[Wochenrückblick] Eine Überraschung kommt selten allein

Mit einem Tag „Verspätung“ kommen nun auch meine Leselaunen zur vergangenen Woche. So laaaaaangsam kommt die Leselust wieder und auch auf dem Blog ist wieder etwas los. Das wichtigste daran: Ich will wieder schreiben!

(Eine Aktion von Trallafittibooks)

Aktuelle Bücher

Aus dreieinhalb mach vier. Grischa #2 Eisige Wellen, To all the boys I’ve loved before und After Work stehen immer noch auf dem Plan, Herrscherin der tausend Sonnen habe ich auf Eis gelegt … und Tigerstreifenhimmel kam dazu!
Letzteres hatte am Freitag Release – nochmal herzlichen Glückwunsch, Ronja! ❤
Ich bin total gespannt, wie es mir gefällt, da ich ehrlich zugeben muss, dass ich noch nie etwas in der Richtung gelesen habe. Und bisher gefällt es mir wirklich seeeeehr gut! Ich wäre wirklich glücklich, wenn ich zumindest einen Großteil bis zum Wochenende schaffe. Oder bin ich zu optimistisch?

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Lesestimmung

Wie schon zu Anfang erwähnt, es kommt langsam wieder Stimmung in meine Abendgestaltung. Heute Abend ist beispielsweise ein bewusst eingeplanter Leseabend. Und ich freue mich unendlich auf Tigerstreifenhimmel. Und ich habe heute zum ersten Mal meine Mittagspause genutzt um zu lesen. Ich kam zwar etwas getroffen von der Sonne wieder ins Büro … aber das wird schon wieder. 😀


Serienreif

Agent Carter ist passé – zu schade, denn ich mag die Lady nur zu gern! Voller Elan wollte ich am Samstag die nächste Folge Shadowhunters schauen, bis mir auffiel, dass Midseason Pause ist. Ärgerlich ohne Ende! Doch ich wäre nicht ich, wenn es nicht innerhalb von Minuten eine Alternative gegeben hätte: Haus des Geldes!
Stella hat letzte Woche eine absolute Empfehlung auf ihrem Blog zu der spanischen Serie ausgesprochen. Und da ich schon eeeeeewig keinen Film oder Serie mehr auf Spanisch gesehen habe, dachte ich mir, dass ich der Empfehlung einfach mal nachgehen könnte. Zwar habe ich nur die erste Folge gesehen, aber es sieht doch sehr interessant aus. Und der spanische Aspekt tat einfach mal wieder gut!

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Quelle: GeekingJay

Und sonst so?

Ich kann euch sagen: Es geht bergauf! Die komische Phase, die ich in den letzten Wochen hatte, hat ihre Koffer gepackt und zieht gerade wieder aus. Was bin ich froh!
Und trotz Arbeit am Samstag konnte ich in den letzten Tagen die Energie tanken, die mir so gefehlt hat.
Außerdem hatte das Wochenende noch zwei Überraschungen parat.

Als ich Freitag von Arbeit nach Hause kam, lag ein Päckchen vor meiner Tür. Mein erster Gedanke galt Ella, da sie mir ihr Rezensionsexemplar von Fallende Stadt überlassen hat. Zuerst dachte ich noch, dass sie das echt robust verpackt hat, bis ich gemerkt habe, dass es sich um eine Sendung von Amazon handelte. Ich hatte aber gar nichts bestellt. Wirklich nicht!
Also, schnell in die Wohnung gehuscht, Einkauf verräumt, Schuhe ausgezogen uuuuuuuund ausgepackt! Enthalten war – wer hätt’s gedacht – ein Buch! Meine liebste Rika hat mir noch ein Geburtstagsgeschenk zukommen lassen, worüber ich mich mächtig gefreut habe! The way to find love ist einfach nur wunderschön, sowohl die Haptik, als auch der Klappentext. Wir werden das Buch demnächst gemeinsam lesen und ich freue mich jetzt schon riesig darauf.

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Am Samstag kam Überraschung Nummer zwei. Und wieder hatte ich nicht damit gerechnet. Der Lieblingsmensch ist gegen späten Nachmittag vorbeigekommen und hat vorher noch einen kurzen Abstecher in die Buchhandlung gemacht – ich hatte Macha aus dem Carlsen Verlag bestellt.

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Dass er jedoch am Abend zuvor auch schon in der Buchhandlung war, davon wusste ich nichts. Schon seit Monaten steht es auf meiner Wunschliste. Schon seit Freitag ist es endlich erhältlich. Und schon Freitag wollte ich meine Mittagspause nutzen, nur um kurz nach Würzburg reinzufahren und das Buch mit nach Hause schleppen zu können. Die Rede ist von Eine Geschichte voller Magie! Es ist fabelhaft, einfach fantastisch! Ich war total gerührt! Zu zweit haben wir dann die ersten Seiten bestaunt, uns über den Inhalt unterhalten – ich war absolut auf Wolke sieben!

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Am Sonntag war ich mit den Euro-Mädels zum Brunchen eingeladen. Ich sag euch … da vergisst frau einfach die Zeit. Und den Lieblingsmenschen! Es war ein absolut entspannter, witziger und sektreicher „Morgen“. Für solche Freundinnen kann man einfach nur dankbar sein! ❤

Vollendet wurde der Sonntag mit einem schönen Spaziergang mit dem Lieblingsmenschen, dem nächsten Marvel Film auf unserer #avengeradventure Liste und ein paar Kapiteln Tigerstreifenhimmel. Letzterem werde ich mich nun wieder widmen.

Ich wünsche euch einen wundervollen Start in die neue Woche! ❤


Weitere Leselaunen

Strandurlaub und Lesezeit – Trallafittibooks
Der Sommer ist da – Sarah Ricchizzi
Internetlos in Leipzig – Valaraucos Buchstabenmeer
Reading Buddy – Letterheart
Von Junggesellinnenabschieden und der DSGVO – ninespo
Leselaunen – The Book Dynasty
Summertime – glimrende
Leselaunen – Bücherwanderin
Von Hitzewellen und meinem Leseflow – Aus dem Leben einer Büchersüchtigen
Langsam nimmt alles Form an | Produktplatzierung – Chaosmariechen
Von dicken Büchern und Evakuierungen – Nerdahoi
Ein eingeklemmter Nerv hindert mich nicht an einem Star Wars-Kinobesuch –  umivankebookie

[Rezension] Grischa #1 Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

Ende April erfuhr ich durch eine Facebook-Gruppe, dass der dritte Teil der Grischa Trilogie neu aufgelegt werden sollte. Seit diesem Zeitpunkt habe ich die Homepage des Carlsen Verlags regelrecht gestalkt, ich wollte auf keinen Fall den Zeitpunkt verpassen, an dem die Bestellungen des Buches freigeschaltet werden würden.
Am 2. Mai war es endlich so weit – ich konnte sogar eins ergattern. Und als ich es fünf Tage später endlich in den Händen hielt … pures Glück im Leben eines Bücherwurms, sag ich euch.

Noch auf der Arbeit überlegte ich, ob ich am selben Abend mit dem ersten Teil beginnen sollte oder nicht. Nun … meine Neugier war in den letzten Monaten ins Unermessliche gestiegen. Warum wurden diese Bücher so wahnsinnig gehyped, dass auf eBay und Co. Unsummen dafür verlangt wurden? Das musste ich selbstverständlich so schnell wie möglich aufklären.
Kann ich den Hype nachvollziehen?

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Zuallererst blieb ich an der Erwähnung der verschiedenen Arten von Grischa hängen. Ich versuchte mir die Namen und Zuordnungen einzuprägen, gab den Versuch aber sehr schnell wieder auf, weil ich genau wusste, dass ich zwei Seiten später schon wieder alles vergessen haben würde. So blätterte ich zwar drei, vier Mal am Anfang der Geschichte zurück, um mich daran zu erinnern, aber im Lauf des Buches war das gar nicht mehr nötig.

Als nächstes musste ich die Karte näher in Augenschein nehmen, die finde ich meist sehr beeindruckend. Solange sie nicht spoilern – das ist mir auch schon einmal passiert. Es ist immer spannend, wenn man den Weg der Protagonisten nachverfolgen kann und schon direkt am Anfang zu spekulieren beginnt, wo der Weg einen hinverschlagen mag. Im Nachhinein betrachtet, verrät die Karte mehr als man denkt. Man weiß es nur nicht. 😉

Das Setting in Grischa ist ein ganz anderes. Wo die meisten bekannten Stories amerikanisch oder deutsch angehaucht sind, spielt bei dieser ein russisches Flair mit. Somit sind einige der Namen für diejenigen unter uns, die diese Sprache weder gelernt haben noch sprechen, doch etwas kompliziert, das muss ich zugeben. Letztendlich jedoch eine Sache der Gewohnheit. Auch wenn es mir am Anfang etwas schwer fiel in die Geschichte reinzukommen, aufgrund von Namen, den verschiedenen Grischa-Arten, so schüttelte ich dieses nervige Gefühl recht schnell ab, um mich ganz der Story und dem einfachen, angenehmen Schreibstil von Leigh Bardugo hinzugeben.

Alina, die Protagonistin, findet durch Zufall heraus, dass sie doch kein schwächliches, gewöhnliches Mädchen sondern eine Grischa ist. Plötzlich steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf und sie wird zur Lehre zum mächtigsten Grischa des Landes geschickt: dem Dunklen. Der erscheint von Anfang an mysteriös, ich konnte diesen Charakter überhaupt nicht einschätzen, da er sehr unnahbar und undurchsichtig aufgebaut ist. Zurecht. Aber das ist ein anderes Thema. Dass sich Alina nicht von Anfang an mit der neuen Situation zurechtfinden würde, war mir irgendwie klar. Jedoch muss ich gestehen, dass sich ihre Lehre dann doch etwas gezogen hat. Einige Stellen kamen mir sehr langatmig vor.
Was Alina sonst anbetrifft, bin ich mir noch nicht absolut sicher, wie ich sie beschreiben soll. Manchmal ist sie emotional, dann wieder absolut kalt. Mal naiv, mal durchdenkt sie ihre Handlungen. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im Laufe der Bücher entwickeln wird.
Maljen ist meines Erachtens nach, auch nicht einfach zu durchschauen. Zwar scheint ihm wirklich etwas an Alina zu liegen, doch so richtig zum Ausdruck bringen kann er es nicht. Er scheint sehr von sich überzeugt zu sein, trägt die Nase manchmal etwas zu weit oben und plötzlich wirkt er neben Alina regelrecht hilflos. Jedoch fehlt es den Charakteren im ersten Buch noch an Tiefe – meiner Meinung nach.

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Fazit

Ein Setting, wie wir es sonst nicht von der Fantasy Literatur gewohnt sind. Die russisch angehauchte Welt unserer Protagonistin Alina wirft den Leser in völlig unbekannte Dimensionen, die manchmal gar nicht so leicht zu durchschauen sind – wenn man an deutsch-amerikanische Welten gewöhnt ist. Doch trotz der wundervollen Kulissen konnte mich die Story nicht von Grund auf begeistern. Die Protagonisten sind teilweise zu kalt und naiv und der Geschichte selbst hat – trotz sehr interessanten Plot-Twists – das gewisse Etwas, der Aha-Moment gefehlt. Gerechtfertigt finde ich den Hype – aus meiner Sicht – bisher nicht. Was nicht ist, kann bekanntlich aber noch werden.

Doch trotzdem – oder gerade deswegen – habe ich direkt danach zur Fortsetzung gegriffen. Etwas, das ich sehr selten tue. Ich muss einfach wissen, was hinter der Begeisterung steckt und bin gespannt, ob ich diese finden werde.
Außerdem steht Das Lied der Krähen auf meiner Wunschliste, und obwohl es nicht direkt etwas mit Grischa zu tun hat, spielt es doch in derselben Welt. Ein paar Vorkenntnisse sind da bestimmt von Vorteil. 🙂

Ich habe lange darüber nachgedacht, in welche Kategorie dieses Buch einzuordnen wäre … und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass es wirklich ein Zwischending ist.


Infos zum Buch:

Titel: Grischa – Goldene Flammen
Autor: Leigh Bardugo
Seiten: 352
ISBN: 978-3-551-58285-0
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 24. August 2012


Mit anderen Worten

Leider bleiben alle Charaktere für mich eher eindimensional und vor allem Alinas Entwicklung warf bei mir viele Fragen auf. Sie wirkt unheimlich naiv und unsicher, teils auch unsympathisch, was für mich nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine gelungene Story sind.“ – Schwarzbuntgestreift

Leigh Bardugo hat in dem Trilogie-Auftakt „Grischa – Goldene Flammen“ eine Welt geschaffen, welche den Leser kurzweilige Lesestunden schenken wird. Ein Mädchen hin- und hergerissen zwischen ihrer Gabe, Versuchung und Liebe.“ – Nightingale’s Blog

[Rezension] Das tiefe Blau der Worte von Cath Crowley |5 Gründe, das Buch zu lesen

Als Rachel vor Jahren aus der Stadt weggezogen ist, hat sie Henry einen Liebesbrief hinterlassen, in seinem Lieblingsbuch in der Buchhandlung seiner Familie. Henry, ihrem besten Freund, ihrem Seelenverwandten. Und trotzdem hat er den Abend mit Amy verbracht und ist nicht gekommen, um sich zu verabschieden.
Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sich eigentlich nie wiedersehen wollte. Trotz allem verstehen sich die beiden immer noch, nähern sich wieder an, erneuern ihre Freundschaft.
Und während um sie herum in der Buchhandlung das Leben tobt, sich Dramen ereignen und Liebespaare finden, erobern sie sich einen Platz in einer Welt, in der es zum Glück Worte gibt.

Wer meine letzten Beiträge ein bisschen verfolgt hat weiß, dass ich letzte Woche Donnerstag das neue Werk von Cath Crowley Das tiefe Blau der Worte begonnen habe. Und beendet. Innerhalb eines Abends.
Wer mich schon etwas länger kennt weiß, dass so etwas bei mir absolut nicht normal ist. Der weiß, dass das letzte Buch, dass ich mehr oder weniger an einem Tag gelesen habe, Das Reich der sieben Höfe #2 Flammen und Finsternis war.
Um so etwas zu tun muss das Buch mehr als nur sehr gut sein. Es muss berühren. Unter die Haut gehen.
Und genau so ein Buch ist Das tiefe Blau der Worte.

Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Titel im Januar bei Nicci von Trallafittibooks und habe dann sofort in der Buchhandlung meines Vertrauens vorbestellt. Kurz nach der Leipziger Buchmesse konnte ich das Buch sogar schon abholen, nur mit dem Lesen hat es nicht direkt geklappt.
Doch was lange währt …

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1. Bücher!

Mal ganz ehrlich. Es geht in diesem Buch um eine Buchhandlung. Und zwar nicht irgendeine Buchhandlung, sondern eine, in der es ausschließlich gebrauchte Bücher gibt. Es ist eine reine Hommage an all die geschriebenen Zeilen auf dieser Welt. An das geschriebene Wort. Allein deswegen lohnt es sich schon, dieses Buch zu lesen.

Worte sind wichtig. Sie sind nicht sinnlos. […] Wenn sie einfach nur Worte wären, hätten sie keine Bedeutung und dann würde es nicht schon seit der Zeit bevor die Menschen schreiben konnten, Geschichten geben. […] Wenn sie einfach nur Worte wäre, würden die Leute sich nicht ihretwegen verlieben, ihretwegen glücklich oder unglücklich sein […]

(S. 373 f.)

Ich habe zwischendrin immer mal wieder zum Handy gegriffen, um die Bücher zu googlen, die erwähnt werden. Große Erwartungen von Dickens kenne ich zwar – es steht sogar seit Jahren in meinem Regal und ich habe es geliebt – doch die meisten Werke kenne ich gar nicht. Es lohnt sich, kurz innezuhalten und sich zumindest mal die Cover anzuschauen … vor allem bei einem bestimmten Buch über die Meeresbewohner …

2. Die Briefbibliothek

Wie genial ist das denn?! Eine Abteilung in einem Buchladen, in der man in den Büchern Notizen machen kann, seine Lieblingszeilen unterstreichen darf und mit anderen Lesern kommuniziert. Ich finde diese Idee so romantisch. Stellt euch einfach mal vor, wie das wäre? Ich weiß, es gibt Wanderbücher, in denen jeder, der es gelesen hat, etwas reinschreibt. Aber stellt euch einfach mal einen Bereich in einer Buchhandlung vor. Bücher, in denen Briefe liegen. Bücher, die schon so viele Menschen in der Hand hatten, weil sie ihre absoluten Lieblingsbücher sind. Ich bin immer noch total begeistert davon.

3. Die Emotionen

Ihr werdet in diesem Buch keine actionreiche Geschichte finden, bei der ein Plot-Twist den anderen jagt. Was ihr in diese Seiten jedoch finden werdet, sind Gefühle. Beim Lesen mancher Zeilen war ich mir gar nicht mal so sicher, was ich genau empfinde, weil eine Emotion die andere jagt. Es geht um Liebe. Trauer. Schmerz. Glück. Wut. Verzweiflung. Euphorie. Jedes Gefühl, das ihr euch vorstellen könnt, werdet ihr in diesem Buch finden.

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4. Die Charaktere

Henry, der Dichter und Rachel, die Realistin. George, die Unnahbare und Martin, der Bezwinger. Und Cal, der Naturwissenschaftler.
Die Geschichte selbst wir abwechselnd von Rachel und Henry erzählt und zwischen den Kapiteln hat man einen Einblick in die Briefe, die sich die Protagonisten und Nebencharaktere schreiben und geschrieben haben. So erfährt man immer noch ein bisschen mehr über die Hintergründe, was auch eine gewisse Tiefe bei den Nebencharakteren mit sich bringt.  Ich habe selten einen Einteiler gelesen, in dem nicht nur die Protagonisten super ausgearbeitet sind. Und hier am Rande werde ich noch etwas erwähnen, das ich persönlich toll fand:

Hinter dem Baum sehe ich [Rachel] zwei Frauen auf der Veranda sitzen. »Meine Mums«, sagt er [Martin] und ich winke ihnen zu, als er aus dem Auto steigt. Ich vermisse es, meine Eltern so zusammen zu sehen.

(S. 186)

Versteht ihr, was ich sagen will?

5. Der Schreibstil

Wie ich schon zu Anfang erwähnt habe, muss dieses Buch etwas ganz besonderes sein, dass ich es an einem einzigen Abend lese. Noch dazu unter der Woche – mein Schönheitsschlaf ist mehr als heilig!
Cath Crowley hat einen so unglaublich poetischen Schreibstil, jedes Wort ist perfekt gewählt und platziert … Und genau das ist es, was dem Leser tausendundeine Emotionen übermittelt. Es harmoniert einfach alles perfekt miteinander.


Es ist mir wirklich schwer gefallen, in Worte zu fassen, warum mich dieses Buch so sehr berührt hat. So sehr, dass ich 394 Seiten in fünf Stunden gelesen habe. So sehr, dass ich geschmunzelt, gegrinst, gelacht und geweint habe. So sehr, dass mir dieses Buch noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. So sehr, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass ich diese Geschichte gelesen habe. So sehr, dass es mehr als „nur“ ein Herzensbuch ist.

Zum krönenden Abschluss, hier noch eine absolute Wahrheit für euch:

Ich habe mein Handy den ganzen Tag auf stumm gelassen und absichtlich nicht nachgesehen, denn ein beobachtetes Handy klingt nie, das ist eine allgemein anerkannte Wahrheit.

(S. 82)

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Infos zum Buch:

Titel: Träume wie Sand und Meer
Autor: Cath Crowley
Seiten: 400
ISBN: 978-3-551-58372-7
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 21. März 2018


Mit anderen Worten

„Dieses Buch ist pure Liebe zum geschriebenen Wort. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, aber nach dieser Geschichte habe ich das Gefühl, Bücher noch mehr zu lieben als vorher.“ – Fantasieweltenwandlerin

„Du hast mich gelehrt, dass es okay ist, traurig zu sein und dass man manchmal etwas aufgeben muss, damit etwas Neues entsteht, an dem man selbst wachsen kann.“ – Miss Foxy reads

#KampfUmDemora | 3. Aufgabe

Gestern Abend ist mir aufgefallen, dass ich die letzte Aufgabe noch gar nicht gelöst habe. Da ich meinen Laptop zuhause, neben der Kommode habe stehen lassen, muss der Post eben mit dem Handy getippselt werden. 😅

Hier könnt ihr übrigens alles rund um die Challenge nachlesen

Wer letzte Woche gedacht hat, dass die Mädels sich da echt was anderes ausgedacht haben, herzlichen Willkommen bei der letzten Aufgabe! Ich würde sagen, das Thema hat sich in sich ☺️


Ich bin ehrlich gesagt sehr glücklich darüber, dass ich mir selbst aussuchen kann, wen ich liebe und wen nicht. Eigenständig und ohne Fremdeinwirkung.

Doch das war nicht immer so. Und ist es teilweise heute auch nicht, wenn ich richtig informiert bin … Da ich auf die heutige politische Situation mancher Länder nicht eingehen möchte, halte ich mich daher an die Vergangenheit …

In meiner romantischen Vorstellung der Welt kann aus der Zwangsehe Liebe entstehen. Ich denke (eigentlich hoffe ich es eher), dass eine Zwangsehe nicht unbedingt Gewalt, Manipulation und Verachtung bedeutet. Vielleicht ist es eben auch möglich, dass nicht nur einer der Beteiligten, sondern keiner der beiden diese Verbindung gewollt haben und sich nun damit arrangieren müssen. Solange beide sich mit Respekt begegnen, kann möglicherweise eine Vertrauensbasis geschaffen werden. Immerhin muss man miteinander auskommen.

Doch das ist, meiner Meinung nach, wirklich nur möglich, wenn man aufhört dagegen zu rebellieren und sich damit „abfindet“, dass man mit einer Person verheiratet ist, die man nicht kennt, nicht heiraten wollte oder wie auch immer. Wenn keiner dem anderen böses will.

Sollte diese Bereitschaft zum Kennen und Vertrauen lernen vorhanden sein, gibt es eventuell die Chance, dass irgendwann Liebe entsteht. Es kann ja sein, dass der Ehepartner Eigenschaften besitzt, die man toll findet. Selbstverständlich kann es genauso gut sein, dass man den anderen nicht ausstehen kann. Wer soll das schon vorhersehen?! Gefühle kann niemand steuern, erzwingen oder voraussehen. Sie passieren einfach. Zwangsehe hin oder her.

Ich möchte also wirklich an dem Gedanken festhalten, dass Liebe in dieser Situation möglich ist. Wie gesagt, Respekt voreinander ist eine Grundvoraussetzung. Alle anderen Arten von Zwangsehen, in denen Gewalt auf der Tagesordnung steht, setze ich in meiner Argumentation vor die Tür, da das den Rahmen einfach sprengen würde und ich mich, um eine Meinung schreiben zu können, wirklich erstmal mit dem Thema auseinandersetzen müsste.

#KampfUmDemora | 2. Aufgabe

Es ist Freitag, letzter Tag der zweiten Aufgabe der Challenge und wer ist mal wieder spät dran? Genau. Ich.
Ich habe bis heute morgen gebraucht, um endlich eine Idee zu haben, wie ich die Herausforderung bewerkstelligen könnte. Doch was war diese Woche überhaupt zu tun?

Hier könnt ihr übrigens alles rund um die Challenge nachlesen.

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Ich vermute, ihr schaut gerade genau so wie ich am Montag. 😀 Ich saß nämlich absolut „bedröppelt“ vor meinem Computer und hatte absolut keine Ahnung, wie das zu schaffen sein sollte.

vertrauen-und-verrat-kampf-um-demora-1-700x1036Das hier links ist übrigens das Originalcover aus dem Carlsen Verlag. Fesseln? Ja, krieg ich bestimmt hin. Wie löse ich das Bild aus? Selbstauslöser. Ist ok, das bekomm ich hin. So lief das Gespräch mit mir selbst in meinem Kopf in ungefähr ab.
Als ich dann ans Werk ging, musste ich feststellen, dass es überhaupt nicht einfach ist, sich selbst zu fesseln. Außerdem ist das werte Model auch noch auf dem Rücken gefesselt. Alleine ist das, meines Erachtens nach, nur praktikabel, wenn man in der Lage ist, sich zu verrenken. Ich dachte aber, ich lasse meine Schultern und sonstige Knochen wo sie hingehören 😉

Und jetzt kommt der Lieblingsmensch ins Spiel. Der hat nämlich nicht nur eine Nachstellung in der richtigen Position möglich gemacht, sondern auch die Bildbearbeitung übernommen. Bilder zurechtschneiden, zwei Filter drüber und ein bisschen an der Sättigung rumschrauben, kann ich gerade so. Alles andere … überlasse ich dann doch einem Profi. An dieser Stelle also ein fettes Dankeschön :*

Und nun will ich euch gar nicht viel länger mit der Story rund um die Entstehung hinhalten 😉

Tadaaaaaaaaaaa:

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Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Ergebnis und unendlich dankbar für die riesengroße Hilfe. Genau so hatte ich die Lösung der dieswöchigen Aufgabe im Kopf!


Jetzt bin ich super gespannt auf euer Feedback, also immer her damit 😉

 

Bildquelle: Carlsen Verlag