren sie weg. Auch wenn es weh tut. Manchmal mehr, als man denkt ertragen zu können.
Danke für all die Steine, die du mir vor die Füße gelegt hast, denn mit diesen Steinen werde ich meinen Weg bauen. „Scheitern der größte Lehrer ist“ hat Yoda im neuesten Star Wars Film so schön gesagt. Stimmt. Ich weiß jetzt, was ich 2018 anders machen muss.

In diesem Sinne … 2018 – let’s get ready to rumble!