Mein erstes Lesequartal

Ich bin echt gut im ‚Dinge verschieben‘. Sehr gut sogar.
Und so habe ich im Februar und März immer wieder gedacht: Heute schreibst du endlich den Lesemonat. Getan habe ich das, wie ihr vielleicht gemerkt habt, nicht. Ich hatte keine Lust, keine Zeit … wie das eben so ist, denn irgendwas ist immer. Ihr kennt das ja.

Da jetzt schon drei Monate – und somit das erste Quartal des Jahres 2018 – vergangen sind, habe ich mir gedacht, ich mache aus den „versäumten“ Lesemonaten einfach einen Quartalsbericht. Oder mehrere. Vermutlich eher letzteres. Neuzugänge gab es dann doch einige.
Jetzt beginne ich jedoch einmal mit den gelesenen Büchern. Ich darf stolz behaupten, dass ich ganze sechzehn Titel verschlungen habe. Von den meisten habe ich in diversen Leselaunen und Rezensionen schon berichtet. Wer also Wiederholungen fürchtet, der möge sich ab hier verabschieden, vielen Dank. Wen es dennoch interessiert – hier entlang bitte! 😛


Constellation #1 Gegen die Sterne – Claudia Gray

Das erste Buch – das erste Highlight. Erst am vergangenen Montag habe ich über den Auftakt der Trilogie von Claudia Gray berichtet, es ging um die bisher besten Bücher dieses Jahres in der Montagsfrage. Dystopie, Liebe, Sci-Fi, Action, es ist alles dabei. Sollte ich euch nicht überzeugen können mit meiner Rezension, so kann es bestimmt Ella mit ihren fünf Gründen, weshalb ihr Constellation unbedingt lesen solltet. Und wenn ihr euch beeilt und euch das Buch so begeistert, könnt ihr euch uns bestimmt anschließen, denn Teil zwei werden wir gemeinsam lesen.

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Plötzlich Fee #1 Sommernacht – Julie Kagawa

Wie genau ich auf die Reihe kam, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ende 2017 habe ich mich mit Rika von Schwarzbuntgestreift darüber unterhalten, dass man den ersten Band als Hardcover nicht mehr neu bekommt. Aus Angst, es könnte mir irgendwann so ergehen wie mit Grischa, habe ich eBay durchforstet und alle fünf Teile auf einmal bestellt.  Zustand sehr gut, Teil fünf sogar noch eingeschweißt. Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen der ersten Seiten dann doch überlegt habe, ob ich für die Story nicht doch etwas zu alt bin. Trotz einer teils nervigen Meghan, hat mir der Beginn der Saga rund um die Feen sehr gefallen, was ihr hier nachlesen könnt.

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Berühre mich. Nicht – Laura Kneidl

Leserunde Nummer zwei. Nachdem wir letztes Jahr gemeinsam Arkadien erwacht von Kai Meyer gelesen haben, habe ich mit den Mädels im Januar diesen Titel von Laura Kneidl aus dem Lyx Verlag gelesen. Mit dabei waren unter anderem Rika von Schwarzbuntgestreift, Vanny von bookalicious und Angie von Fantasieweltenwandlerin. Obwohl ich zu der Zeit echt ausgelastet war auf Arbeit und meinen Senf nicht allzu sehr dazugeben konnte, habe ich die Runde doch sehr genossen. Das Buch war eine Mischung aus Spannung, bösen Vorahnungen, Tränen und einem fiesen Cliffhanger. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht und die Fortsetzung wartet schon länger darauf gelesen zu werden …

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League of Fariy Tales – Tina Köpke

Kurz vor Release wurden einige BloggerInnen von der Autorin ausgewählt, um ihr neues Buch zu lesen. Ich durfte mich zu den Glücklichen zählen und habe mich wahnsinnig auf die Geschichte gefreut. Der Beginn war flott, ich kam gut rein, die Charaktere haben mir zu Anfang richtig gefallen. Und jetzt kommt mein ‚aber‘: Nach einem zackigen Einstieg, verlief der Rest der Erzählung sehr ruhig, die Charaktere gingen nicht weit in die Tiefe und das Ende kam viel zu abrupt … Die Idee dahinter war wirklich genial. Leider haben die eben genannten Punkte genau das wieder zunichte gemacht – meiner Meinung nach. Falls euch meine etwas ausführlichere Meinung interessiert, die könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

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PS: Ich mag dich – Kasie West

Wie genau es zu diesem Buch kam, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube, es war ein purer Frustkauf. Schlechte Laune? Dann ab in die Buchhandlung. So in der Art. Es war einfach nur Zucker! Wie durch ‚Zettelchen schreiben‘ Freundschaft entsteht. ❤  Diese High School Story war die perfekte Geschichte für Zwischendurch und trotzdem mindestens eine Leseempfehlung.

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Bloody Weekend – M.A. Bennett

Meine erste Blogtour! Dieses Jahr ist wohl mein Jahr der tollen neuen Erfahrungen. Obwohl Bloody Weekend aus dem Arena Verlag so überhaupt nicht mein Genre ist, wollte ich dem ganzen eine Chance geben und muss sagen, das Buch hat mich auf keinen Fall enttäuscht! Es war wirklich spannend und teils grausam zugleich. Und gruselig! Wie man auf solche Ideen kommen kann! Ist mir völlig schleierhaft. Aber gut. Es hat auf jeden Fall total Spaß gemacht zu lesen – ich konnte gegen Ende gar nicht mehr aufhören! In meinem Post zur Blogtour habe ich übrigens ein bisschen über die Protagonistin Greer erzählt. Schaut gerne mal vorbei.

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Timeless #1 Retter der verlorenen Zeit – Armand Baltazar

Kennt ihr diese Bücher, die ihr beginnt, weglegt, weiterlest und dann feststellt, dass – wenn ihr nur ein paar Seiten weitergelesen hättet – ihr das Buch nie weggelegt hättet? (Ihr dürft den Satz gerne zweimal lesen, ich hab auch ne Weile gebraucht, den zu schreiben 😉 )
So ging es mir jedenfalls bei Timeless. Das ist das zweite Kinderbuch, das ich in die Hand genommen habe und obwohl es so bilderreich ist, hatte ich enorme Probleme mit dem Protagonisten. Und plötzlich – zwei Monate später wohlgemerkt – habe ich weitergelesen und die Seiten sind nur so geflogen. Himmel, war das genial! Meine (spoilerfreie) Meinung zu Diego, Lucy, Petey & Co. könnt ihr hier nachlesen.

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Vier Farben der Magie – V.E. Schwab

Schon letztes Jahr haben viele sehr gut über die Geschichte um Kell und Lila berichtet. Nur ist das alles irgendwie an mir abgeprallt. Bis in Stellas Kerzenbox passende Kerzen enthalten waren. Am Tag darauf durfte dieser Titel dann einziehen. Es hat zwar eine ganze Weile gedauert, bis ich reinkam und damit warm geworden bin, doch gegen Ende konnte ich die Leidenschaft anderer BloggerInnen dann auch verstehen. Die Fortsetzung hat es zwar noch nicht ins Haus geschafft, aber das kann man ja noch ändern.

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Nachdem ich nun doch etwas ausführlicher geworden bin als geplant – solltet ihr es noch nicht gemerkt haben, ich erzähle unheimlich gerne 😛 –, muss ich den Artikel doch in einige Teile packen. Hiermit hätten wir dann den ersten Teil meiner gelesenen Bücher im ersten Quartal abgearbeitet.

Fortsetzung folgt … 😀

[Rezension] League of fairy tales – Die letzte Erzählerin von Tina Köpke

Was, wenn all die Märchen nicht nur Geschichten wären?
Schon ihr halbes Leben verbirgt die Kellnerin Peyton ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten vor der Außenwelt. Aufgewachsen in einer miserablen Pflegefamilie gibt es nur einen Menschen, dem sie wirklich vertraut: ihren besten Freund Rufus. Bis sie während einer Schicht im Diner dem mysteriösen Eli begegnet, der Antworten auf Fragen zu kennen scheint, die sie bisher nie zu stellen wagte. Von ihm erfährt Peyton, dass sie eine Nachfahrin der Brüder Grimm ist, dazu geboren, Wesen aus Märchen und Legenden aufzuspüren, die ihren Weg von der Anderswelt in die Menschenwelt gefunden haben. Doch als letzte überlebende Erzählerin wartet auf sie noch eine viel größere Aufgabe…

Ich war total aus dem Häuschen, als ich von Tina Köpke als eine der BloggerInnen ausgewählt wurde, die ihr Buch kurz vor Release lesen durften. Danke nochmal!
Mein allererstes Buch von Dark Diamonds – und dann auch noch eine Märchenadaption. Besser geht es kaum.
Hiermit halte ich also fest: Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar und dieser Beitrag kann Spuren von Erdn … sorry, Werbung enthalten. 😉 (Den Spruch habe ich übrigens bei Rika gemopst :D)

Ich muss sagen, in die Geschichte reinzukommen war gar nicht schwierig. Tina konfrontiert den Leser schon nach ein paar Seiten mit einer mystischen Kreatur und der Anderswelt. Klar, dass Protagonistin Peyton ein paar Schwierigkeiten hat, das Ganze zu begreifen – gar zu glauben. Würde mir vermutlich nicht anders gehen. Ich hätte bestimmt erstmal nach der versteckten Kamera Ausschau gehalten.

IMG_3241Nach und nach begreift sie dann, dass alles, was Eli – ihr neuer Mentor – erzählt hat, ernst gemeint ist und findet sich auch mit ihrer neuen Rolle als Erzählerin ab. Selbstverständlich stürzt sie sich nicht ohne ihren besten Freund und Mitbewohner Rufus in dieses Abenteuer. Zusammen mit der Liga soll Peyton einige Ungereimtheiten aufklären, die in der Anderswelt geschehen sind. Dass die Konfrontation mit der neuen Welt nicht Friede, Freude, Eierkuchen sein würde, war so eine Vorahnung. Ganz schnell wird klar, dass die Trennung der „Menschenwelt“ und der Anderswelt nicht so himmlisch ist, wie sie auf den ersten Blick aussieht.

Der Aufbau der Story und die Einführung der Charaktere hat mir wirklich gut gefallen. Doch mir hat die Tiefe bei Peyton, Eli und Rufus gefehlt. Vielleicht sind 366 Seiten einfach zu wenig gewesen – reine Vermutung, ich bin keine Autorin. Wie gesagt, die Idee hinter dem Buch ist klasse, die Ausarbeitung bis zu einem gewissen Punkt war auch super und Eve ist meine Favoritin! Ich werde euch jedoch nicht verraten welche Märchenfigur dahintersteckt. 😉
Außerdem kam, meiner Meinung nach, das Ende viel zu plötzlich. Abgesehen vom Anfang, bei dem alles super zackig vonstattengeht, verlief der Rest der Story eher „ruhig“. Am Schluss gab es jedoch noch so viele ungeklärte Erzählstränge und ich blickte immer wieder panisch auf die verbleibende Prozentzahl auf meinem Kindle. Und dann ging alles ganz zügig: links, rechts, oben, unten, Epilog, Ende. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, schon war alles vorbei. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich es echt schade finde, denn das Buch hatte richtig viel Potential.

Jetzt aber nochmal was Positives: man erlebt die Geschichte nicht nur aus Peytons Sicht, sondern teilweise dürfen auch Eli und Rufus ihren Senf dazugeben, was richtig dynamisch ist.

Fazit

Eine toll aufgebaute Story mit interessanten Protagonisten und einem viel zu plötzlichen Ende. Meiner Meinung nach ein Plot mit richtig viel Potential, dass jedoch an einigen Stellen, wie der Tiefe der Charaktere, verloren gegangen ist.

Trotz Märchenadaption und tollem Einstieg ist dieses Buch ein Zwischending.


Infos zum Buch:

Titel: League of fairy tales – Die letzte Erzählerin
Autor: Tina Köpke
Seiten: 366
ISBN: 978-3-646-30054-3
Verlag: Dark Diamonds
Erstausgabe: 25. Januar 2018


Mit anderen Worten

„Während die ganze Story ein wirklich angenehmes Tempo vorlegt, man gut mitkommt und sich auf einen großartigen Showdown freut, war das ganze mit einem Fingerschnippen vorbei und man landete im Epilog, der mich mit noch mehr Fragezeichen zurückließ und zwar vor allem mit „Wie? Das war’s jetzt?!“.“ – Schwarzbuntgestreift

„Mit „League of Fairy Tales“ hat Tina Köpke eine mitreißende, fesselnde und humorvolle Geschichte in einem absolut faszinierendem Setting mit Charakteren zum Niederknien geschaffen.“ – Booknerds by Kerstin