[Rezension] H.O.M.E. – Das Erwachen von Eva Siegmund

Was für ein grandioses Buch! Ich bin unglaublich positiv überrascht von H.O.M.E., muss ich sagen. So eine Geschichte hätte ich nie erwartet!
Autorin Eva Siegmund gibt einem ganz kurz die Chance, einen Blick auf Zoës perfektes Leben zu werfen und schon steckt man mitten in einem zerfallenenden und von der Dürre geplagtem Berlin. „[Rezension] H.O.M.E. – Das Erwachen von Eva Siegmund“ weiterlesen

[Rezension] The Hate U Give von Angie Thomas

Starr ist in zwei Welten zu Hause: in dem schwarzen Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, und in ihrer überwiegend weißen Privatschule. Als ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, muss sich Starr entscheiden: Wird sie schweigen oder ihre Stimme erheben?

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag für die Bereitstellung.

Meinung

Ich war sehr lange sehr unsicher, ob mir dieses Buch gefallen sollte. Da Fantasy eher mein Genre ist, bin ich seit Die Frauen von Salem wirklich vorsichtig geworden, was Non-Fantasy Bücher angeht.
Hätten nicht so viele andere Blogger von diesem Buch geschwärmt, hätte ich es wohl nie versucht.

IMG_2668(1)Angie Thomas hat einen ergreifenden, flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil. Sofern man das von einer Übersetzung sagen kann … Von meiner Seite auch ein riesengroßes Lob an die Übersetzerin, denn die Arbeit ist große klasse! Das Buch wurde nicht „stumpf“ übersetzt, sondern der Slang wurde beibehalten. Es kommen oft kurze, einfach englische Sätze im Buch vor, gefühlt jeder wird „Baby“ genannt und ich stand schon kurz davor mit „Yes, Sir“ zu antworten, als ich etwas gefragt wurde. Großartig! So großartig, dass ich gar nicht gemerkt habe, in welcher Geschwindigkeit die Seiten flogen. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, schon war das Buch vorbei.

Vielen wird die Thematik nicht fremd sein, es war vor ein paar Jahren nicht aus den Medien wegzudenken: Weißer Cop erschießt schwarzen Jungen. Und danach explodiert eine ganze Stadt, gar ein ganzes Land. Und genau darum geht es in diesem Buch. Um die Geschichte zu erzählen bedient sich Thomas der mutigen Protagonistin Starr. Der 16-jährige Teenager muss hautnah miterleben, wie ihr Freund erschossen wird. Unbewaffnet. Unberechtigt.

Eigentlich hat Starr schon genug damit zu kämpfen, dass sie, wie schon im Klappentext erwähnt, in zwei komplett verschiedenen Welten lebt. Sie versucht es wirklich alle recht zu machen. An der weißen Schule nicht „zu schwarz“ zu sein und in ihrem schwarzen Viertel nicht „zu weiß“ zu wirken. Kein einfaches Unterfangen. Und dann wird alles nur noch komplizierter, denn sie muss sich entscheiden, redet sie oder schweigt sie. Wird sie Khalils Geschichte erzählen?

Auch Rassismus spielt eine bedeutende Rolle in dem Buch. Ob direkt, durch Worte einer „Freundin“ oder indirekt durch Kommentare ihres Vaters über ihren weißen Freund. Das Thema zieht sich durch das gesamte Buch und wird, wie ich finde, sehr gut dargestellt. Selbstverständlich kann ich mir als Weiße in Deutschland das Ganze nur bedingt und sehr schwer vorstellen, aber ich konnte mich ziemlich gut in die Welt und das Geschehen reinversetzen. Dank Angie Thomas und diesem Buch.

Nicht nur Starr durchläuft eine Entwicklung während der Geschichte, auch die Nebencharaktere, wie ihre Freunde und Familie, sind gut getroffen und sehr tiefgründig.

Fazit

Schwierig, aber dennoch sehr gut in Szene gesetzt. Die Thematik, die Angie Thomas in ihrem Buch aufgegriffen hat ist topaktuell und richtig gut geschrieben. Wie schon der Publishers Weekly schrieb: „Diese Geschichte ist notwendig. Diese Geschichte ist wichtig“. Meiner Meinung nach sollte dieses Buch zur Schullektüre gehören.

Daher ist es ganz klar eine Leseempfehlung.


Infos zum Buch:

Titel: The Hate U Give
Autor: Angie Thomas
Seiten: 512
ISBN: 978-3-570-16482-2
Verlag: cbt
Erstausgabe: 24. Juli 2017

[Rezension] „Scherben der Dunkelheit – Gesa Schwartz

»Halte dich fern von Dingen, die du nicht verstehst«, flüsterte er. »Halte dich fern vom Zirkus der Schatten!«
Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag für die Bereitstellung.

Meinung

Düster, verwunschen, magisch, fantastisch. Diese Wörter fallen mir spontan ein, wenn ich an Scherben der Dunkelheit denke. Gesa Schwartz hat eine kleine, mystische, dunkle Welt erschaffen, aus der man so schnell nicht wieder hinauskommt …

img_2365Das Buch war durch und durch spannend, obwohl ich erwähnen muss, dass ich einige Stellen mehrmals lesen musste, der rote Faden war einfach verschwunden. Frechheit, würde ich sagen 😉

Nachdem der Faden und ich wieder gemeinsame Wege gegangen sind, wurde das Buch auch wieder verständlich und ich konnte weiter in die faszinierende Welt von Anouk und den Zirkusbewohnern abtauchen.

Die Autorin nutzt sehr viele Metaphern, besonders wenn es um die Vergangenheit der Zirkusbewohner geht. Aufmerksames, konzentriertes Lesen ist also gefordert, sonst ist der rote Faden weg (und das ist mehr als ärgerlich). Aber nicht nur Konzentration und Aufmerksamkeit müssen da sein, sondern auch Kreativität und Fantasie. Das gesamte Buch ist eine Aneinanderreihung von Farben und Bildern, durch die die Autorin die Welt der Zirkus darstellt. Abstrakte Kunst in Schriftform, würde ich sagen.

Dennoch: das Buch war fabelhaft. Es gab mehrere Wendungen und Ereignisse, die ich niemals erwartet oder vorausgesehen hätte. Anouk vereint sehr viele Dinge in ihrer Person. Sie hat helle und dunkle Seiten. Die Verspieltheit und Naivität eines Teenagers; die Tapferkeit und den Mut eines Erwachsenen. Sie ist durch ihre Vergangenheit geprägt – wie alle im Zirkus – daher passt sie auch perfekt dazu. Rhasgar ist ihr ständiger Begleiter, dass es zwischen den beiden zu knistern beginnt, war vorprogrammiert. Auch die restlichen Charaktere fand ich gut ausgearbeitet. Wenn Masrador auf der Bildfläche erschien, wurde es mir schnell zu gruselig, sobald Levin auftauchte, wollte ich ihn am liebsten durchknuddeln …

Fazit

Ich denke, am besten beschreibt man das Buch mit einem Satz aus dem Buch selbst. „Ein Kaleidoskop der Dunkelheit“. Besser könnte ich es nie beschreiben. Abstrakt, bunt, düster, magisch.

Für mich wandert das Buch ganz klar in die Kategorie Leseempfehlung.

Weitere Rezensionen zum Buch:

Ella Woodwater –  Scherben der Dunkelheit von Gesa Schwarz

Lovelyceska – Scherben der Dunkelheit von Gesa Schwartz


Infos zum Buch:

Titel: Scherben der Dunkelheit
Autor: Gesa Schwartz
Seiten: 592
ISBN: 978-3-570-16485-3
Verlag: cbt
Erstausgabe: 25. September 2017

 

Meine Bücher im April

Magie, Elfen, Hexen, Zauberer, New York und Götter – diese Wörter fassen meinen Lesemonat ganz gut zusammen.

Harry Potter und das verwunschene Kind habe ich Anfang April beendet und kurz danach auch die Rezension hier veröffentlicht. Es war ganz gut, als Harry Potter-Fan sollte man es, meiner Meinung nach, gelesen haben, auch wenn es nicht mehr ganz so viel mit der Geschichte zu tun hat. Trotzdem gehört diese neue Geschichte irgendwie dazu.

Der Prinz der Elfen … tja, was soll ich dazu sagen? Ich war, wie schon berichtet, echt etwas enttäuscht von diesem Buch. Wunderschönes Cover, die Geschichte fängt auch interessant an, lässt dann aber rapide nach. Schade eigentlich.

The sun is also a star. Nachdem ich sooooo unglaublich viele Bilder auf Instagram zu diesem Buch gesehen habe, musste ich es lesen. Als ich Mitte April nicht am Hugendubel in Würzburg vorbeikam – mal wieder – war dieses Buch natürlich auch in meiner Tasche. Eine Rezension schulde ich euch noch, ich weiß, ich war etwas faul die letzten Wochen – sorry. Dieses Buch von Nicola Yoon ist eine etwas andere Liebesgeschichte, sie hat mir aber wirklich gut gefallen. Mehr dazu demnächst in der Rezension.

Last but not least, Götterfunke – Liebe mich nicht von Marah Woolf. Wahnsinn! Ich fand das Buch absolut klasse! Da ich so begeistert bin, warte ich aber noch ein bisschen mit der Rezension, kann ja nicht alles perfekt sein bei diesem Buch. Oder doch? Wer weiß. Auf jeden Fall kann ich euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen, mich hat es total verzaubert und ich war super traurig, als ich gesehen habe, dass der zweite Teil erst im September erscheint. September! Das dauert ja noch ewig..

In diesem Sinne, alles neu macht der Mai. Ich bin gespannt, welche Bücher mich diesen Monat erwarten, mein SuB ist echt riesig – es findet sich bestimmt was Tolles.

Ich wünsche euch einen wundervollen Monat Mai.