Mein Lesemonat Dezember

Als ich gerade – dank goodreads – aufgelistet habe, was ich im Dezember alles geschafft habe zu lesen, war ich echt stolz auf mich! Gar nicht mal so übel, würde ich sagen!
Ich kann auf jeden Fall behaupten, der Dezember war wahnsinnig aufregend – und das lag nicht nur an Weihnachten! Sieben Bücher und eine Kurzgeschichte. Ob ich im ganzen vergangenen Jahr je einen Monat hatte, an dem ich so viel gelesen habe?

Aber fangen wir doch einfach mal an mit der Monatsgeschichte …

Leserunde N° 2: Arkadien erwacht von Kai Meyer. Wer meinen Blog schon etwas länger liest und mir auf den Social Media Kanälen folgt weiß, dass ich dem Buch gegenüber etwas skeptisch war. Das passiert mir in letzter Zeit ziemlich häufig, ich sollte mal etwas an meiner Einstellung Büchern gegenüber arbeiten. 😉
Doch entgegen meiner Skepsis war das Buch gut. Sogar so gut, dass ich am Ende jegliche Leseabschnitte über den Haufen geworfen habe und das Buch vor geplantem Abschluss beendete. Es war einfach zu spannend! #sorrynotsorry

IMG_2943Almost a fairy tale kam als nächstes an die Reihe. Dieses Buch durfte in meinem „Ich komme gerade von der FBM und durfte dort keine Bücher kaufen“-Shoppingwahn bei mir einziehen. Das Cover ist wunderschön und ich wollte es schon lange lesen. Leider war der Inhalt nicht annähernd so schön wie das Cover. Meiner Meinung nach. Mir kann halt nicht alles gefallen und das ist auch gut so. 😉

Während ich ein halbes Wochenende bei meinen Eltern verbrachte, habe ich mich mal wieder an ein ebook rangewagt. Ich habe einfach mal so gestöbert, was Amazon gerade so zu bieten hat und mich für Lavendelstürme entschieden. Naja. Ein anderes ebook hätte es vermutlich auch getan …

Nach diesen zwei kleineren Rückschlägen und einem etwas angekratzen Buchgespürs kam Benni. Er hatte Anfang Dezember seine erste Kurzgeschichte veröffentlicht und nachdem ich ihn endlich auf der FBM kennenlernen durfte, konnte ich mir diese Chance etwas von ihm zu lesen selbstverständlich nicht entgehen lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht. A Winter Lightening: Die Nacht meines Lebens ist eine süße, dreißigseitige Geschichte über André, seine beste Freundin Maya und einen ziemlich gutaussehenden Fremden. Ich muss gestehen, es ist das erste Mal gewesen, dass ich mich in die Art von Literatur getraut habe, doch ich bin sehr positiv überrascht. Und wie ich Benni schon persönlich gesagt habe, ich finde es total mutig und richtig klasse von ihm, dass er sich getraut hat, die Geschichte zu veröffentlichen! Glückwunsch!

Nachdem sich mein Buchgespür wieder etwas erholt hatte, habe ich mich an Hardwired – verführt rangetraut. Ich habe schon länger keine erotische Literatur mehr in der Hand gehabt und konnte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. An einem Nachmittag hatte ich es verschlungen. Ob ich noch eine Rezension schreibe ist fraglich, irgendwie trau ich mich dann doch nicht ganz …

Next on the list: Sternenwinternacht. Aktuell schreibe ich noch an der Rezension, Mittwoch sollte diese online gehen. Dieses Buch habe ich vom Bloggerportal erhalten, danke! Doch so wirklich warm geworden bin ich damit nicht. Es hat mich bedauerlicherweise mehr gestört, als mir daran gefallen hat. Empfehlen kann ich es demnach nicht.

IMG_1280(1)Samstag vor Weihnachten hat mein Bruder zufällig Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind bei meinen Eltern geschaut und ich habe mich einfach dazu gesetzt. Als ich wieder zu Hause war, hatte ich demnach keine Ausrede mehr, das Buch weiterhin auf meinem SuB verstauben zu lassen. Schande über meine Kuh. Ihr kennt das! Ich bin so glücklich es endlich gelesen zu haben! Es ist so wundervoll, so toll, so … MAGISCH! Und es war einfach perfekt es zu lesen, direkt nachdem ich den Film geschaut hatte.

Und last but not least, Winterzauber in Paris. Das war eine Weihnachtsgeschichte ganz nach meinem Geschmack. Nicht, dass ich mich mit Weihnachtsgeschichten auskennen würde, im Gegenteil. Doch diese Geschichte rund um Ava, Debs, Julien und Didier hat mein Herz erwärmt und jetzt will ich fast nichts anderes mehr als mal Weihnachten in Paris zu verbringen …

Und da dieser Beitrag nun doch länger geworden ist als geplant, erzähle ich euch von meinen neuen buchigen Mitbewohnern im Laufe der kommenden Woche in einem neuen Beitrag 😉


Welches der Bücher kennt ihr oder habt ihr auch schon gelesen?

[Rezension] Arkadien erwacht von Kai Meyer

Ein Mythos des Mittelmeers erwacht zu neuem Leben …
Sie wartete. Zögerte. Dann zog sie den Kopf zurück, bevor sich ihre Lippen berühren konnten. Einen Herzschlag lang sah er verletzt aus, aber dann lächelte er, blinzelte in die Sonne und sagte: »Wenn es soweit ist, dann will ich dabei sein.«
»Wenn was soweit ist?«
»Wenn du allen anderen nicht mehr in die Augen schaust, als hätten sie dir gerade den Krieg erklärt. Und wenn du merkst« – er deutete nach vorn über die Schlucht –, »dass manches zwar aussieht wie das Ende der Welt, sie in Wahrheit aber weitergeht, drüben auf der anderen Seite.«

Meinung

Ich muss gestehen, als Rika das Buch für die nächste Leserunde vorgeschlagen und die Mädels alle zugestimmt hatten, war ich mehr als skeptisch. Wollte ich wirklich „schon wieder“ eine Geschichte à la Romeo und Julia lesen? So klang es nämlich, nachdem ich beide Klappentexte gelesen hatte. Carnevares gegen Alcantaras, dunkle Geheimnisse … Puh.

Ich wollte selbstverständlich an der Runde teilnehmen, zumal es bei Iskari schon so Spaß gemacht hatte und diesmal noch ein paar mehr Mädels unsere Gang vergrößerten. Also gut, dann lesen wir eben Arkadien erwacht.

Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass mich ein Buch so überraschen kann! Ehrlich nicht! Ich war von der ersten Seite an so gefesselt, konnte mich kaum an die Leseabschnitte halten und habe die letzten Tage auch einfach über den Haufen geworfen, weil es zu spannend war.

Wie gesagt, die Story beginnt spannend von Seite eins an, Kai Meyer schmeißt einem alle paar Seiten neue Tipps hin, dann kommt der „Aha-Moment“ und auf der nächsten Seite werden alle deine Ahnungen über den Haufen geworfen. Plot-Twists heißen solche Momente, hab ich mir sagen lassen 😛 Ich hatte am Anfang manchmal sogar das Gefühl, dass ich aus Versehen eine Seite übersprungen habe oder einen Satz nicht richtig gelesen, denn plötzlich drehte die Geschichte sich so sehr, dass einem fast schwindelig wurde. Trotz der vielen Wendungen liest sich die Geschichte mehr als angenehm, wie gesagt, ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Genial! Wirklich, einfach nur genial. Es war (so gut wie) nichts vorhersehbar. Ihr könnt euch vermutlich denken, worauf ich hinaus will oder? Hat mit Liebe zu tun 😉 Aber das ist auch überhaupt nicht der Punkt und spielt – wenn überhaupt – nur die zweite Rolle.

Die Charaktere fand ich klasse ausgearbeitet, nur bin ich mir bei einigen noch nicht über die Absichten klar. Liegt vermutlich daran, dass es eine Trilogie ist. Sonst hätten die nächsten beiden Bücher eher bedingt Sinn 😉
Rosa, die Protagonistin ist mir mehr als sympathisch und ich bin mir fast sicher, dass sie noch mehr Geheimnisse verbirgt, als im ersten Teil preisgegeben wurden. Alessandro hingegen … ich bin mir unschlüssig. Ich weiß noch nicht, was ich von ihm halten soll. Es bleibt also spannend.

Fazit

Solltet ihr Arkadien erwacht nicht kennen oder irgendwo auf eurem SuB liegen haben: Jetzt ist der Moment gekommen. Spannung, dunkle Geheimnisse, Plot-Twists (yeah! ich habe ein neues Wort gelernt und kann es jetzt auch anwenden :P) noch und nöcher … und eine Prise Liebe. Ich würde sagen, was wollt ihr mehr? 😉

Da denk ich kein zweites Mal drüber nach: Herzensbuch!


Infos zum Buch:

Titel: Arkadien erwacht
Autor: Kai Meyer
Seiten: 416
ISBN: 978-3-551-58201-0
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 01. November 2009