[Rezension] Holding on to you – Mavis & Henry von Natalie Elin

Mavis ist überzeugter Single. Erst recht, als ihre beste Freundin Mona ihr ein gruseliges Date nach dem anderen aufdrängt. Doch dann lernt sie eines Tages Henry kennen.
Irgendwie schafft der Kerl es, sich direkt in ihr Herz zu schleichen und sie alle Vorsicht vergessen zu lassen. Bald spürt sie, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Er hat ein Geheimnis, das er versucht zu verstecken.
Bevor sie ihn kennenlernte, hätte sie nicht im Traum gedacht, jemals zu der Sorte junger Frauen zu gehören, die sich aus Liebe selbst vergessen und alles für einen Mann geben würden …

Vorab: Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Danke an Hawkify Books und Natalie Elin für die Bereitstellung.

Ich sitze hier nun schon eine ganze Weile und weiß gar nicht, wie und wo ich anfangen soll. Selten hat mich ein Buch so intensiv begleitet wie dieses. Nicht nur beim Lesen, sondern schon davor und danach. Auch wenn ich, als späteres Mitglied von Natalies Bloggersquad, nur die letzten Züge vor dem Release mitbekommen habe, so war es doch alles sehr emotional. Das Coverreveal. Die ersten Beiträge der Blogtour. Das Interview – das wahnsinnig Spaß gemacht hat. Dann das Buch. Und heute, pünktlich zum Release, die Rezension.

Mavis Geschichte hat mich sehr berührt. Tief berührt. Sie ist 19, steht eigentlich mitten im Leben, hat tolle Freunde, geht zur Uni … Sie ist zwar eher Couchpotato als Partymaus, aber was macht das schon. Mavis erinnert mich an mich selbst in dem Alter. Und glaubt mir, das ist echt schon ein Weilchen her. 😉

Wenn man Geschichten über Mädchen und Frauen hört, die sich selbst wegen eines Mannes verlieren, schüttelt man verständnislos den Kopf und denkt sich nur, dass einem selbst so etwas niemals nie nie passieren könnte und würde. Doch manch einer passiert es eben doch. So auch Mavis. Als sie Henry über das Internet kennenlernt, scheint alles ganz normal. Sie ist hin und weg von ihm , vor allem, nachdem sie sich das erste Mal getroffen haben. Doch leider schleicht sich recht schnell ein mulmiges Gefühl in die ganze Geschichte. Irgendwas stimmt mit ihm nicht. Er verheimlicht etwas. Selbst Mona und Max, die besten Freund von Mavis, bemerken das und weisen sie darauf hin. Wäre sie vernünftig, würde sie die Finger von ihm lassen.

Doch mit 19 ist man alles andere als vernünftig. Die meisten zumindest. Das Ende der Pubertät. Man steht kurz vor dem Erwachsensein. Mitten im Studium, Ende der Ausbildung, wie auch immer. Das ist sozusagen der letzte Moment in dem man nochmal so richtig trotzig sein kann, ohne dass es einem wirklich übel genommen wird. Man ist ja fast noch ein Kind – was man niemals zugeben würde. Und was tut man, wenn die Freunde einem sagen, dass man die Finger von dem Kerl lassen soll, dass er nicht gut für einen ist, das man etwas besseres verdient hat? Man ist trotzig. Lässt sich nichts sagen. Trifft sich erst recht mit diesem Menschen, denn glauben will man das alles nicht. Die Freunde gönnen es einem einfach nicht. Und selbst das eigene mulmige Gefühl schluckt man runter und tut, als wäre es nie da gewesen.

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Natalies Schreibstil ist wahnsinnig erfrischend und absolut authentisch. Ich habe Tränen gelacht und geweint, ständig geschmunzelt und mir gedacht: „Genau so!!!“ Sie hat teilweise super peinliche Situationen beschrieben, die bei ersten Dates passieren können; Gedanken, die einem durch den Kopf schießen könnten (ich sage nur: pupsen! :D), ich bin total begeistert. Nicht immer ist alles Friede, Freude, Eierkuchen, schon gar nicht, wenn sich zwei Menschen das erste Mal sehen. Die Nervosität steht einem bis zum Hals, man möchte sich am liebsten übergeben … solche Dinge sind real. Daran sind selbstverständlich die Brausepulverparty-schmeißenden Schmetterlinge Schuld. Oder waren es Ponys? 😉 Diese Realitätsnähe fand ich absolut klasse!

Als Leser selbst merkt man auch recht schnell, dass mit Henry etwas nicht stimmt. Ich habe Vermutungen angestellt, sie wieder verworfen, mit Mavis gehofft, gebangt, geheult, ich war wütend. Ich habe so ziemlich alle Emotionen durchlebt, die man in einer solchen Situation durchleben kann. Von himmelhochjauchzend bis zutiefst erschüttert und heulend in der Ecke hat mein Herz alles durchgemacht. Und im gleichen Moment, in dem ich mit ihr gehofft habe, habe ich auch für sie gehofft, dass sie für sich selbst die richtige Entscheidung trifft. Selbstverständlich wünscht man sich, dass alles gut wird, dass es einen Weg gibt. Dass alles nicht so schlimm ist. Und plötzlich liest man weiter und denkt sich: „Was zur Hölle?! Selbstverständlich ist das schlimm! Himmel noch eins!“ Natalie hat es geschafft! Sie hat eine Verbindung zwischen Mavis und mir aufgebaut. Und die war so stark, so gut … dass ich genau das gefühlt habe, was die Protagonistin gefühlt hat. Sobald ich mich dabei erwischt hatte, ist mir der Kinnladen runtergeklappt. Und genau das macht Natalies Schreibstil so genial!

Du darfst es nicht persönlich nehmen. Nichts, was andere Menschen zu dir sagen oder wie sie dich behandeln, ist wegen dir. In den meisten Fällen ist es wegen ihnen selbst.

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Ich finde es auch wahnsinnig gut, wie dezent sie an das Problem, das Henry mit sich rumträgt, rangeht. Es ist keine Bombe, die plötzlich einschlägt, keine Erkenntnis, die man auf einmal erlangt. Es ist ein sehr gut verstecktes Geheimnis, über das nicht gesprochen wird. Ob aus Angst, ob mit Absicht … ich weiß es nicht. Doch ich kann mir vorstellen, dass es im wirklichen Leben so oder so ähnlich ablaufen kann. Könnte. Doch das ist nur eine Vermutung.

Es gibt den ein oder anderen Plot-Twist, der mich so richtig von den Socken gehauen hat. Einer hatte es besonders in sich. Und zwar so sehr, dass ich kurz aus dem Lesefluss gekommen bin, so geschockt war ich. Kennt ihr diese Momente, in denen ihr Angst habt, ihr habt ein paar Seiten übersprungen oder etwas verpasst? Genau so einen Augenblick gab es ganz kurz. Ich habe dann einfach durchgeatmet und mir gedacht, dass ich kaum eine Seite überlesen haben konnte … und ich hatte recht. 😉

Um noch kurz etwas über unsere Protagonisten loszuwerden … ich mochte sie. Beide. Vor allem Mavis, selbstverständlich. Ich konnte jede ihrer Handlungen absolut nachempfinden. Wie schon gesagt, sie erinnert mich an mich selbst mit 19. Wie gerne ich sie manchmal geschüttelt hätte. Vermutlich ging es meinen Freunden mit mir genauso.
Henry … nun. Schwierige Sache. Ich wollte ihn noch mehr mögen. Doch ich konnte nicht. Und das ist auch gut so. Wenn ihr das Buch lesen solltet, werdet ihr verstehen, was ich meine.
Auch die Nebencharaktere Mona und Max haben mir gut gefallen. Vor allem Mona. Was für eine wundervolle Freundin. Und Franz, das Katzentier, dürfen wir selbstverständlich nicht vergessen. Einzigartig! 🙂

Fazit

Eine Liebesgeschichte, die einen umhüllt, gefangen nimmt, nicht mehr loslässt und dann zerstört. Ich habe gelacht, geweint, hätte so manches Mal am liebsten ins Kissen gebissen und geschrien. Die Welt ist eine ganz andere, wenn man 19 ist. Natalie Elins Debütroman ist ein Werk der tausend Emotionen. Plus Süßkartoffeln. 🙂

Emotionales Herzensbuch!


Infos zum Buch:

Titel: Holding on to you – Mavis & Henry

Autor: Natalie Elin

Seiten: 399

ISBN:

Verlag: Hawkify Books

Erstausgabe: 16. August 2018


[Rezension] Zeitrausch #1 Spiel der Vergangenheit von Kim Kestner

Nimmst du diese Realität an, Alison Hill?

Es ist der Schock ihres Lebens, als Alison eines Morgens feststellen muss, dass ihr kleiner Bruder verschwunden ist. Mehr noch: Anscheinend hat es ihn nie gegeben! Zumindest nicht in dieser Realität. Alison hält die Fäden ihres eigenen Lebens nicht mehr in der Hand. Man hat sie zu einer Kandidatin der Show „Top The Realities“ gemacht. An der Seite des unverschämt gutaussehenden, aber abweisenden Kay ist sie gezwungen, ihre Vergangenheit zu korrigieren, damit ihre eigene Realität wieder hergestellt wird. Und als wäre das nicht genug, entdeckt Alison während ihrer Reise durch die Jahrhunderte, dass Kay sie weit besser kennt, als es möglich sein sollte.

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[Rezension] Tigerstreifenhimmel von Ronja Delahaye

»Okay, es ist wie bei Schrödingers Katze. Es ist möglich und nicht möglich, dass es da jemanden gibt, den ich dummerweise nicht mehr vergessen kann.«
Das sagt Rike zu ihrem besten Freund, nachdem sie dessen Schwester Camila kennengelernt hat. Seitdem geht sie ihr nicht mehr aus dem Kopf. Camila ist überall – in ihren Gedanken, ihren Träumen und irgendwann steht sie sogar unerwartet einfach vor ihr. Von einer Peinlichkeit stürzen sie in die nächste, bis sie sich schließlich darauf einigen, einfach nur miteinander ins Bett zu gehen. Wochen vergehen und was eigentlich nur eine kleine Ablenkung sein sollte, wird zu etlichen gestohlenen Stunden. Schon bald gelingt es ihnen nicht mehr, ihre Gefühle füreinander zu verbergen – Doch keine von ihnen ist sich sicher, wo das hinführen soll.

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[Rezension] Das tiefe Blau der Worte von Cath Crowley |5 Gründe, das Buch zu lesen

Als Rachel vor Jahren aus der Stadt weggezogen ist, hat sie Henry einen Liebesbrief hinterlassen, in seinem Lieblingsbuch in der Buchhandlung seiner Familie. Henry, ihrem besten Freund, ihrem Seelenverwandten. Und trotzdem hat er den Abend mit Amy verbracht und ist nicht gekommen, um sich zu verabschieden.
Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sich eigentlich nie wiedersehen wollte. Trotz allem verstehen sich die beiden immer noch, nähern sich wieder an, erneuern ihre Freundschaft.
Und während um sie herum in der Buchhandlung das Leben tobt, sich Dramen ereignen und Liebespaare finden, erobern sie sich einen Platz in einer Welt, in der es zum Glück Worte gibt.

Wer meine letzten Beiträge ein bisschen verfolgt hat weiß, dass ich letzte Woche Donnerstag das neue Werk von Cath Crowley Das tiefe Blau der Worte begonnen habe. Und beendet. Innerhalb eines Abends.
Wer mich schon etwas länger kennt weiß, dass so etwas bei mir absolut nicht normal ist. Der weiß, dass das letzte Buch, dass ich mehr oder weniger an einem Tag gelesen habe, Das Reich der sieben Höfe #2 Flammen und Finsternis war.
Um so etwas zu tun muss das Buch mehr als nur sehr gut sein. Es muss berühren. Unter die Haut gehen.
Und genau so ein Buch ist Das tiefe Blau der Worte.

Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Titel im Januar bei Nicci von Trallafittibooks und habe dann sofort in der Buchhandlung meines Vertrauens vorbestellt. Kurz nach der Leipziger Buchmesse konnte ich das Buch sogar schon abholen, nur mit dem Lesen hat es nicht direkt geklappt.
Doch was lange währt …

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1. Bücher!

Mal ganz ehrlich. Es geht in diesem Buch um eine Buchhandlung. Und zwar nicht irgendeine Buchhandlung, sondern eine, in der es ausschließlich gebrauchte Bücher gibt. Es ist eine reine Hommage an all die geschriebenen Zeilen auf dieser Welt. An das geschriebene Wort. Allein deswegen lohnt es sich schon, dieses Buch zu lesen.

Worte sind wichtig. Sie sind nicht sinnlos. […] Wenn sie einfach nur Worte wären, hätten sie keine Bedeutung und dann würde es nicht schon seit der Zeit bevor die Menschen schreiben konnten, Geschichten geben. […] Wenn sie einfach nur Worte wäre, würden die Leute sich nicht ihretwegen verlieben, ihretwegen glücklich oder unglücklich sein […]

(S. 373 f.)

Ich habe zwischendrin immer mal wieder zum Handy gegriffen, um die Bücher zu googlen, die erwähnt werden. Große Erwartungen von Dickens kenne ich zwar – es steht sogar seit Jahren in meinem Regal und ich habe es geliebt – doch die meisten Werke kenne ich gar nicht. Es lohnt sich, kurz innezuhalten und sich zumindest mal die Cover anzuschauen … vor allem bei einem bestimmten Buch über die Meeresbewohner …

2. Die Briefbibliothek

Wie genial ist das denn?! Eine Abteilung in einem Buchladen, in der man in den Büchern Notizen machen kann, seine Lieblingszeilen unterstreichen darf und mit anderen Lesern kommuniziert. Ich finde diese Idee so romantisch. Stellt euch einfach mal vor, wie das wäre? Ich weiß, es gibt Wanderbücher, in denen jeder, der es gelesen hat, etwas reinschreibt. Aber stellt euch einfach mal einen Bereich in einer Buchhandlung vor. Bücher, in denen Briefe liegen. Bücher, die schon so viele Menschen in der Hand hatten, weil sie ihre absoluten Lieblingsbücher sind. Ich bin immer noch total begeistert davon.

3. Die Emotionen

Ihr werdet in diesem Buch keine actionreiche Geschichte finden, bei der ein Plot-Twist den anderen jagt. Was ihr in diese Seiten jedoch finden werdet, sind Gefühle. Beim Lesen mancher Zeilen war ich mir gar nicht mal so sicher, was ich genau empfinde, weil eine Emotion die andere jagt. Es geht um Liebe. Trauer. Schmerz. Glück. Wut. Verzweiflung. Euphorie. Jedes Gefühl, das ihr euch vorstellen könnt, werdet ihr in diesem Buch finden.

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4. Die Charaktere

Henry, der Dichter und Rachel, die Realistin. George, die Unnahbare und Martin, der Bezwinger. Und Cal, der Naturwissenschaftler.
Die Geschichte selbst wir abwechselnd von Rachel und Henry erzählt und zwischen den Kapiteln hat man einen Einblick in die Briefe, die sich die Protagonisten und Nebencharaktere schreiben und geschrieben haben. So erfährt man immer noch ein bisschen mehr über die Hintergründe, was auch eine gewisse Tiefe bei den Nebencharakteren mit sich bringt.  Ich habe selten einen Einteiler gelesen, in dem nicht nur die Protagonisten super ausgearbeitet sind. Und hier am Rande werde ich noch etwas erwähnen, das ich persönlich toll fand:

Hinter dem Baum sehe ich [Rachel] zwei Frauen auf der Veranda sitzen. »Meine Mums«, sagt er [Martin] und ich winke ihnen zu, als er aus dem Auto steigt. Ich vermisse es, meine Eltern so zusammen zu sehen.

(S. 186)

Versteht ihr, was ich sagen will?

5. Der Schreibstil

Wie ich schon zu Anfang erwähnt habe, muss dieses Buch etwas ganz besonderes sein, dass ich es an einem einzigen Abend lese. Noch dazu unter der Woche – mein Schönheitsschlaf ist mehr als heilig!
Cath Crowley hat einen so unglaublich poetischen Schreibstil, jedes Wort ist perfekt gewählt und platziert … Und genau das ist es, was dem Leser tausendundeine Emotionen übermittelt. Es harmoniert einfach alles perfekt miteinander.


Es ist mir wirklich schwer gefallen, in Worte zu fassen, warum mich dieses Buch so sehr berührt hat. So sehr, dass ich 394 Seiten in fünf Stunden gelesen habe. So sehr, dass ich geschmunzelt, gegrinst, gelacht und geweint habe. So sehr, dass mir dieses Buch noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. So sehr, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass ich diese Geschichte gelesen habe. So sehr, dass es mehr als „nur“ ein Herzensbuch ist.

Zum krönenden Abschluss, hier noch eine absolute Wahrheit für euch:

Ich habe mein Handy den ganzen Tag auf stumm gelassen und absichtlich nicht nachgesehen, denn ein beobachtetes Handy klingt nie, das ist eine allgemein anerkannte Wahrheit.

(S. 82)

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Infos zum Buch:

Titel: Träume wie Sand und Meer
Autor: Cath Crowley
Seiten: 400
ISBN: 978-3-551-58372-7
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 21. März 2018


Mit anderen Worten

„Dieses Buch ist pure Liebe zum geschriebenen Wort. Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, aber nach dieser Geschichte habe ich das Gefühl, Bücher noch mehr zu lieben als vorher.“ – Fantasieweltenwandlerin

„Du hast mich gelehrt, dass es okay ist, traurig zu sein und dass man manchmal etwas aufgeben muss, damit etwas Neues entsteht, an dem man selbst wachsen kann.“ – Miss Foxy reads

[Rezension] Das Reich der sieben Höfe – Sterne und Schwerter von Sarah J. Maas

Ein gefährliches Doppelspiel.
Ein Krieg, der das Reich der Fae bedroht.
Und eine unsterbliche Liebe.
Feyre hat Rhys und den Hof der Nacht schweren Herzens verlassen. Denn ein Krieg steht bevor, der alles mit sich in den Abgrund zu reißen droht. Um mehr über die Pläne des Königs von Hybern herauszufinden, spioniert sie am Hof von Tamlin, der mit dem König paktiert. Doch während der Krieg immer näher rückt, ist es Feyres Herz, das sich dem größten Kampf stellen muss …

Es könnte unter Umständen möglich sein, dass diese Rezension Spoiler zu den ersten beiden Teilen enthält. Ihr seid also gewarnt 😉

Meinung

Dem Release des dritten Teil der Saga um Feyre und Rhysand habe ich so sehr entgegengefiebert, dass ich keine Sekunde gezögert habe als ich sah, dass das Buch schon Mittwoch – also zwei Tage vor dem offiziellen Erscheinungsdatum – im Hugendubel in Würzburg zu haben war.
Buch ausgepackt, Umschlag vorsichtig beiseite gelegt und weg war ich – in Prythian.

img_3397Vor einigen Wochen hatte ich noch mit dem Gedanken gespielt, die ersten beiden Teile nochmal fix zu lesen, für den Fall der Fälle. Hätte ich es bloß getan. Ich habe nämlich zutiefst bereut, es nicht gemacht zu haben. Was vorangegangene Bücher bei Neuerscheinungen betrifft, habe ich ein Gedächtnis wie ein Sieb. Und das ist alles andere als lustig.

Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich jedoch ohne Weiteres in die Welt rund um Feyre, Rhys und Co. abtauchen. Es war noch genauso schön wie vor knapp einem Jahr. Zwar hat Tamlin genau da angeknüpft, wo er aufgehört hatte, aber naja. Sympathien ihm gegenüber muss ich ja nicht mehr haben. Oder? 😉

Sarah J. Maas hat es wieder geschafft, sämtliche, in mir vorhandenen, Emotionen zu Tage zu bringen. Ich habe vor mich hin gegrinst, bin in Tränen ausgebrochen, musste mir vor Lachen den Bauch halten und das Buch retten, bevor ich draufgekugelt wäre, hatte Gänsehaut und habe mir vor Schock den Mund zu gehalten. Es war wirklich alles dabei und das macht es für mich so unglaublich besonders. Ich habe gefeiert und gelitten, nacheinander und gleichzeitig. Und ich würde das Buch am liebsten direkt noch einmal lesen – diesmal lese ich aber Teil eins und zwei vorneweg 😉

Familie, Freundschaft, Liebe und Loyalität werden in diesem Buch in Großbuchstaben geschrieben. Anders kann ich es gar nicht ausdrücken. Der Hof der Träume wächst noch mehr zusammen, wenn das überhaupt möglich ist.
Doch auch Charaktere, die ich eigentlich schon abgeschrieben hatte, denen mein ganzer Unmut zuteil wurde, haben mich überrascht. Die Autorin hat so viele (unvorhersehbare) Wendungen ins Spiel gebracht, dass ich manchmal dachte, meine Augen bleiben irgendwann so groß und meine Augenbrauen verschwinden im Haaransatz. Auf der ein oder anderen Seite kam ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Und so wie die Autorin uns Feyre und Co. lieben lässt, so lässt sie einem keine andere Wahl als deren Feinde abgrundtief zu hassen. Ich konnte gar nicht anders, als pure Abneigung gegen den ein oder anderen zu empfinden. Es gab nur wenige Ausnahmen, die sich in kleinen Grauzonen bewegt haben und dann doch für riesige Überraschungen gesorgt haben.

Die Spannung in den 752 Seiten war so mitreißend, dass es keine drei Tage gedauert hat, bis ich am Ende angelangt war. Was wird passieren? Wie wird es ausgehen? Gibt es ein HappyEnd? Ihr könnt mir glauben, wenn ich sage, dass ich mehr als einmal fast der Versuchung nachgegeben hätte und auf der letzten Seite schauen wollte, welche Namen dort vorkommen. Glücklicherweise war ich echt standhaft und habe so Seite um Seite weitergelesen, ohne mich selbst zu spoilern.

Fazit

Wirklich ein genialer weiterer Teil des Maas Universum!
Ich freue mich jetzt schon wie ein Quarkbällchen auf Mai – und die Illumicrate Sonderbox – denn dann erscheint A Court of Frost and Starlight. Ich bin sehr gespannt.
Der dritte Teil der Das Reich der sieben Höfe Saga hat mich, wie schon erwähnt, absolut beeindruckt und ich könnte gar nicht anders, als ihn weiterzuempfehlen!

Herzensbuch!!!!


Infos zum Buch:

Titel: Das Reich der sieben Höfe – Sterne und Schwerter
Autor: Sarah J. Maas
Seiten: 752
ISBN: 978-3-423-76206-9
Verlag: dtv
Erstausgabe: 09. März 2018


Mit anderen Worten

„„Das Reich der sieben Höfe – Sterne und Schwerter“ von Sarah J. Maas ist ein packendes, emotionales und atemraubendes Finale, das epischer nicht sein könnte.“ – Booknerds by Kerstin