Gelesen & Gebloggt im Mai

Was habe ich im letzten Monat gelesen? Welche Bücher sind im letzten Monat eingezogen? Ihr kennt die Fragen, die sich BloggerInnen am Anfang eines neuen Monats immer wieder stellen. Solche Posts sind in diesem Jahr bei mir (fast) gänzlich ausgefallen … der Sinn dahinter war irgendwie verloren gegangen.
Nun habe ich beschlossen, es doch noch einmal zu versuchen. Zweite Chance und so 😉 Inspirieren lassen habe ich mich durch Niccis letzten Monatsrückblick.

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[Wochenrückblick] It’s totally okay, not to be okay

Eine Woche Pause, aber jetzt bin ich wieder da!
Eine weitere Woche, in der viele Dinge passiert sind, in der ich gelesen und Serien geschaut habe. Ein weiterer Sonntag geht zu Ende.
Herzlich Willkommen bei meinen dieswöchigen Leselaunen!

(Eine Aktion von Trallafittibooks)

Aktuelle Bücher

Ich würde mal behaupten, ich lese derzeit dreieinhalb Bücher parallel. Das wären Grischa #2 Eisige Wellen, To all the boys I’ve loved before und After Work. Das halbe Buch ist Herrscherin der tausend Sonnen, dass ich nach 67 Seiten entnervt abbrechen musste, um neu anzufangen, denn ich hab den Faden verloren. Nach 67 Seiten!? Scheint mir kein Buch zu sein, dass ich neben anderen Büchern lesen kann. Sowas kann ich ja leiden 😛
Grischa liegt zwar seit zwei Wochen, dafür habe ich den ersten Band der Reihe von Jenny Han begonnen. Nun, was soll ich sagen? Der Funke ist noch nicht übergesprungen. Es ist zwar ganz niedlich, aber das war’s bisher auch schon. After Work … nun … da bin ich zwar schon erheblich weitergekommen, ich frage mich nur, ob das gerade genau das ist, was ich lesen möchte oder nicht. Wirkliche Glücksgriffe habe ich nicht gelandet, aber vielleicht liegt das schlichtweg an meiner Laune.

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Lesestimmung

Die Euphorie der letzten Wochen ist völlig verschwunden. Das hat rein gar nichts mit den Büchern, sondern rein mit meinem Privatleben aktuell zu tun. Ich funktioniere aktuell nicht so, wie ich es von mir selbst gewohnt bin und das schlägt auf mein Leseverhalten über. Dafür habe ich eben viel mehr vor dem Fernseher gesessen und Marvel geschaut – Agent Carter hat es mir aktuell total angetan.
Da ich aber dieses Wochenende am #litnetzwerk teilgenommen habe und viel dort kommentiert habe, ist die Lust auf Bücher schon wiedergekommen. Ich bin guter Dinge, dass sich meine Leselaune nächste Woche wieder einpendelt.


Serienreif

Wie schon erwähnt: Agent Carter! Nachdem wir am Montag mit unserer Aktion #avengeradventure gestartet haben und zuallererst Captain America geschaut haben, musste ich einfach wissen, wie es mit Peggy weitergeht. Vor allem, nachdem mir die Serie auf Twitter empfohlen wurde. Ich kann sagen … ich habe fast beide Staffeln durch. Dann muss ich mir (mal wieder) eine andere Serie suchen.

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Quelle: Booktrib

Außerdem habe ich am Mittwoch die neue Folge Shadowhunters angeschaut. Da der Plot von den Büchern abweicht, bin ich echt schon ganz schön hibbelig, denn ein Cliffhanger jagt den nächsten. Und dann muss ich immer ’ne ganze Woche warten. 😛

 


Und sonst so?

Hinter mir liegen zwei absolut unproduktive Wochen. Nachdem ich mir darüber erst unglaublich viele Gedanken gemacht habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es in Ordnung ist. Und dann habe ich darüber nachgedacht, was mir eigentlich so gefällt an meinem Leben. Worauf ich stolz bin. Daraufhin ist dieser Post heute morgen entstanden. Auf den bin ich übrigens auch stolz. 😀

Und was habe ich sonst getan, abgesehen von nichts tun und Agent Carter schauen?
Letztes Wochenende waren wir bei meinen Eltern zum Geburtstag in Familie nachfeiern und Grillen. Und es gab sogar noch ein paar Geschenke. ❤
Der Zeitumkehrer ist ein einziger Traum, Harry ist … einfach Harry, ich habe meinen ersten Comic bekommen und kann mir jetzt total professionell Tee zubereiten. Und meine Turnschuhe aufhübschen. 😛 Pretty in pink und so.

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Wo wir gerade bei Geschenken wären … ich habe euch noch gar nicht erzählt, dass mich in der vorletzten Woche auch Überraschungspost von Nicci, Sarah und Jill erreicht hat. Ich war so hin und weg. Na gut. Bin ich immer noch. Und ich finde ständig Konfetti auf dem Sofa. 🙂

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Dieses Wochenende habe ich ein bisschen genutzt, um am #litnetzwerk teilzunehmen. Da doch die ein oder andere Sache dazwischegenkommen ist – wer hätt’s gedacht – werde ich die gesamte nächste Woche noch dazu nutzen, weiterhin in der Liste zu stöbern und viele neue Blogs zu entdecken.

Mein freies Wochenende habe ich zum Großteil mit meinen Mädels verbracht. Gestern früh zum Kaffee trinken und spontanem Schuhe kaufen und heute waren wir zum Sekt verabredet. Der wurde zwar zum Aperol Spritz, aber wir sind da einfach mal nicht so kleinlich.

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Mit einem leichten Sonnenbrand, aber vollkommen zufrieden mit dem Tag, werde ich mir nun etwas zu Essen zubereiten und mich jetzt schon megamäßig auf 20.15 freuen – es geht weiter mit unserer #avengeradvenure Aktion. Heute mit am Start: Iron Man.


Weitere Leselaunen

Geburtstagswoche – Sarah Ricchizzi
Herzensmenschen – Letterheart
Eine arbeitsreiche Woche – Schwarzbuntgestreift
Willkommen auf der Welt & Angst vor Veränderungen – Julias Lesewelten
Von Befreiungsschlägen, Kollateralschäden & dem Tag ohne Handy – Aus dem Leben einer Büchersüchtigen
In der Ruhe liegt die Kraft – Chaosmariechen
Geburtstagsfeier und Sherlock Holmes – Beccas Leselichtung

[Wochenrückblick] Happy Birthday to me & Grischa

Nach drei Tagen Arbeit und vier Tagen Wochenende ist der große Spaß auch schon wieder vorbei. Und ganz ehrlich? Ich dachte schon am Freitag, das Sonntag ist. Hat aber doch ganz gut getan, ich will ja nicht lügen 😉
Hallo zusammen zu einer neuen Episode der Leselaunen!

(Eine Aktion von Trallafittibooks)

Aktuelle Bücher

Percy Jackson? Nein! (hier bitte Jubel und Konfetti einfügen)
Es ist die erste Ausgabe der Leselaunen seit Wochen in der Percy Jackson keine Rolle spielen wird. Ich kann es selbst kaum glauben, aber es ist wahr. Ich schwöre!
Begleitet hat mich diese Woche Herrscherin der tausend Sonnen, doch mehr in der Handtasche als auf dem Sofa beim eigentlichen Lesen. Kann man frau mal machen … Bücher durch die weite Welt schleppen. Von Bad Mergentheim nach Würzburg.
Dafür sitze ich mittlerweile schon am zweiten Teil der Grischa Trilogie. Ich bin fast schon ein bisschen stolz auf mich.
Ich muss aber sagen, dass ich bedauerlicherweise immer noch auf den Aha-Moment warte … ich hoffe wirklich, dass der noch kommt.

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Lesestimmung

Zwar haben mich diverse Serien diese Woche begleitet, doch trotz allem konnte ich den ersten Grischa Band beenden. Den musste ich unbedingt anfangen, nachdem ich am Montag den dritten Teil entgegennehmen durfte. Was war ich glücklich. Doch mehr dazu später. Außerdem habe ich ein bisschen in Children of Blood and Bone reingelesen, welches mir von Netgalley im Rahmen der Challenge zur Verfügung gestellt wurde. Weit gekommen bin ich nicht, da ich auf dem Handy in der Mittagspause gelesen habe, was doch etwas mühsam war.
Meinem Rezistapel nach zu urteilen ist meine Lesestimmung ganz weit oben … ich sollte nur auch echt mal die ganzen Rezensionen schreiben. 😛

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Serienreif

Seitdem ich mir im November meinen ersten Fernseher gekauft habe, gibt es kaum einen Abend an dem ich nicht mindestens eine Folge einer Serie schaue – meist zum Abendessen. Das ist einer der Vorteile, wenn man alt genug ist und nicht mehr daheim wohnt: Ich kann essen wo ich will. Genial sowas. Eventuelle Flecken kann man jedoch leider nicht auf die Geschwister schieben. Die Verantwortung muss dann schon selbst übernommen werden. Aber was soll’s!
Auf jeden Fall habe ich in den letzten Wochen immer wieder Criminal Minds geschaut, mittlerweile hatte ich sieben Staffel und gut die Hälfte der achten Staffel hinter mir. Und plötzlich … nimmt Amazon die aus dem Prime Programm. Ich habe echt kurzen Prozess gemacht, nachdem ich mich kurz aufgeregt habe und bin zu Netflix. Dort entdeckte ich Crossing Lines – ich war wirklich begeistert. Bis Montag. Nach zwei Staffeln wurden einfach mal so 80% der Schauspieler ausgetauscht, viele Dinge blieben ungeklärt und nach Ende der dritten Staffel war irgendwie eh alles für die Katz – die Serie wurde nämlich eingestellt. Ihr merkt also, mein Serienglück hat mich dezent verlassen.
Falls mir also jemand eine gute Krimiserie empfehlen möchte … ich bin ganz Ohr.


Und sonst so?

Am Montag konnte ich auf Arbeit den lang ersehnten dritten Teil der Grischa Trilogie auspacken. Ich war soooooooo glücklich, das hat wirklich den ganzen Tag angedauert. Man glaubt es kaum. Ich wurde auch direkt gefragt, ob ich mit dem ersten Buch beginnen würde – ein Großteil meiner Kollegen wusste über meine Suche nach dem Titel Bescheid. Ich hatte schon seit dem Morgen überlegt, ob ich wirklich beginnen sollte … selbstverständlich tat ich es. Was ich über den Hype und das Buch an sich denke, habe ich heute morgen hier mal aufgeschrieben.

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Die Arbeitswoche war für mich, wie schon erwähnt, recht kurz, da Donnerstag Feier- und Freitag Brückentag waren. Obendrein hatte ich am Donnerstag auch noch Geburtstag. Das ganze Glück war auf meiner Seite!
Da die Eltern sich aktuell im Urlaub befinden, werden wir die Family-Feier nächsten Sonntag nachholen. Den Tag selbst habe ich mit dem Lieblingsmenschen verbracht, begonnen mit einem wundervollen Frühstück. Da ich absolut keine Partymaus bin, haben wir den Tag größtenteils auf dem Sofa verbracht – muss auch mal sein. Abends waren wir noch essen, der große Burner war es aber nicht. Macht aber nichts, denn ich hatte einen wirklich schönen Tag und kann nun von mir behaupten 27 Jahre als zu sein.

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Freitag war bei uns in der Stadt Night Shopping – eine perfekte Gelegenheit um mitten in der Nacht durch die Buchhandlung zu schlendern. Was ich selbstverständlich auch getan habe. Da ich mit einem guten Kumpel unterwegs war, konnte ich auch nicht mit leeren Händen wieder raus, ich habe schließlich einen Ruf zu verteidigen! 😛
In meine neue Buchtasche durften dann Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente, das ich durch Jill kenne und Die Chroniken von York auf welches ich bei Philip aufmerksam geworden bin.

Zu guter letzt – ja es war eine unglaublich aufregende Woche – war ich heute mit ein paar Mädels aus dem Café bei einer DKMS Typisierung. Die nette Dame vor mir hat kurz erklärt wie das Ganze abläuft und schließlich nach Geburtstdatum, Größe und Gewicht gefragt. Soweit, so gut. Bei den meisten. Als ich ihr mein Gewicht genannt habe, hat sie innegehalten, mich angeschaut und mich mitfühlend angelächelt. Es wäre doch wirklich fast daran gescheitert! Von der Relation Größe-Gewicht … lassen wir das. [Man muss mindestens 50 Kilo wiegen … Die habe ich auf meine 1.58m aber nicht]. Auf’s Beste reduziert und so 😉
Nun bin ich also registriert und lasse mich überraschen, vielleicht kann ich ja irgendwann jemandem helfen. ❤

Jetzt aber genug von dieser Woche – erzählt mir doch von eurer!


Weitere Leselaunen

Ein bisschen Urlaub – Letterheart
Wenn alles über den Kopf wächst – Valaraucos Buchstabenmeer
Leseeuphorie – Sarah Ricchizzi
Viel Spaß auf dem Mond – Trallafittibooks
Aufwind – Schwarzbuntgestreift
Having fun with a Unicornbubblegun – Aus dem Leben einer Büchersüchtigen

[Rezension] Grischa #1 Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

Ende April erfuhr ich durch eine Facebook-Gruppe, dass der dritte Teil der Grischa Trilogie neu aufgelegt werden sollte. Seit diesem Zeitpunkt habe ich die Homepage des Carlsen Verlags regelrecht gestalkt, ich wollte auf keinen Fall den Zeitpunkt verpassen, an dem die Bestellungen des Buches freigeschaltet werden würden.
Am 2. Mai war es endlich so weit – ich konnte sogar eins ergattern. Und als ich es fünf Tage später endlich in den Händen hielt … pures Glück im Leben eines Bücherwurms, sag ich euch.

Noch auf der Arbeit überlegte ich, ob ich am selben Abend mit dem ersten Teil beginnen sollte oder nicht. Nun … meine Neugier war in den letzten Monaten ins Unermessliche gestiegen. Warum wurden diese Bücher so wahnsinnig gehyped, dass auf eBay und Co. Unsummen dafür verlangt wurden? Das musste ich selbstverständlich so schnell wie möglich aufklären.
Kann ich den Hype nachvollziehen?

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Zuallererst blieb ich an der Erwähnung der verschiedenen Arten von Grischa hängen. Ich versuchte mir die Namen und Zuordnungen einzuprägen, gab den Versuch aber sehr schnell wieder auf, weil ich genau wusste, dass ich zwei Seiten später schon wieder alles vergessen haben würde. So blätterte ich zwar drei, vier Mal am Anfang der Geschichte zurück, um mich daran zu erinnern, aber im Lauf des Buches war das gar nicht mehr nötig.

Als nächstes musste ich die Karte näher in Augenschein nehmen, die finde ich meist sehr beeindruckend. Solange sie nicht spoilern – das ist mir auch schon einmal passiert. Es ist immer spannend, wenn man den Weg der Protagonisten nachverfolgen kann und schon direkt am Anfang zu spekulieren beginnt, wo der Weg einen hinverschlagen mag. Im Nachhinein betrachtet, verrät die Karte mehr als man denkt. Man weiß es nur nicht. 😉

Das Setting in Grischa ist ein ganz anderes. Wo die meisten bekannten Stories amerikanisch oder deutsch angehaucht sind, spielt bei dieser ein russisches Flair mit. Somit sind einige der Namen für diejenigen unter uns, die diese Sprache weder gelernt haben noch sprechen, doch etwas kompliziert, das muss ich zugeben. Letztendlich jedoch eine Sache der Gewohnheit. Auch wenn es mir am Anfang etwas schwer fiel in die Geschichte reinzukommen, aufgrund von Namen, den verschiedenen Grischa-Arten, so schüttelte ich dieses nervige Gefühl recht schnell ab, um mich ganz der Story und dem einfachen, angenehmen Schreibstil von Leigh Bardugo hinzugeben.

Alina, die Protagonistin, findet durch Zufall heraus, dass sie doch kein schwächliches, gewöhnliches Mädchen sondern eine Grischa ist. Plötzlich steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf und sie wird zur Lehre zum mächtigsten Grischa des Landes geschickt: dem Dunklen. Der erscheint von Anfang an mysteriös, ich konnte diesen Charakter überhaupt nicht einschätzen, da er sehr unnahbar und undurchsichtig aufgebaut ist. Zurecht. Aber das ist ein anderes Thema. Dass sich Alina nicht von Anfang an mit der neuen Situation zurechtfinden würde, war mir irgendwie klar. Jedoch muss ich gestehen, dass sich ihre Lehre dann doch etwas gezogen hat. Einige Stellen kamen mir sehr langatmig vor.
Was Alina sonst anbetrifft, bin ich mir noch nicht absolut sicher, wie ich sie beschreiben soll. Manchmal ist sie emotional, dann wieder absolut kalt. Mal naiv, mal durchdenkt sie ihre Handlungen. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im Laufe der Bücher entwickeln wird.
Maljen ist meines Erachtens nach, auch nicht einfach zu durchschauen. Zwar scheint ihm wirklich etwas an Alina zu liegen, doch so richtig zum Ausdruck bringen kann er es nicht. Er scheint sehr von sich überzeugt zu sein, trägt die Nase manchmal etwas zu weit oben und plötzlich wirkt er neben Alina regelrecht hilflos. Jedoch fehlt es den Charakteren im ersten Buch noch an Tiefe – meiner Meinung nach.

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Fazit

Ein Setting, wie wir es sonst nicht von der Fantasy Literatur gewohnt sind. Die russisch angehauchte Welt unserer Protagonistin Alina wirft den Leser in völlig unbekannte Dimensionen, die manchmal gar nicht so leicht zu durchschauen sind – wenn man an deutsch-amerikanische Welten gewöhnt ist. Doch trotz der wundervollen Kulissen konnte mich die Story nicht von Grund auf begeistern. Die Protagonisten sind teilweise zu kalt und naiv und der Geschichte selbst hat – trotz sehr interessanten Plot-Twists – das gewisse Etwas, der Aha-Moment gefehlt. Gerechtfertigt finde ich den Hype – aus meiner Sicht – bisher nicht. Was nicht ist, kann bekanntlich aber noch werden.

Doch trotzdem – oder gerade deswegen – habe ich direkt danach zur Fortsetzung gegriffen. Etwas, das ich sehr selten tue. Ich muss einfach wissen, was hinter der Begeisterung steckt und bin gespannt, ob ich diese finden werde.
Außerdem steht Das Lied der Krähen auf meiner Wunschliste, und obwohl es nicht direkt etwas mit Grischa zu tun hat, spielt es doch in derselben Welt. Ein paar Vorkenntnisse sind da bestimmt von Vorteil. 🙂

Ich habe lange darüber nachgedacht, in welche Kategorie dieses Buch einzuordnen wäre … und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass es wirklich ein Zwischending ist.


Infos zum Buch:

Titel: Grischa – Goldene Flammen
Autor: Leigh Bardugo
Seiten: 352
ISBN: 978-3-551-58285-0
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 24. August 2012


Mit anderen Worten

Leider bleiben alle Charaktere für mich eher eindimensional und vor allem Alinas Entwicklung warf bei mir viele Fragen auf. Sie wirkt unheimlich naiv und unsicher, teils auch unsympathisch, was für mich nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine gelungene Story sind.“ – Schwarzbuntgestreift

Leigh Bardugo hat in dem Trilogie-Auftakt „Grischa – Goldene Flammen“ eine Welt geschaffen, welche den Leser kurzweilige Lesestunden schenken wird. Ein Mädchen hin- und hergerissen zwischen ihrer Gabe, Versuchung und Liebe.“ – Nightingale’s Blog