[Rezension] Sternenwinternacht von Karen Swan

Kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?
Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für die Bereitstellung.

Meinung

Wie der Klappentext schon vermuten lässt, beginnt das Buch als Tragödie schlechthin, allerdings mit einem Lichtblick: Jonas, der Unbekannte, der Megs Funkspruch empfängt.
Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich von diesem Lichtblick halten soll. Versteht mich nicht falsch, Jonas als Charakter ist toll. Doch er kommt, meiner Meinung nach, auf den gut 600 Seiten viel zu selten vor.

Megs Gedankengänge und Handlungen konnte ich im Buch nicht immer nachvollziehen, was ja auch völlig in Ordnung ist, man muss ja nicht alles verstehen. Doch was mir überhaupt nicht gefallen hat, war ihre Naivität gegenüber ihrer besten Freundin, Lucy. Was für ein Drachen. Eine Hexe. Ernsthaft. Die Frau hab ich vielleicht gefressen. Jedes Mal, wenn ein Teil des Buchs aus ihrer Sicht erzählt wurde, hätte ich es am liebsten zugeklappt. Oder die Seiten übersprungen. Was ich – selbstverständlich – nicht getan habe. Aber mal ganz ehrlich, ein (sorry) Miststück wie es im Buche steht. Im wahrsten Sinne des Wortes.

IMG_3048(1)Aber abgesehen davon, dass ich Meg nicht immer ganz verstanden habe, muss ich sagen, macht sie eine interessante Entwicklung durch. Manchmal hätte ich ihr schon gerne in den Hintern getreten oder mir die Haare gerauft, wenn sie eine Chance nicht direkt gepackt hat. Aber vermutlich denkt sich das meine Mum bei mir auch das ein oder andere Mal 😛 Gehört zum Leben dazu!
Von Megs bester Freundin Lucy habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Es gibt außerdem noch Ronny, Megs Schwester. Die fand ich echt cool. Auch wie die Beziehung der beiden sich Stück für Stück entwickelt hab, war richtig klasse.
Jonas ist, wie schon gesagt, irgendwie zu kurz gekommen und das in jeglicher Hinsicht … Daher kann ich auch gar nicht mal so viel über ihn sagen. Oder ich habe ein paar Seiten verschluckt, aber das glaube ich kaum.

Es hat sich also alles ein bisschen in die Länge gezogen und die neue, eigentliche Liebesgeschichte hinter der Tragödie und dem Drama ist, für mich, einfach auf der Strecke geblieben. Klar, es war spannend Stück für Stück alle Puzzleteile zusammen zu setzen … aber dann hätte ich mir eher einen Krimi geholt und keinen Liebesroman.

Fazit

Zugegeben, Sternenwinternacht und ich sind einfach keine Freunde geworden und das obwohl ich so viele positive Meinungen gelesen habe. Aber so ist das nun mal. Es war mehr ein Krimi mit Liebe am Rand als umgekehrt. Schade.

Leider, leider ein Zwischending.


Infos zum Buch:

Titel: Sternenwinternacht
Autor: Karen Swan
Seiten: 608
ISBN: 978-3-442-48670-0
Verlag: Goldmann
Erstausgabe: 16. Oktober 2017


Mit anderen Worten

„Als Leser sollte man sich auf eine äußerst emotionale Geschichte mit einem massiven Twist am Ende einstellen.“ – Lady Smartypants

[Rezension] Winterzauber in Paris von Mandy Baggot

Nirgendwo ist das Fest der Liebe so schön wie in Paris.
Ava und ihre beste Freundin landen genau zur richtigen Zeit in Paris: Der erste Schnee fällt, und der Eiffelturm erstrahlt in goldenem Licht. Die beiden sind nicht ohne Grund in der Stadt der Liebe. Ava braucht nach der Trennung von ihrem Freund Ablenkung. Und was ist da besser als Pariser Weihnachtsmärkte, Spaziergänge an der Seine und warmes Pain au Chocolat? Gerade als Ava glaubt, dass sie gar keine Männer im Leben braucht, begegnet sie dem geheimnisvollen Fotografen Julien. Sein französischer Akzent, seine haselnussbraunen Augen – und um Ava ist es geschehen …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für die Bereitstellung.

Meinung

Oh Paris … es ist viel zu lange her. Fast dreizehn Jahre. Ich war zwar noch ein Kind, aber ich kann mich noch sehr genau an die wenigen Orte erinnern, die wir in der kurzen Zeit besucht haben.

Mandy Baggot hat es geschafft das winterliche Paris auf eine atemberaubende Art und Weise rüberzubringen, ich wäre am liebsten selbst in den Flieger gestiegen. An den Eiffelturm, die Sacré-Cœur und das Viertel Montmartre kann ich mich noch sehr, sehr gut erinnern – vor allem an die Stufen hoch zur Basilika.
Ich dachte immer New York soll das non plus ultra an und rund um Weihnachten sein, aber Paris macht meiner Herzensstadt ja echt Konkurrenz. 😉

Und mittendrin in der verschneiten Stadt der Liebe? Ava und Debs. Erstere ist dabei sich von ihrer Trennung zu erholen, die andere ist Journalistin und wittert die Chance auf den Artikel, der ihr Leben verändern soll. Und dann stolpert Ava förmlich über Julien … Die Begegnung der beiden fand ich schon etwas gewagt, aber dennoch nicht komplett abwegig. Sowas kann schon mal vorkommen, oder?

Was ich sehr interessant fand war die Entwicklung der beiden, sowohl von Ava, als auch von Julien. Beide finden im Laufe des Buches mehr und mehr zu sich selbst, die Charaktere haben eine gewisse Tiefe, was mir persönlich sehr gefällt. Auch die Nebencharaktere Debs, Didier und Avas Mutter (der kleine Hausdrachen :P) sind gut ausgearbeitet und man weiß anfangs nicht, in welche Richtung diese sich entwickeln würden. Ich kann euch jedoch auch sagen, dass ihr nicht enttäuscht werdet und die Geschichte die ein oder andere Wendung parat hält.
Es geht also durchaus um mehr als nur die Liebesgeschichte. Es geht um Selbstfindung. Es geht darum zu sich selbst zu stehen.

Was mich bei diesem Buch, wie bei vielen Liebesromanen, ein wenig gestört hat, ist die Geschwindigkeit. Es geht alles immer wahnsinnig schnell, alles innerhalb von ein paar Tagen, maximal ein paar Wochen – zack! Die große Liebe. Und bitte steinigt mich jetzt nicht dafür. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sowas im wahren Leben geschieht. Nur passiert das – gefühlt – in jedem Liebesroman. Doch das ist ein anderes Thema 🙂

Fazit

Abgesehen von der Geschwindigkeit, gefällt mir Winterzauber in Paris wirklich gut. Gut ausgearbeitete Charaktere, kleinere Plot twists und eine unglaublich toll beschriebene Stadt.

Auch wenn Weihnachten schon vorüber ist, dieser Roman von Mandy Baggot ist eine klare Leseempfehlung.


Infos zum Buch:

Titel: Winterzauber in Paris
Autor: Mandy Baggot
Seiten: 480
ISBN: 978-3-442-48706-6
Verlag: Goldmann
Erstausgabe: 16. Oktober 2017


Mit anderen Worten

Die Geschichte hat mich stellenweise wirklich mitgenommen und es war so schön zu sehen, dass es der Autorin um mehr ging, als nur um die Liebesgeschichte von Ava und dem außerordentlich charmanten Fotografen.“ – bookaholic.

Die bildhafte Schreibweise ließ mich gemeinsam mit Ava und Julien durch Paris wandern, und ich konnte mir jede Sehenswürdigkeit, jeden Brunnen und Gasse wunderbar vorstellen.“ – Kati’s Fairyland