Gelesen und Gebloggt im Juni

Der Juni ist rum, mein Urlaub ist vorbei, das erste Halbjahr 2018 auch … und ich kann sagen, der letzte Monat war lese- und blogtechnisch gar nicht mal so übel!
Acht Bücher und 14 Blogbeiträge! 🙂
Shoppingtechnisch ist der Monat sogar noch „besser“, aber das steht auf einem anderen Blatt – oder Beitrag.

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[Rezension] Zeitrausch #1 Spiel der Vergangenheit von Kim Kestner

Nimmst du diese Realität an, Alison Hill?

Es ist der Schock ihres Lebens, als Alison eines Morgens feststellen muss, dass ihr kleiner Bruder verschwunden ist. Mehr noch: Anscheinend hat es ihn nie gegeben! Zumindest nicht in dieser Realität. Alison hält die Fäden ihres eigenen Lebens nicht mehr in der Hand. Man hat sie zu einer Kandidatin der Show „Top The Realities“ gemacht. An der Seite des unverschämt gutaussehenden, aber abweisenden Kay ist sie gezwungen, ihre Vergangenheit zu korrigieren, damit ihre eigene Realität wieder hergestellt wird. Und als wäre das nicht genug, entdeckt Alison während ihrer Reise durch die Jahrhunderte, dass Kay sie weit besser kennt, als es möglich sein sollte.

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[Rezension] Herrscherin der tausend Sonnen von Rhoda Belleza

Kronprinzessin Rhiannon Ta’an, bekannt unter dem Namen Rhee, ist die einzige Überlebende eines uralten Herrschergeschlechts.
Zart und zerbrechlich sei sie, so heißt es, und müsse behütet und beschützt werden, bis sie alt genug ist, die Kaiserkrone zu tragen.
Doch Rhee hat andere Pläne.

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[Rezension] Tigerstreifenhimmel von Ronja Delahaye

»Okay, es ist wie bei Schrödingers Katze. Es ist möglich und nicht möglich, dass es da jemanden gibt, den ich dummerweise nicht mehr vergessen kann.«
Das sagt Rike zu ihrem besten Freund, nachdem sie dessen Schwester Camila kennengelernt hat. Seitdem geht sie ihr nicht mehr aus dem Kopf. Camila ist überall – in ihren Gedanken, ihren Träumen und irgendwann steht sie sogar unerwartet einfach vor ihr. Von einer Peinlichkeit stürzen sie in die nächste, bis sie sich schließlich darauf einigen, einfach nur miteinander ins Bett zu gehen. Wochen vergehen und was eigentlich nur eine kleine Ablenkung sein sollte, wird zu etlichen gestohlenen Stunden. Schon bald gelingt es ihnen nicht mehr, ihre Gefühle füreinander zu verbergen – Doch keine von ihnen ist sich sicher, wo das hinführen soll.

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[Rezension] Der Zauber zwischen den Seiten von Cristina Caboni

Denn Bücher duften nach Träumen …
Seit sie denken kann, ist Sofia von Büchern fasziniert. Sie liebt das Rascheln der Seiten, den Geruch des Papiers und vor allem die darin beschriebenen Welten. Schon immer haben sie der schüchternen Frau geholfen, der Realität zu entkommen. Als sie eines Tages in einem Antiquariat ein altes Buch kauft, findet sie darin enthaltene Manuskripte und Briefe einer gewissen Clarice, die Mitte des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll. Sofia und Clarice scheinen viel gemeinsam zu haben, und Sofia spürt eine Verbindung zu ihr. Um mehr über sie zu erfahren, reist Sofia quer durch Europa. Dabei stößt sie nicht nur auf eine unglaubliche Liebesgeschichte, sondern findet endlich auch ihr eigenes Glück …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar für die Hello Sunshine-Aktion – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung.


Ein Buch über Bücher mit wundervollen Zitaten großer Autoren am Anfang jedes Kapitels. Was kann man sich als Bücherwurm besseres vorstellen?
Schon auf der ersten Seite lernt man Clarice kennen, doch viel mehr als ihren Namen erfährt man erstmal nicht. Das Mystische rund um ihre Person wird sofort aufgebaut.
In den folgenden Kapiteln begleitet man Sofia durch ihr Leben und begegnet so einer jungen Frau, die alles andere als zufrieden und glücklich ist. Bis Clarice in Form von Briefen auftaucht. So wechselt man alle paar Kapitel zwischen Sofias und Clarices Perspektive zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Sofia selbst erlebt eine Wandlung im Laufe der Geschichte, die selbst dem Leser mehr als gut tut. So manche Situation zwischen ihr und ihrem Ehemann haben mich nicht nur den Kopf schütteln lassen, sondern auch das Bedürfnis gestärkt ins Buch zu springen und sie einmal kräftig zu schütteln.
Bei ihrer Recherche über Clarice trifft sie auf Tomaso Leoni, einem Grafologen, der mir beim ersten Eindruck auch alles andere als sympathisch ist, Seite pro Seite aber mehr an Sympathie gewinnt. Zwar konnte ich ihn nicht voll in mein Herz schließen, aber das macht nichts.

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Clarice hingegen war ein sehr interessanter Charakter! Ich will selbstverständlich nicht zu viel verraten, aber so einer starken Frau Mitte des 19. Jahrhunderts zu begegnen … das hat bestimmt niemand jemals vergessen.

Wie schon zu Anfang kurz angerissen, haben mir die Zitate am Anfang eines jeden Kapitels sehr gefallen. Ich traf dort auf alte Bekannte wie Dickens, Melville, Jane Austen oder Mary Shelley. Die Zitate selbst kannte ich zwar aus dem Stehgreif nicht, dafür aber einige der aufgeführten Werke.

Sofias Reise durch Europa ist durchaus spannend und ich war total neugierig und wollte Clarice’s ganze Geschichte kennen, jedoch gab es, aus meiner Sicht, ein paar Zufälle zu viel. Gerade im letzten Teil des Buches wäre die Geschichte sehr gut ohne ein oder zwei Details ausgekommen, es kam mir etwas weit hergeholt vor.

Was mir trotz diesem einen Kritikpunkt unglaublich gefallen hat, waren die Beschreibungen der Städte, in denen Sofia sich wiederfindet. Allen voran selbstverständlich Rom, denn da spielt sich ein Großteil der Geschichte ab. Selbst war ich noch nie dort, aber ich konnte mir Coppedè, das Viertel in dem ihre Großeltern leben oder auch die Spanische Treppe hervorragend vorstellen. Das hat die Autorin mehr als großartig gestaltet. Generell ist der Schreibstil von Cristina Caboni sehr angenehm zu lesen, ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch, ohne dass es je anstrengend wurde.

Fazit

Auf der Jagd quer durch Europa nach einer Geschichte, die einen nicht loslässt. Abgesehen von den paar Zufällen zu viel am Ende des Buches, konnte mich die Autorin wirklich begeistern. Auch wenn ich bei Sofias anfänglichem Verhalten mehr als einmal die Augen verdreht habe, hat sie eine Entwicklung an den Tag gelegt, die mich am Ende doch von ihr überzeugen konnte.

Eine klare Leseempfehlung von mir!


Infos zum Buch:

Titel: Der Zauber zwischen den Seiten
Autor: Cristina Caboni
Seiten: 352
ISBN: 978-3-641-22113-3
Verlag: blancvalet
Erstausgabe: 20. August 2018