[Rezension] Das steinerne Schloss von Anna Weydt

Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss.
Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen?
Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt.

Vorab noch ein ganz großes Dankeschön an die Autorin für den Brief und das Rezensionsexemplar.


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[Rezension] Herrscherin der tausend Sonnen von Rhoda Belleza

Kronprinzessin Rhiannon Ta’an, bekannt unter dem Namen Rhee, ist die einzige Überlebende eines uralten Herrschergeschlechts.
Zart und zerbrechlich sei sie, so heißt es, und müsse behütet und beschützt werden, bis sie alt genug ist, die Kaiserkrone zu tragen.
Doch Rhee hat andere Pläne.

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[Rezension] Grischa #1 Goldene Flammen von Leigh Bardugo

Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen? Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?

Ende April erfuhr ich durch eine Facebook-Gruppe, dass der dritte Teil der Grischa Trilogie neu aufgelegt werden sollte. Seit diesem Zeitpunkt habe ich die Homepage des Carlsen Verlags regelrecht gestalkt, ich wollte auf keinen Fall den Zeitpunkt verpassen, an dem die Bestellungen des Buches freigeschaltet werden würden.
Am 2. Mai war es endlich so weit – ich konnte sogar eins ergattern. Und als ich es fünf Tage später endlich in den Händen hielt … pures Glück im Leben eines Bücherwurms, sag ich euch.

Noch auf der Arbeit überlegte ich, ob ich am selben Abend mit dem ersten Teil beginnen sollte oder nicht. Nun … meine Neugier war in den letzten Monaten ins Unermessliche gestiegen. Warum wurden diese Bücher so wahnsinnig gehyped, dass auf eBay und Co. Unsummen dafür verlangt wurden? Das musste ich selbstverständlich so schnell wie möglich aufklären.
Kann ich den Hype nachvollziehen?

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Zuallererst blieb ich an der Erwähnung der verschiedenen Arten von Grischa hängen. Ich versuchte mir die Namen und Zuordnungen einzuprägen, gab den Versuch aber sehr schnell wieder auf, weil ich genau wusste, dass ich zwei Seiten später schon wieder alles vergessen haben würde. So blätterte ich zwar drei, vier Mal am Anfang der Geschichte zurück, um mich daran zu erinnern, aber im Lauf des Buches war das gar nicht mehr nötig.

Als nächstes musste ich die Karte näher in Augenschein nehmen, die finde ich meist sehr beeindruckend. Solange sie nicht spoilern – das ist mir auch schon einmal passiert. Es ist immer spannend, wenn man den Weg der Protagonisten nachverfolgen kann und schon direkt am Anfang zu spekulieren beginnt, wo der Weg einen hinverschlagen mag. Im Nachhinein betrachtet, verrät die Karte mehr als man denkt. Man weiß es nur nicht. 😉

Das Setting in Grischa ist ein ganz anderes. Wo die meisten bekannten Stories amerikanisch oder deutsch angehaucht sind, spielt bei dieser ein russisches Flair mit. Somit sind einige der Namen für diejenigen unter uns, die diese Sprache weder gelernt haben noch sprechen, doch etwas kompliziert, das muss ich zugeben. Letztendlich jedoch eine Sache der Gewohnheit. Auch wenn es mir am Anfang etwas schwer fiel in die Geschichte reinzukommen, aufgrund von Namen, den verschiedenen Grischa-Arten, so schüttelte ich dieses nervige Gefühl recht schnell ab, um mich ganz der Story und dem einfachen, angenehmen Schreibstil von Leigh Bardugo hinzugeben.

Alina, die Protagonistin, findet durch Zufall heraus, dass sie doch kein schwächliches, gewöhnliches Mädchen sondern eine Grischa ist. Plötzlich steht ihr ganzes Leben auf dem Kopf und sie wird zur Lehre zum mächtigsten Grischa des Landes geschickt: dem Dunklen. Der erscheint von Anfang an mysteriös, ich konnte diesen Charakter überhaupt nicht einschätzen, da er sehr unnahbar und undurchsichtig aufgebaut ist. Zurecht. Aber das ist ein anderes Thema. Dass sich Alina nicht von Anfang an mit der neuen Situation zurechtfinden würde, war mir irgendwie klar. Jedoch muss ich gestehen, dass sich ihre Lehre dann doch etwas gezogen hat. Einige Stellen kamen mir sehr langatmig vor.
Was Alina sonst anbetrifft, bin ich mir noch nicht absolut sicher, wie ich sie beschreiben soll. Manchmal ist sie emotional, dann wieder absolut kalt. Mal naiv, mal durchdenkt sie ihre Handlungen. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich im Laufe der Bücher entwickeln wird.
Maljen ist meines Erachtens nach, auch nicht einfach zu durchschauen. Zwar scheint ihm wirklich etwas an Alina zu liegen, doch so richtig zum Ausdruck bringen kann er es nicht. Er scheint sehr von sich überzeugt zu sein, trägt die Nase manchmal etwas zu weit oben und plötzlich wirkt er neben Alina regelrecht hilflos. Jedoch fehlt es den Charakteren im ersten Buch noch an Tiefe – meiner Meinung nach.

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Fazit

Ein Setting, wie wir es sonst nicht von der Fantasy Literatur gewohnt sind. Die russisch angehauchte Welt unserer Protagonistin Alina wirft den Leser in völlig unbekannte Dimensionen, die manchmal gar nicht so leicht zu durchschauen sind – wenn man an deutsch-amerikanische Welten gewöhnt ist. Doch trotz der wundervollen Kulissen konnte mich die Story nicht von Grund auf begeistern. Die Protagonisten sind teilweise zu kalt und naiv und der Geschichte selbst hat – trotz sehr interessanten Plot-Twists – das gewisse Etwas, der Aha-Moment gefehlt. Gerechtfertigt finde ich den Hype – aus meiner Sicht – bisher nicht. Was nicht ist, kann bekanntlich aber noch werden.

Doch trotzdem – oder gerade deswegen – habe ich direkt danach zur Fortsetzung gegriffen. Etwas, das ich sehr selten tue. Ich muss einfach wissen, was hinter der Begeisterung steckt und bin gespannt, ob ich diese finden werde.
Außerdem steht Das Lied der Krähen auf meiner Wunschliste, und obwohl es nicht direkt etwas mit Grischa zu tun hat, spielt es doch in derselben Welt. Ein paar Vorkenntnisse sind da bestimmt von Vorteil. 🙂

Ich habe lange darüber nachgedacht, in welche Kategorie dieses Buch einzuordnen wäre … und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass es wirklich ein Zwischending ist.


Infos zum Buch:

Titel: Grischa – Goldene Flammen
Autor: Leigh Bardugo
Seiten: 352
ISBN: 978-3-551-58285-0
Verlag: Carlsen
Erstausgabe: 24. August 2012


Mit anderen Worten

Leider bleiben alle Charaktere für mich eher eindimensional und vor allem Alinas Entwicklung warf bei mir viele Fragen auf. Sie wirkt unheimlich naiv und unsicher, teils auch unsympathisch, was für mich nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine gelungene Story sind.“ – Schwarzbuntgestreift

Leigh Bardugo hat in dem Trilogie-Auftakt „Grischa – Goldene Flammen“ eine Welt geschaffen, welche den Leser kurzweilige Lesestunden schenken wird. Ein Mädchen hin- und hergerissen zwischen ihrer Gabe, Versuchung und Liebe.“ – Nightingale’s Blog

[Rezension] League of fairy tales – Die letzte Erzählerin von Tina Köpke

Was, wenn all die Märchen nicht nur Geschichten wären?
Schon ihr halbes Leben verbirgt die Kellnerin Peyton ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten vor der Außenwelt. Aufgewachsen in einer miserablen Pflegefamilie gibt es nur einen Menschen, dem sie wirklich vertraut: ihren besten Freund Rufus. Bis sie während einer Schicht im Diner dem mysteriösen Eli begegnet, der Antworten auf Fragen zu kennen scheint, die sie bisher nie zu stellen wagte. Von ihm erfährt Peyton, dass sie eine Nachfahrin der Brüder Grimm ist, dazu geboren, Wesen aus Märchen und Legenden aufzuspüren, die ihren Weg von der Anderswelt in die Menschenwelt gefunden haben. Doch als letzte überlebende Erzählerin wartet auf sie noch eine viel größere Aufgabe…

Ich war total aus dem Häuschen, als ich von Tina Köpke als eine der BloggerInnen ausgewählt wurde, die ihr Buch kurz vor Release lesen durften. Danke nochmal!
Mein allererstes Buch von Dark Diamonds – und dann auch noch eine Märchenadaption. Besser geht es kaum.
Hiermit halte ich also fest: Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar und dieser Beitrag kann Spuren von Erdn … sorry, Werbung enthalten. 😉 (Den Spruch habe ich übrigens bei Rika gemopst :D)

Ich muss sagen, in die Geschichte reinzukommen war gar nicht schwierig. Tina konfrontiert den Leser schon nach ein paar Seiten mit einer mystischen Kreatur und der Anderswelt. Klar, dass Protagonistin Peyton ein paar Schwierigkeiten hat, das Ganze zu begreifen – gar zu glauben. Würde mir vermutlich nicht anders gehen. Ich hätte bestimmt erstmal nach der versteckten Kamera Ausschau gehalten.

IMG_3241Nach und nach begreift sie dann, dass alles, was Eli – ihr neuer Mentor – erzählt hat, ernst gemeint ist und findet sich auch mit ihrer neuen Rolle als Erzählerin ab. Selbstverständlich stürzt sie sich nicht ohne ihren besten Freund und Mitbewohner Rufus in dieses Abenteuer. Zusammen mit der Liga soll Peyton einige Ungereimtheiten aufklären, die in der Anderswelt geschehen sind. Dass die Konfrontation mit der neuen Welt nicht Friede, Freude, Eierkuchen sein würde, war so eine Vorahnung. Ganz schnell wird klar, dass die Trennung der „Menschenwelt“ und der Anderswelt nicht so himmlisch ist, wie sie auf den ersten Blick aussieht.

Der Aufbau der Story und die Einführung der Charaktere hat mir wirklich gut gefallen. Doch mir hat die Tiefe bei Peyton, Eli und Rufus gefehlt. Vielleicht sind 366 Seiten einfach zu wenig gewesen – reine Vermutung, ich bin keine Autorin. Wie gesagt, die Idee hinter dem Buch ist klasse, die Ausarbeitung bis zu einem gewissen Punkt war auch super und Eve ist meine Favoritin! Ich werde euch jedoch nicht verraten welche Märchenfigur dahintersteckt. 😉
Außerdem kam, meiner Meinung nach, das Ende viel zu plötzlich. Abgesehen vom Anfang, bei dem alles super zackig vonstattengeht, verlief der Rest der Story eher „ruhig“. Am Schluss gab es jedoch noch so viele ungeklärte Erzählstränge und ich blickte immer wieder panisch auf die verbleibende Prozentzahl auf meinem Kindle. Und dann ging alles ganz zügig: links, rechts, oben, unten, Epilog, Ende. Ich konnte gar nicht so schnell gucken, schon war alles vorbei. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich es echt schade finde, denn das Buch hatte richtig viel Potential.

Jetzt aber nochmal was Positives: man erlebt die Geschichte nicht nur aus Peytons Sicht, sondern teilweise dürfen auch Eli und Rufus ihren Senf dazugeben, was richtig dynamisch ist.

Fazit

Eine toll aufgebaute Story mit interessanten Protagonisten und einem viel zu plötzlichen Ende. Meiner Meinung nach ein Plot mit richtig viel Potential, dass jedoch an einigen Stellen, wie der Tiefe der Charaktere, verloren gegangen ist.

Trotz Märchenadaption und tollem Einstieg ist dieses Buch ein Zwischending.


Infos zum Buch:

Titel: League of fairy tales – Die letzte Erzählerin
Autor: Tina Köpke
Seiten: 366
ISBN: 978-3-646-30054-3
Verlag: Dark Diamonds
Erstausgabe: 25. Januar 2018


Mit anderen Worten

„Während die ganze Story ein wirklich angenehmes Tempo vorlegt, man gut mitkommt und sich auf einen großartigen Showdown freut, war das ganze mit einem Fingerschnippen vorbei und man landete im Epilog, der mich mit noch mehr Fragezeichen zurückließ und zwar vor allem mit „Wie? Das war’s jetzt?!“.“ – Schwarzbuntgestreift

„Mit „League of Fairy Tales“ hat Tina Köpke eine mitreißende, fesselnde und humorvolle Geschichte in einem absolut faszinierendem Setting mit Charakteren zum Niederknien geschaffen.“ – Booknerds by Kerstin

[Rezension] Sternenwinternacht von Karen Swan

Kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?
Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet …

Vorneweg: Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar – es handelt sich hierbei also um Werbung. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für die Bereitstellung.

Meinung

Wie der Klappentext schon vermuten lässt, beginnt das Buch als Tragödie schlechthin, allerdings mit einem Lichtblick: Jonas, der Unbekannte, der Megs Funkspruch empfängt.
Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, was ich von diesem Lichtblick halten soll. Versteht mich nicht falsch, Jonas als Charakter ist toll. Doch er kommt, meiner Meinung nach, auf den gut 600 Seiten viel zu selten vor.

Megs Gedankengänge und Handlungen konnte ich im Buch nicht immer nachvollziehen, was ja auch völlig in Ordnung ist, man muss ja nicht alles verstehen. Doch was mir überhaupt nicht gefallen hat, war ihre Naivität gegenüber ihrer besten Freundin, Lucy. Was für ein Drachen. Eine Hexe. Ernsthaft. Die Frau hab ich vielleicht gefressen. Jedes Mal, wenn ein Teil des Buchs aus ihrer Sicht erzählt wurde, hätte ich es am liebsten zugeklappt. Oder die Seiten übersprungen. Was ich – selbstverständlich – nicht getan habe. Aber mal ganz ehrlich, ein (sorry) Miststück wie es im Buche steht. Im wahrsten Sinne des Wortes.

IMG_3048(1)Aber abgesehen davon, dass ich Meg nicht immer ganz verstanden habe, muss ich sagen, macht sie eine interessante Entwicklung durch. Manchmal hätte ich ihr schon gerne in den Hintern getreten oder mir die Haare gerauft, wenn sie eine Chance nicht direkt gepackt hat. Aber vermutlich denkt sich das meine Mum bei mir auch das ein oder andere Mal 😛 Gehört zum Leben dazu!
Von Megs bester Freundin Lucy habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Es gibt außerdem noch Ronny, Megs Schwester. Die fand ich echt cool. Auch wie die Beziehung der beiden sich Stück für Stück entwickelt hab, war richtig klasse.
Jonas ist, wie schon gesagt, irgendwie zu kurz gekommen und das in jeglicher Hinsicht … Daher kann ich auch gar nicht mal so viel über ihn sagen. Oder ich habe ein paar Seiten verschluckt, aber das glaube ich kaum.

Es hat sich also alles ein bisschen in die Länge gezogen und die neue, eigentliche Liebesgeschichte hinter der Tragödie und dem Drama ist, für mich, einfach auf der Strecke geblieben. Klar, es war spannend Stück für Stück alle Puzzleteile zusammen zu setzen … aber dann hätte ich mir eher einen Krimi geholt und keinen Liebesroman.

Fazit

Zugegeben, Sternenwinternacht und ich sind einfach keine Freunde geworden und das obwohl ich so viele positive Meinungen gelesen habe. Aber so ist das nun mal. Es war mehr ein Krimi mit Liebe am Rand als umgekehrt. Schade.

Leider, leider ein Zwischending.


Infos zum Buch:

Titel: Sternenwinternacht
Autor: Karen Swan
Seiten: 608
ISBN: 978-3-442-48670-0
Verlag: Goldmann
Erstausgabe: 16. Oktober 2017


Mit anderen Worten

„Als Leser sollte man sich auf eine äußerst emotionale Geschichte mit einem massiven Twist am Ende einstellen.“ – Lady Smartypants